Du hast das Gefühl, auf der Stelle zu treten? So kommst du endlich weiter!

Auf Stelle treten

Du möchtest vorankommen. Erfolge sehen. Etwas erreichen. Aber irgendwie passiert nichts. Du hast das Gefühl du kommst einfach nicht näher an dein Ziel – egal wie sehr du es auch versuchst. Darüber hinaus schwindet deine Motivation auch immer mehr. Irgendwie alles keine guten Voraussetzungen, um dein Ziel zu erreichen. Wenn dir das bekannt vorkommt, kann ich dich beruhigen: Mir ging es vor einiger Zeit ganz genauso. Ich wollte unbedingt richtig viele, gute Artikel schreiben, Podcasts aufnehmen, Videos machen, inspirierende Texte für Instagram und Facebook verfassen und nebenbei auch noch an einem Produkt arbeiten, das dir dabei helfen soll, glücklicher zu werden.

Ich hatte so viel vor – und setzte einfach nichts um. Mir fehlten die Ideen, der Elan. Ich hatte zwischenzeitlich sogar das Gefühl, ich hätte schon alles gesagt, was es zu dem Thema Lebensfreude zu sagen gibt, weil ich einfach vollkommen unproduktiv war.

Und so saß ich Tag für Tag vor meinem Laptop oder einem Blatt Papier. Brainstormte. Kritzelte. Fing an zu schreiben und löschte alles wieder. Zerbrach mir den Kopf und wollte auf Teufel komm raus Wahnsinns-Inhalte erstellen. Je mehr ich versuchte, produktiv zu sein, desto schlimmer wurde es.

Dazu kam der Druck. Das Wissen, dass mein letzter Artikel schon so lange her ist. Dass mein nächstes Bild bei Instagram nicht so eine große Reichweite hat, weil mich der Instagram-Algorithmus für mein unregelmäßiges Posting abstraft. Die Vermutung, dass einige Follower und Leser abspringen, weil keine neuen Inhalte kommen.

All das Wissen setzte mich enorm unter Druck.

Ich hatte Angst, den Spaß zu verlieren.

Doch das war zum Glück nicht der Fall.

Ich brauchte scheinbar einfach nur eine Pause. Um mich zu sammeln. Um Kraft zu tanken.

Denn ganz plötzlich kam alles wieder: Die Ideen. Die Produktivität. Die Euphorie. Ich schrieb. Täglich fielen mir neue Artikelideen ein. Ohne dass ich es geplant hatte, kam mir sogar eine Idee für ein neues Video-Format. (In Zukunft wird es nicht nur wieder mehr Videos bei YouTube geben, sondern auch andere als bisher. Darauf freue ich mich schon tierisch.)

Geht es dir ähnlich? Fehlt dir gerade die Motivation und der Elan, ein bestimmtes Projekt nach vorne zu bringen? Hast du das Gefühl auf der Stelle zu treten? In diesem Artikel erfährst du, wie du schneller wieder in den Flow kommst.

Finde heraus, warum du auf der Stelle trittst
Ich denke, dass es immer einen Grund hat, warum wir auf der Stelle treten.

1. Du verlangst dir zu viel ab
Du willst alles auf einmal, am liebsten sofort. Du rackerst wie eine Blöde und prescht immer weiter nach vorne – ohne Pausen, ohne innezuhalten. Das geht eine Zeitlang gut, aber irgendwann zieht das Gehrin die Notbremse und sagt dir so laut und deutlich STOPP. Und das ist gut so.

Es ist wie wenn du deinen Körper täglich zu Höchstleistungen anspornst. Irgendwann bricht er zusammen. Du verletzt dich, du wirst krank – irgendwie schafft es der Körper, dass er endlich die Ruhe bekommt, die er benötigt.

Und genauso macht es dein Gehirn.

2. Du hast dein wahres Ziel aus den Augen verloren
Ich sehe es als meine Mission an, meine Lebensfreude mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen. Ich möchte mein Geheimnis am liebsten mit der ganzen Welt teilen – lieber heute als morgen. Also schrieb ich und dachte nach und machte Notizen und so weiter. Ich verplante jede freie Minute für meinen Blog.

Und am Ende des Tages? War ich völlig groggy, weil ich so lange am Computer saß. Ich schuf mir selbst ein Hamsterrad – was eben genau dem widerspricht, was ich eigentlich lebe und predige. Und was unter anderem meine Lebensfreude begründet: Lebe jeden einzelnen Tag so, dass er dich abends lächeln lässt.

Aber wenn ich abends völlig groggy auf der Couch rumhänge (und am Ende doch nicht wirklich was geschafft habe), fällt ein Lächeln doch eher schwer.

Ich verlor ein wenig meine Leichtigkeit und vergaß beinahe, dass es noch 1000 andere Aktivitäten gibt, die mir Freude bereiten. Wie soll ich so glaubhaft Lebensfreude vermitteln?

