Eine Sache, die du noch tun solltest, bevor du stirbst

Es gibt inzwischen unzählige vorgefertigte Bucket-Listen. Listen, die uns sagen, was wir vor unserem Ableben noch sehen, essen, kochen, bereisen oder tun müssen. Auch ich habe ein solches Buch im Regal stehen: 1000 places to see before you die. Ich stöbere gerne darin rum. Aber: Wenn wir zu viel Gewicht in solche Listen legen, wirkt das Leben plötzlich verdammt stressig. Wir bekommen vielleicht Schweißausbrüche, weil uns auffällt, dass wir gar nicht mehr genug Zeit haben. Darüber hinaus fehlt in diesen Büchern ein ganz wichtiger und entscheidener Punkt. Die eine Sache, die du unbedingt noch tun solltest bevor du stirbst:

Leb dein eigenes Leben!

Listen sind schön und gut. Auch Pläne sind eine tolle Sache. Wenn es aber nicht deine eigenen sind – naja, dann eben nicht. Es ist kein tröstender Gedanke, am Ende deines Lebens zu denken: “Wessen Leben habe ich da eigentlich gelebt?” Dich zu fragen, was aus deinen Träumen geworden ist. Warum du dich nie für sie eingesetzt hast. Einzusehen, dass es dir nichts als Schmerz bereitet hat, das Leben eines anderen zu leben.

“Ja, aber…” höre ich eine leise Stimme in deinem Kopf. Dafür habe ich meinen Vater stolz gemacht. Ich wurde in der Gesellschaft akzeptiert. Es war doch trotzdem ein gutes Leben.

Mag sein. Aber genausogut hätte es noch besser sein können. Es hätte dir noch länger vorkommen können. Es hätte dich in deinem letzten Atemzug lächeln lassen können.

Es ist nicht zu spät. Du bist noch jung genug (und das sage ich, ohne zu wissen, wie jung du tatsächlich bist), die restliche Zeit deines Lebens nach deinen eigenen Wünschen zu gestalten. Lass es die Leute für eine Phase, eine Midlife-Crisis oder ein Drogenproblem halten. Es spielt keine Rolle. Alles, was zählt, bist du. Deine Wünsche. Deine Vorstellungen. Dein Leben.

“Ja, aber…” säuselt es wieder leise. Sehr gut. Lass alle “Ja, abers” raus. Denn hier ist mein Gegenschlag. Und ich warne dich: Alles, was du ab jetzt liest oder hörst, hat das Potential, dein Leben zu ändern. Vermutlich werden alle “Ja, abers” aus dem Weg geräumt und dann steht eigentlich nichts mehr zwischen dir und deinem eigenen Leben. Also atme nochmal ganz tief durch und mach dich bereit. Das Leben, wie du es bisher kanntest ist möglicherweise bald vorbei.

“Ja, aber ich weiß gar nicht, wie mein eigenes Leben aussehen soll.”
Daran soll es nicht scheitern. Ich weiß es auch noch nicht besonders lange. Rückblickend gab es aber deutliche Anzeichen, die ich einfach übersehen hatte. So ist es bei dir sicher auch. So erkennst du, was du willst:

“Ja, aber meine Träume gehen doch eh nicht in Erfüllung.”
Soso. Freut mich für dich, dass du in die Zukunft blicken kannst. Du hast Recht. Deine Träume werden nicht in Erfüllung gehen. Zumindest nicht mit dieser Einstellung. Schau mal, wie es anderen ergangen ist:

“Ja, aber wie soll ich das denn schaffen?”
Also, auf jeden Fall nicht, indem alles bleibt wie es ist oder du dich als Opfer der Umstände siehst. Du wirst Dinge tun müssen, die du vorher nie gemacht oder auch nur in Erwägung gezogen hättest. Du musst ins Handeln kommen, anstatt zu warten, dass dir was zugeflogen kommt (denn, sorry, das klappt meistens nicht). Inspirationen gefällig?

“Ja, aber ich kann doch nicht einfach tun, was mir passt.”
What? Jetzt geht’s aber los. Klar gibt es gewisse Grundregeln, die du beachten solltest (ich bin ein großer Freund der Einhaltung von Gesetzen). Aber solange du den Gesetzen folgst: Hau rein. Du hast nur dieses eine Leben. Da musst du niemanden um Erlaubnis fragen, dein Ding durchzuziehen. Nur du selbst musst dir das erlauben.

