5 deutliche Anzeichen, dass deine Vorsätze zum Scheitern verurteilt sind

Setzt du dir auch immer wieder Vorsätze und nach einiger Zeit sind sie Schnee von gestern? Da bist du nicht alleine Fast jeder kennt das und es ist deprimierend. Es zieht runter und wir fühlen uns als hätten wir versagt. Das muss nicht sein. Es gibt einige Anzeichen, die dich erkennen lassen, dass deine Vorsätze scheitern werden. Wenn du jedoch ein paar Tipps beherzigst, erreichst du deine Vorsätze bald spielend.

1. Dein Vorsatz beginnt nicht jetzt
Kennst du das? “Montag fange ich an.” oder “Nächsten Monat starte ich.” Du schiebst Vorsätze in die Zukunft. Und deswegen scheitern sie so häufig. Warum? Weil du etwas Schlechtes mit ihnen verbindest. Etwa “diese Wochenende schlemme ich nochmal und dann fange ich meine Diät an”. Du startest dann schon mit einem negativen Gefühl in deine Diät. Genauso wie “Ab morgen bewege ich mich mehr, heute bin ich nochmal faul”.

Du denkst, dein Leben jetzt sei besser und wird schlechter, wenn du deinen Vorsatz durchsetzt. Dabei sollte es ja gerade ganz anders sein. Schließlich möchtest du den Vorsatz umsetzen, weil du dich besser fühlen möchtest.

Wann immer du dir einen Vorsatz setzt, überleg dir vorher, warum du es tust. Möchtest du schlanker werden? Warum? Um gesünder zu werden? Oder weil du denkst, dein Leben würde besser werden?

Möchtest du anderen etwas beweisen oder sie beeindrucken? Möchtest du dich mit deinem Verhalten über andere stellen? Hör genau in dich hinein. Stelle sicher, dass seine Vorsätze aus deinem Inneren kommen. Jegliche Vorsätze, die sich am Außen orientieren werden scheitern. Vergiss die anderen. Mach dein Ding.

Hinterfrage deshalb jeden Vorsatz, den du dir nimmst. Was soll er dir bringen? Wie wird die Umsetzung des Vorsatzes dein Leben bereichern? Diese Fragen helfen dir, deinen Vorsatz weiter zu verfolgen und nicht aus den Augen zu verlieren, auch wenn du zwischendurch mal ins Straucheln gerätst.

Wann immer du dir einen Vorsatz setzt, setze ihn gleich um. Nicht nächste Woche, auch nicht morgen – jetzt! Das fühlt sich nicht nur gut an, es ist auch ein riesiger Tritt für deinen Schweinehund, der gar nicht erst die Zeit hat, es dir wieder auszureden.

2. Du nimmst dir zu viel vor
Ab sofort keine Schokolade und Fast Food mehr, dafür 7 Portionen Obst und Gemüse und immer frisch Gekochtes. Außerdem jeden zweiten Tag eine halbe Stunde joggen und sonntags schwimmen gehen. Sehen so deine Vorsätze aus?

Entschuldige, aber das wird wohl nichts. Es ist ja löblich, dass du dein Leben so erheblich verbessern möchtest. Aber alles auf einmal wird vermutlich nicht klappen. Es ist schon schwer genug, eine neue Gewohnheit ins Leben zu integrieren. Mit mehreren machst du es dir selbst schwer.

Die Folge ist Frust und eine vorzeitige Aufgabe der meistens wohlüberlegten Vorsätze. Viel besser ist es, dir einen Vorsatz zu überlegen und diesen so lange zu wiederholen bis er zur Gewohnheit geworden ist. Wie lange das dauert ist ganz unterschiedlich. Zwischen 14 und 65 Tagen soll es dauern bis wir nicht mehr über ein bestimmtes Verhalten nachdenken, sondern einfach handeln.

Wenn deine Vorsätze nicht so groß sind, dass sie dein ganzes Leben verändern, kannst du dich auch an mehreren gleichzeitig versuchen. Aber nur soweit, wie du dich nicht überfordert fühlst. Wenn es dir zu viel wird, verschiebe einen Vorsatz auf später und konzentrier dich dafür auf die Umsetzung des Vorsatzes, der dir am meisten am Herzen liegt.

3. Deine Vorsätze sind zu vage formuliert
Gesünder ernähren, öfter bei Freunden melden, weniger Müll produzieren. Das ist ja alles schön und gut, aber leider viel zu vage. Dein Gehirn (und auch du) können damit nicht besonders viel anfangen. Was bedeutet denn “gesünder” oder “öfter”? Statt den vagen Formulierungen setzt dir also ein bestimmtes Ziel. “Ich möchte einmal in der Woche meine Freunde anrufen.”