Mein Fokus verschob sich unbewusst und anstatt mich auf meine Lebensfreude und die Verbreitung eben jener zu konzentrieren, konzentrierte ich mich auf die Erhöhung meiner Reichweite – ein Ziel, dass für mich zwar nicht unwichtig ist, mir aber bei weitem nicht so viel Freude bereitet wie mein eigentliches Ziel.

Und ohne Leichtigkeit und Freude kein Flow.

Verfolgst du noch dein wahres Ziel?

3. Du verfolgst ein veraltetes Ziel
Vielleicht verfolgst du ein Ziel schon so lange, dass es zur Gewohnheit geworden ist. Du hinterfragst gar nicht, ob du dieses Ziel überhaupt noch erreichen möchtest. Es ist ganz selbstverständlich für dich, dieses Ziel weiter anzustreben – schließlich hast du es ja noch nicht erreicht.

In unserer Gesellschaft kursiert diese ungesunde Gewohnheit, ein Ziel, das wir uns einmal gesetzt haben, auch zu erreichen. Ungesund deshalb, weil wir uns verändern und mit uns verändern sich auch unsere Ziele. Unsere Entwicklung kann in eine ganze andere Richtung führen als unser ursprünglich angestrebtes Ziel.

Verfolgen wir das Ziel trotzdem weiter, ist das nicht nur ungesund, sondern auch noch totaler Irrsinn.

Erfahre hier, wie du dich von alten Entscheidungen löst.

Wie du endlich weiter kommst
Du kannst entweder abwarten oder selbst dafür sorgen, weiter zu kommen:

1. Ändere deine Gewohnheiten
Ich sage es mal so: Wenn du nichts änderst, ändert sich nichts. Zumindest ist das eher unwahrscheinlich. Wenn du weiter machst wie bisher, bekommst du die gleichen Ergebnisse wie bisher.

Das ist quasi ein Gesetz.

Überleg dir also ganz genau, welche alten Gewohnheiten dich von deinem Ziel abhalten und welche neue Gewohnheiten dich näher zu deinem Ziel bringen. Früher aufstehen? Früher ins Bett gehen? Mehr Sport machen? Meditieren? Weniger fernsehen?

2. Routinen
Der Job im Café hat mein Zeitmanagement ziemlich durcheinander gebracht. Um ganz ehrlich zu sein, hatte ich gar kein Zeitmanagement mehr und bin aktuell immer noch dabei, meine Zeit wieder besser einzuteilen. Etwas, was mir dabei hilft, sind Routinen.

Täglich zu schreiben, täglich kreativ zu sein, hält mich im Flow. Ich habe gemerkt, wie schwer es ist, wieder ins Schreiben einzusteigen, wenn ich immer wieder ein paar Tage oder sogar noch länger pausiere. Deswegen nehme ich mir täglich Zeit zum Schreiben – am liebsten morgens bei einem schönen Cappuccino.

Wenn du deine erwünschte Aktivität jeden Tag zu immer der gleichen Zeit oder nach dem immer gleichen Ritual ausübst, gewöhnt sich dein Körper daran und es fällt dir mit der Zeit leicht, diese Routine zu halten. Es ist selbstverständlich geworden – wie das Zähneputzen vor dem Zubettgehen.

3. Schaffe dir die Umgebung, die du brauchst
Ich wollte produktiv sein. Leider war mein Laptop kaputt und ich arbeitete deswegen mit dem Laptop meines Freundes. Aber irgendwie wollte dort nicht so richtig Stimmung aufkommen. Ich fühlte mich beim Schreiben und Arbeiten stets wie ein Gast, brauchte aber das Gefühl, zu Hause zu sein. Ich wollte nicht zu viele Fotos speichern, nicht irgendwelche Programme installieren, die ich brauchte, aber er nicht.

Schließlich kaufte ich mir einen neuen Laptop – und ich fühlte mich so wohl wie lange nicht. Mein Kopf begann zu arbeiten, sobald ich daran saß. Meine Finger bewegten sich wie von selbst über die Tastatur.

Ich hatte wieder ein Zuhause für meine Kreativität.

Egal, was dich davon abhält, weiter zu kommen: Ändere es. Gestalte dein Arbeitszimmer um. Kauf dir neue Sportklamotten. Geh zum Arbeiten in die Bibliothek oder ein Café. Zieh vom Land in die Großstadt. Oder von der Stadt aufs Land. Such dir Gleichgesinnte.

Egal, was du erreichen willst: Stelle sicher, dass du dich in der richtigen Umgebung befindest.

Zu der passenden Umgebung gehören dabei auch ausdrücklich Pausen. Andere Aktivitäten. Egal, wie sehr du etwas willst, es wird länger dauern, wenn du pausenlos daran arbeitest.

Ist so.

4. Verabschiede dich von Perfektionismus
Es gibt Tage, die nicht so gut laufen. An denen es wirklich nicht flutscht. Das ist okay, wie ich jetzt weiß. Ich bin ein Mensch. Anstatt mir in einer solchen Situation Vorwürfe zu machen, verzeihe ich mir.

Perfektionismus ist das Ende der guten Vorstätze. Denn sobald du einen Fehler machst, schwindet die Motivation. Kennst du Gedanken wie “Jetzt ist es auch egal!”? Ein fataler Gedanke.

