Die einzige Diät, die dein Leben wirklich verändert

Die Bücherläden und auch die Versandhäuser sind voll mit Büchern übers Abnehmen. Wöchentlich werden neue Diäten in diversen Frauenmagazinen veröffentlicht. Erbsen-Diät, Steinzeit-Diät, Metabolic Balance, Trennkost. Ich habe doch sogar tatsächlich von einer Schokoladen-Diät gelesen… Verrückt! Auch von den Promis erfährt man allerlei Abnehmtipps. Von tagelang nur violette Lebensmittel zu essen, über Verzicht auf jegliche Kohlenhydrate bis zu wochenlanger Flüssignahrung (igitt!). Die Liste ist lang und wird von Tag zu Tag länger. Wie soll man da bloß noch durchblicken? Wer hat nun Recht? Welche Diät verändert das Leben nachhaltig? Gibt es das überhaupt? Ja, das gibt es! Ich nenne sie die Ultimative Diät.

Diese wirkungsvolle Diät ist in 7 einfachen Schritten erklärt und wird dein Leben verändern:

1. Iss regelmäßig!
Ich bekomme oft mit, dass Abnehmwillige versuchen, ihr Essen auf ein Minimum zu reduzieren. Morgens ein Brötchen, damit der Magen nicht so knurrt, nachmittags vielleicht nochmal einen Apfel, dann erstmal die nächsten sechzehn Stunden nichts. Das lässt mich erschaudern. Nicht nur, weil ich selbst Hunger sehr schlecht ertrage. Sondern auch, weil mein Kopf sofort anfängt, darüber nachzudenken, welche Nährstoffe fehlen und was das anrichten kann. Und, auch wenn es so easy erscheint: Nahrungsergänzungsmittel sind keine Lösung für eine unausgewogene Ernährung!

Hinzu kommt auch noch, dass die Lebensqualität enorm leidet, wenn man das Essen aus seinem Alltag zu streichen versucht. Ich habe sogar mal erlebt, dass das jemand an seinem eigenen Geburtstag durchgezogen hat. Kein Kuchen, kein richtiges Abendbrot, mit der Begründung Ich will abnehmen. Das ist keine gesunde Einstellung! Genuss gehört zum Leben dazu und ist keine Sünde. Und von einem Tag Schlemmen wird niemand dick!

Das wohl wichtigste Argument ist aber folgendes: Wer seinem Körper dauerhaft weniger Energie zuführt als er für den Grundumsatz braucht, nimmt langfristig eher zu als ab und schadet seinem Körper auch noch. Denn dadurch wird der Stoffwechsel stark verlangsamt. Das gilt für jeglichen Stoffwechsel jeder einzelnen Zelle unseres Körpers. Die Haut ist ebenso betroffen wie das Gehirn. Das Erbgut kann geschädigt werden.

Die fehlende Energie, die der Körper für all seine Funktionen nun mal braucht, nimmt er sich aus den Muskeln. Die Muskeln werden also abgebaut. Blöd, denn gerade die braucht der Körper, um Fett zu verbrennen. Um die Hungerstrecke zu überstehen, wandelt der Körper die zugeführte Energie auch noch direkt in Fett um. Ja, richtig gelesen! Auch, oder gerade wenn er zu wenig Kalorien bekommt. Schließlich weiß er nicht, wann wieder neue Energie zugeführt wird. Also lieber horten als verhungern!

Deinen Grundumsatz kannst du ganz leicht im Internet berechnen lassen. Zum Beispiel hier. Ausgerechnet wird der Energieverbrauch des Körpers im Ruhezustand. Weniger als die ausgerechnete Kalorienmenge solltest du auf Dauer nicht zu dir nehmen. Sonst drohen die oben genannten Folgen und auch der ungeliebte Jojo-Effekt, wenn du dich entschließt, doch irgendwann mal wieder normal zu essen (wovon ich ausgehe, denn wer will schon jahrzehntelang hungern?).

Hungern ist absolut nicht notwendig und beim Abnehmen sogar kontraproduktiv.

2. Kau dein Essen gründlich!
Menschen, die ihr Essen kaum kauen und eher schlingen als wirklich essen, sind erwiesenermaßen dicker als solche, die ihr Essen zwanzig bis dreißig Mal kauen. Denn durch gründliches Kauen isst man in der gleichen Zeit weniger. Und zusätzlich soll es sogar dafür sorgen, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Essen nicht so stark ansteigt. So soll gründliches Kauen nicht nur beim Abnehmen helfen, sondern auch vor Diabetes schützen. Nicht zu vergessen, das intensive Geschmackserlebnis, dass man durch gutes Kauen erlebt. Das Essen ist länger im Mund und kann dort all seine Aromen entfalten.
Gleichzeitig werden auch die Wurzeln der Zähne gestärkt und der Verdauungstrakt gesund gehalten. Üblichen Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen und Verstopfung kann durch gründliches Kauen vorgebeugt werden.