Du kannst diesen Vorsatz quasi im Kopf abhaken. Als ich abnehmen wollte, hatte ich zum Beispiel den Vorsatz, jeden Tag um 18 Uhr Yoga zu machen. Das hat gut geklappt, denn mein Vorsatz war klar formuliert und ich hatte so auch keinen Spielraum, mir Ausreden auszudenken.

Werde bei deinen Vorsätzen ganz konkret. Aber nimm dir nicht zu viel vor, denn auch das kann den Erfolg schmälern:

4. Du erwartest zu viel
… entweder von dir oder der Sache selbst. Du kannst nicht erwarten, dass du dich eine Woche gesund ernährst und gleich drei Kilo abnimmst. Oder dass du innerhalb kürzester Zeit hohe Gewichte stemmen kannst. Oder dass du deine Vorsätze immer ganz diszipliniert umsetzt.

Gerade da liegt auch oft der Knackpunkt. Denk dran, dass du ein Mensch bist. Du hast Schwächen und einen Schweinehund. Das ist keine Aufforderung, das Scheitern deiner Vorsätze darauf zu schieben. Es ist eine Aufforderung, dir kleine Rückschläge einzugestehen und trotzdem weiterzumachen. Dann hast du eben statt nur einmal in der Woche, zweimal Kuchen gegessen. Du bist schwach geworden, keine Frage. Aber dein Vorsatz ist dadurch nicht gescheitert. Du hältst die Fäden in der Hand. Indem du nun aufgibst, machst du es dir zu leicht (und gleichzeitig unheimlich schwer). Hake dieses kleinen Ausrutscher als solchen ab und mach dann weiter. Denk an deine Ziele und warum du sie verfolgst.

Glaubst du, du hättest jemals laufen oder fahrradfahren gelernt, wenn du nach dem ersten Rückschlag aufgehört hättest?

Natürlich nicht.

Also, mach es wie beim Laufenlernen: Steh auf, richte deine Krone und mach einfach weiter. Früher oder später wirst du nicht mehr darüber nachdenken müssen und spätestens dann hat sich die Anstrengung gelohnt.

5. Dein Vorsatz beginnt mit den Worten “Ich müsste…”
Ich bin kein Freund vom Wort “müssen”. Das klingt ja sowasvon spaßlos. “Ich müsste mich eigentlich mehr bewegen.” oder “Ich müsste mal wieder ein Buch lesen.” oder auch “Ich müsste früher ins Bett gehen.”

Sind wir nicht erwachsen? Warum müssen wir irgendetwas? Ich finde es großartig, nicht mehr unter der Fuchtel meiner Eltern zu stehen, die mir sagen, was ich zu tun habe (an dieser Stelle einen lieben Gruß an Mama und Papa). Alles, was ich tue, mache ich, weil ich es will.

Ich bewege mich mehr, weil ich es will. Ich esse Gemüse, weil ich es will. Ich gehe bereits um neun schlafen, weil ich es will.

Ich verspreche mir etwas dadurch. Mein Leben soll dadurch angenehmer, schöner, lebenswerter werden. Sobald ich aber etwas muss, ist dieses Denken dahin. Sobald ich mehr Gemüse essen muss, macht es mir keinen Spaß mehr.

Die Erklärung ist ganz einfach: Sobald das Wörtchen “müssen” im Spiel ist, fühle ich mich fremdbestimmt. Ich habe das Gefühl, nicht meinen eigenen Wünschen entsprechend zu handeln. Mit “ich muss” fängt eben einfach kein eigenes Begehren an. Selbst die schönsten Dinge werden dadurch herabgewertet:

  • Ich muss mich am Wochenende mit meiner Freundin treffen.
  • Ich muss nächste Woche in den Urlaub fahren.
  • Ich muss heute noch Sex haben.

Klingt das nach Spaß und Freude? Eher nicht…

Und genauso ist es auch mit deinen Vorsätzen. Streiche das Wort “müssen” ein für alle mal aus deinem Sprachschatz. Anstatt dir also zu überlegen, warum du ein bestimmtes Verhalten ändern musst, frag dich lieber, warum du ein bestimmtes Verhalten ändern willst. Und damit sind wir wieder bei Punkt 1 angelangt, denn das ist und bleibt der allerwichtigste Punkt:

Dein Vorsatz sollte sich nur an dir und deinen Wünschen orientieren. Nicht an anderen. Nicht an der Norm. Auch nicht an der Vernunft. Setze dir nur Vorsätze, die aus deinem tiefsten Innern kommen. Nur dann ist dein Vorsatz auch von Erfolg gekrönt.

 

Welche Vorsätze hast du und was versprichst du dir von ihnen? Erzähl mir doch davon.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.