“Ja, aber was werden die anderen sagen?”
Aah, die anderen. Ja. Du hast Recht. Lass es lieber. Daran habe ich nicht gedacht. Tut mir Leid. Ich meine, es wäre auch wirklich schlimm, wenn jemand mitbekäme, dass du glücklich bist, weil du das Leben lebst, das zu dir passt. Stell dir nur mal vor, auf deinem Grabstein würde nicht stehen “Sie hat es immer allen recht gemacht.” Da würden die anderen ja sogar noch am Grab den Kopf über dich schütteln…

“Ja, aber… nein!”
Wenn du kurz davor bist, mit deinem eigenen Leben durchzustarten, könntest du weiche Knie bekommen. Du könntest einen Rückzieher machen, weil du richtig große Angst bekommst. Lass dich davon bitte, bitte nicht anhalten.

Mit keinem einzigen Wort habe ich gesagt, dass Veränderungen einfach sind. Nein, tatsächlich halte ich es für ziemlich schwer, sein Leben grundlegend zu ändern und seinen eigenen Vorstellungen zu folgen.  Aber ich halte es für 1000x schwerer, ein fremdes, ein völlig falsches Leben zu führen. Es schmerzt. Es fühlt sich falsch an. Sinnlos. Leer. Ich möchte aber, dass sich dein Leben erfüllt anfühlt. Bunt. Lebensfroh. Einfach richtig.

Auf dem Weg dorthin kommen ein Haufen Gefühle hoch und wir selbst verändern uns auch. Aber das Leben bedeutet Entwicklung. Immerzu Entwicklung. Nicht stehen zu bleiben, sondern immer weiter zu gehen. Das ist etwas ziemlich Großes, ich weiß. Aber genau das macht das Leben aus. Es wird immer weitergehen. Bis du 100 bist.

Wenn du es zulässt.

Was wirst du nun tun?
Ich habe dir eine Menge Infos an die Hand gegeben. Ich habe dir gezeigt, wie es gehen könnte. Wie du ein Leben nach deinen Vorstellungen lebst. Es ist deine Entscheidung, was du daraus machst.

Wenn du immer noch Zweifel hast: Ab damit in die Kommentare. Ich möchte, dass du lebst, wie es zu dir passt. Dass du ohne Reue lebst. Ohne Reue stirbst.

Erlaubst du mir, diesen Weg mit dir zu gehen und dich zu unterstützen? Dann trag dich hier ein:

Kostenlos. Kein Spam. Abmeldung jederzeit mit einem Klick.

4 thoughts on “Eine Sache, die du noch tun solltest, bevor du stirbst

  1. Danke für diesen wertvollen Beitrag! Es ist wichtig, dass jeder erkennt, wer er ist und was er will. Ich glaube nur so wird man ein erfülltes und glückliches Leben haben =)

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    Paula

    • Hallo Paula,
      lieben Dank für deinen Kommentar und herzlich Willkommen! :-)

      Das ist auf jeden Fall ein Schlüssel zu einem erfüllten Leben. Am Ende möchten wir doch alle auf unser Leben zurück blicken und nicht auf ein Leben, in dem wir es anderen recht gemacht haben oder das getan haben, was man von uns erwartet.

      Viele (heute wieder sonnige) Grüße zurück
      Maike

  2. Nein ich habe keine Zweifel, schreibe aber dennoch einen Kommentar😉
    Denn ich finde deinen Beitrag ganz toll und den Appell an die Leser wunderschön!
    Ich finde, dass Bucket Listen auch etwas Gutes haben können. Ich zum Beispiel nutze sie, um mich daran zu erinnern, mir mehr Zeit für Qualitytime einzuräumen, worauf ich im Alltagsstress gerne mal vergesse.
    Nichts desto trotz bin ich bei deinem Fazit ganz bei dir, denn das einzige worauf es ankommt ist, sein Leben zu Leben.

    Liebe Grüße, Kay.
    http://www.twistheadcatssite.wordpress.com

    • Hallo lieber Kay,
      ich freue mich über deinen Kommentar! Danke dafür!

      Das ist eine schöne Idee, mit Bucket Listen umzugehen. Ich bin gerade dabei, meine ganz persönliche Bucket Liste auszuarbeiten. Bisher stehen nur recht große Dinge drauf (z. B. durch Arizonas Wüste reiten ;-) ). So kleine Dinge, die ich ganz schnell mal in den Alltag einbauen kann, hatte ich vorher noch gar nicht auf dem Schirm. Danke für den Impuls! :-)

      Liebe Grüße
      Maike

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.