3. Iss mehr Gemüse!
Du musst ja nicht gleich Vegetarier oder Veganer werden, aber gewöhne dir doch an, dein Essen ausgehend vom Gemüse zu planen. Gib dem Gemüse den meisten Platz auf deinem Teller. Du glaubst, das macht nicht satt? Hast du schon einmal 300 Gramm gedünstete Möhren auf einmal gegessen? Dazu noch Vollkornreis und ein Petersilienpesto und du bist garantiert zufrieden und pappsatt. Gemüse hat bekanntlich nur wenig Kalorien, sodass es eigentlich unmöglich ist, durch Gemüse zu viele Kalorien aufzunehmen. So kannst du dich bei jeder Mahlzeit satt essen, ohne Angst haben zu müssen, zuzunehmen.

4. Iss mehr Vollkornprodukte!
Vollkorn ist Kundenverarsche! Das hat genauso viele Kalorien wie Weißmehl. Das habe ich mir nicht ausgedacht, sondern tatsächlich gehört. Nicht nur einmal. Deswegen hier die Aufklärung: Ja, es stimmt, Vollkorn hat in etwa so viele Kalorien wie Weißmehl. Aber der Kaloriengehalt ist ja kein Maß für den Gesundheitswert. Sonst würden einige sehr gesunde Lebensmittel gleich rausfallen (Öle, Nüsse, …).

Was Vollkornprodukte so unschlagbar gesund macht, ist, neben dem enthaltenen Eiweiß, den Mineralstoffen und Spurenelementen, der hohe Ballaststoffanteil, der gut für den Verdauungstrakt ist und sogar vor verschiedenen Krankheiten wie Krebs oder Herzinfart schützt. Ein Erwachsener sollte täglich etwa dreißig Gramm Ballaststoffe zu sich nehmen. Hundert Gramm Weißmehl-Nudeln enthalten drei Gramm, während die gleiche Menge Vollkorn-Nudeln locker auf sechs, je nach Sorte sogar auf neun Gramm kommen kann. Da Vollkorn auch noch länger satt hält als Weißmehl, ist es der ideale Begleiter beim Abnehmen.

5. Weg mit dem Fertigessen!
Was inzwischen unter Clean Eating bekannt ist, bedeutet eigentlich nur, dass auf Fertignahrung und stark verarbeitete Lebensmittel verzichtet wird. Auf den Teller kommt also nur Natur, ohne irgendwelche Zusatzstoffe. Warum? Schon seit einiger Zeit stehen Zusatzstoffe wie Aspartam oder Glutamat unter dem Verdacht, nicht nur extrem ungesund zu sein, sondern auch noch dick zu machen. Indem Zusatzstoffe falsche Signale ans Gehirn senden, kann der gesamte Stoffwechsel durcheinander gebracht werden. Glutamat beispielsweise hemmt die Produktion des für die Sättigung zuständigen Hormons Leptin. Die Sättigung bleibt also aus und wir langen gerne noch einmal zu.

Light-Produkte haben einen ähnlichen Effekt auf den Körper: Trinken wir zum Beispiel Light-Limo, denkt der Körper “Yammie, Zucker!”, wird dann aber enttäuscht, weil Süßstoffe den Körper nicht im gleichen Maße befriedigen können wie Zucker. Der Körper verlangt nun nach Zucker. Die Folge ist Heißhunger, dem viele gerne nachgeben, denn sie haben ja schon bei der Limo gespart… Eine Rechnung, die auf Dauer nicht aufgeht.

Da die Forschung rund um Zusatzstoffe bei weitem noch nicht abgeschlossen ist (und trotzdem schon so viele erschreckende Ergebnisse ans Licht gekommen sind), empfehle ich dir, sie so gut es geht zu meiden.

6. Reduziere deinen Zuckerkonsum!
Ich glaube, das muss ich nicht groß erklären. Jeder weiß, dass Zucker nicht gesund ist und dick macht. Trotzdem gehört es rein in diese Liste, denn es ist ein wichtiger Punkt, der, trotz allen Wissens über die Nachteile des Zuckers, gerne missachtet wird. Ja, Schokolade und Kekse sind lecker, aber sie sind weder notwendig für eine ausgewogene Ernährung noch förderlich fürs Abnehmen. Zucker ist und bleibt ein Genussmittel.
Es ist trotzdem nicht notwendig, Zucker ganz zu streichen. Auch nicht, wenn du abnehmen möchtest. Aber genieße Zucker immer in Maßen und immer, immer mit Genuss. Schiebe dir nicht einfach nur nebenbei beim Fernsehen Weingummi rein. Zelebriere Süßigkeiten! Mache sie zu etwas Besonderem, einem kleinen Bonus. Ein gutes Stück Marmorkuchen zum Sonntagskaffee. Oder eine Praline als Nachtisch. Zucker ist okay, wenn du es nicht übertreibst. Zucker muss nicht jeden Tag sein, schon gar nicht in Form von Softdrinks.