Perfektionismus hilft dir in keinster Weise. Er blockiert dich und lässt dich mies fühlen.

Denn du wirst niemals perfekt sein.

5. Hör auf, dich zu vergleichen
Als bei mir alles stagnierte, schaute ich unweigerlich nach links und rechts. Was machen andere Blogger? Wie geben sie sich in den Sozialen Medien? Was für Artikel teilen sie? Was machen sie anders als ich?

Ich war wie gelähmt.

Andere wirkten plötzlich viel erfolgreicher. Viel besser.

Kurz gesagt: Ich bekam das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Nicht besonders förderlich für die Motivation. Ganz im Gegenteil.

Es gibt kaum etwas Demotivierenderes.

Viel besser: Anstatt dich zu vergleichen, nimm andere Menschen als Inspiration. Denn, wenn wir mal ehrlich sind, wird es immer Menschen geben, die irgendwie besser sind (oder scheinen) als wir. Auch das ist okay.

Diese Menschen haben ganz andere Voraussetzungen. Sie sind anders und ganz individuell.

Und das erkannte auch ich: Es kommt gar nicht darauf an, was andere machen, sondern nur darauf, was ich mache. Wenn du dich mit Menschen vergleichst, die besser sind als du, wirst du immer verlieren.

Vergleich dich lieber mit dir selbst. Das ist der einzige Weg, besser zu werden und zu erkennen, was du bisher schon alles erreicht hast. Wer warst du noch vor einem Monat? Vor einem Jahr? Und: Wer könntest du in einem Monat sein? In einem Jahr?

Nur darauf kommt es an und reicht als Ansporn mehr als aus.

Warte nicht darauf, weiterzukommen – geh einfach
Viele denken, irgendwann würde es schon von ganz allein weitergehen. Doch das tut es nicht. Warum sollte es auch? Nichts, was du begehrst, klopft plötzlich an deine Tür, ohne dass du etwas dafür tust.

Du musst aktiv werden.

Nur dann, und das ist ein weiteres Gesetz, kommt dir das Universum entgegen. Nur dann erreichst du auch etwas. Nur dann kommst du endlich weiter.

Und da du weiterkommen möchtest (warum sonst hättest du den Artikel bis hierher lesen sollen?), fängst du am besten gleich damit an!

Verrate mir doch: Was ist dein Ziel, warum kommst du gerade nicht weiter und was nimmst du aus diesem Artikel für dich mit? Ich freue mich auf deinen Kommentar!


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4 thoughts on “Du hast das Gefühl, auf der Stelle zu treten? So kommst du endlich weiter!

  1. Liebe Maike,

    hab herzlichen Dank für deine offenen Zeilen und deine Anregungen. Das kann ich sehr gut nachempfinden: Ich erlebe Phasen, in denen sich augenscheinlich wenig ereignet, als sehr frustig. Mittlerweile glaube ich zu wissen, dass diese Zeiten schlicht Teil des Weges, des Flusses sind. Oft ist es tatsächlich, wie du schreibst, dass im Anschluss wieder ein starker Kreativitsschub ins Leben fällt. Und: Zielen verändern sich – in der Tat.
    “Sich die Umgebung schaffen, die du brauchst” – eine schöne Anregung! Ich lege mir oft ein die Sinne erweckendes ätherisches Öl – Orange, Pfefferminze z. B. – auf, bevor ich zu schreiben beginne.
    Gerade hat sich ein Traum für mich erfüllt – ich schreibe zum ersten Mal für ein gutes Print-Magazin, die maas. Es war auch ein längerer Weg dorthin, ich März diesen Jahres habe ich zum ersten mal Kontakt zu dem Magazin aufgenommen. Manchmal brauchen wir einen langen Atem; hier wusste ich, das ist wirklich etwas, das ich unbedingt will, dieses Ziel habe ich nicht aus den Augen verloren.
    Vielleicht magst du meine Freude mit mir teilen:
    http://seisofrei-lebenskunst.de/2017/10/24/manchmal-werden-traeume-wahr/

    Alles Liebe zu dir & deinen Lesern*innen,
    Carolin

    • Hallo liebe Carolin,
      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Das mit dem Öl ist ein wundervolles Ritual. Ich kann mir vorstellen, dass das gut funktioniert. :-)

      Herzlichen Glückwunsch auf jeden Fall für deinen Erfolg mit dem Print-Magazin. Das freut mich sehr für dich – es muss ein tolles Gefühl sein, eine Zeitschrift aufzuschlagen und darin seinen ersten Artikel zu finden.

      Danke auch fürs Teilen des Links! Ich kenne das Magazi noch gar nicht – aber es scheint genau das Richtige für mich zu sein. :-)

      Liebe Grüße
      Maike

    • Hallo Pauline,
      danke dir! Viele wissen es ja nicht besser, deswegen versuche ich sie, mit meinen Artikeln zu inspirieren. Umdenken kann jeder, aber dafür muss er erst den richtigen Impuls bekommen. :-)

      Viele Grüße
      Maike

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