Passend zu diesem Thema empfehle ich dir wärmstens die Artikel Zucker – Das Kokain unserer Zeit von Hannah von Projekt: Gesund leben und Wie Zucker in unserem Körper funktioniert von Patrick von Healthy Habits. Beide beschreiben sehr informativ, wie genau Zucker in unserem Körper wirkt.

7. Baue Muskeln auf und bewege dich viel!
Muskeln verbrennen Energie. Je mehr Muskeln da sind, desto mehr Energie wird verbraucht. Auch im Ruhezustand. Rund um die Uhr, auf dem Sofa wie im Schlaf. Du nimmst also quasi über Nacht ab. Deswegen ist gezielter Muskelaufbau durch Krafttraining mit am wichtigsten beim Abnehmen. Eben weil wir Ruhephasen haben und nicht 24 Stunden am Tag aktiv sind.
Und auch, damit der Körper geformt und gestrafft wird. So kannst du die typischen Begleiterscheinungen des Abnehmens, etwa plötzlich eine ganz flache Kehrseite oder hängende Oberarme zu haben, vermeiden.

Aber nicht nur Krafttraining ist wichtig. Ich kann es nicht oft genug sagen: Bewege dich so viel wie möglich! Gerne mit Hilfe von Ausdauersport, wichtiger aber noch durch Bewegung im Alltag. Ersetze deine Körperkraft nicht durch Maschinen, wenn es auch ohne geht. Bleibe stets aktiv, vermeide längere Phasen ohne Bewegung.

Was du sonst noch beachten solltest
Es ist eine weit verbreitete Annahme, dass Kohlenhydrate dick machen. Fakt ist, dass Kohlenhydrate sehr wichtig sind, denn der Körper gewinnt aus ihnen Energie und wichtige Inhaltsstoffe. Streiche sie also nie ganz von deinem Speiseplan. Auch Kartoffeln, die als typische Dickmacher gelten, sind (gekocht, nicht frittiert) gesund und eignen sich auf Grund des geringen Kaloriengehalts (70 kcal/100 g) super zum Abnehmen.

Pflanzliches Fett ist unverzichtbar und lebennotwendig. Sogenannte Low Fat-Diäten können der Gesundheit ernsthaft schaden. Fett sorgt unter anderem dafür, dass der Körper bestimmte Vitamine überhaupt aufnehmen kann. Außerdem ist es reich an wichtigen Inhaltsstoffen. So enthält Lein- und Rapsöl zum Beispiel besonders viele Omega-3-Fettsäuren, die das Herz-Kreislauf-System gesund halten. Auch Nüsse und Kerne sollten täglich auf dem Speiseplan stehen.
Tierische Fette hingegen kannst du getrost streichen. Sie beeinflussen die Gesundheit negativ und setzen auf Grund des hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren schnell an und treiben nebenbei auch noch den Cholesterinspiegel in die Höhe.

Trinke nicht nur genug, sondern auch das Richtige. Wasser und ungesüßter Tee sind ideal, denn sie löschen den Durst ohne Kalorien. Denke auch daran, dass Alkohol viele Kalorien enthält und gleichzeitig auch noch die Fettverbrennung verhindert. Denn nach dem Genuss von Alkohol beschäftigt sich der Körper zunächst mit Abbau des Alkohols und lässt alles andere links liegen. Täglicher Alkoholkonsum kommt also weder der Gesundheit zugute, noch deinen Abnehmplänen.

Dauerhaft schlanker, ohne Verzicht und Jojo-Effekt
Du musst dich nicht irgendwelchen einseitigen Diäten, die jeden Spaß am Leben rauben, unterwerfen. Eine gesunde Ernährungsumstellung und Bewegung reichen, um die Pfunde purzeln zu lassen. Das ist nicht nur viel einfacher, sondern um einiges alltagstauglicher als die meisten Diäten. Du wirst länger als bei anderen Diäten brauchen, um dein Ziel zu erreichen, das möchte ich dir gar nicht verschweigen. Aber für diese schonende Art und Weise wird dir dein Körper danken und dich dauerhaft mit einem schlankeren Körper belohnen. Gleichzeitig wirst du auch noch gesünder und vitaler – dein Leben lang.


Bevor du dich ans Abnehmen machst, möchte ich dich allerdings bitten, diesen Artikel zu lesen: Warum dir abnehmen nichts bringt (und was wirklich glücklich macht).


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