Die besten Tipps für gesundes Arbeiten im Büro

Büro- bzw. Computerarbeit kann der Gesundheit in hohem Maße schaden. Die sitzende Haltung am Schreibtisch ist Gift für den ganzen Körper. Gerade bei der Computerarbeit ist die Bewegung höchst statisch, mit Ausnahmen von ein paar Finger- oder Armbewegungen beim Schreiben an der Tastatur oder Bedienen der Maus. Hinzu kommt das ständige Blicken auf den nahen Monitor, was auf Dauer die Augen extrem anstrengt. Diese Punkte sind nur die Spitze des Eisbergs. Alles in allem sind wir einfach nicht für die Büroarbeit gemacht. Trotzdem ist sie für viele (beruflich oder privat) unumgänglich. Aber bei der Arbeit am Computer muss die Gesundheit nicht unbedingt leiden.

Das A und O: Bewegung
Nicht nur während der Arbeit, sondern immer. Wer in Zukunft das Fahrrad an Stelle des Autos für den Weg zur Arbeit nimmt, hat seiner Gesundheit schon mal einen großen Gefallen getan. Vielleicht arbeitest du von zu Hause aus, da fällt der Arbeitsweg natürlich weg. Trotzdem kannst du ja so tun als ob. Zieh dich an und geh nach dem Frühstück raus um zu Fuß oder mit dem Rad den Arbeitsweg nachzuahmen.

Egal ob du am Ende wieder zu Hause oder bei deiner Arbeitsstelle ankommst, du wirst sehen, dass du die Arbeit effektiver beginnen kannst. Denn der Körper und ganz besonders natürlich das Gehirn wurden dann bereits ordentlich mit Sauerstoff versorgt. Ohne ausreichend Sauerstoff werden wir müde und die Konzentration lässt nach. Geschieht das direkt am Morgen zu Beginn der Arbeit, verlieren wir automatisch die Motivation und lassen uns leichter ablenken.

Auch zwischendurch lohnt es sich, immer wieder mal vor die Tür zu gehen. Damit bekommt der Körper immer wieder etwas zu tun. Die Muskeln werden gefordert, die Gelenke geschmiert, die Bandscheiben entlastet. Auch kleine Lockerungsübungen wie die Schultern und den Kopf kreisen zu lassen, die Wirbelsäule langsam Wirbel für Wirbel abzurollen oder die Gliedmaßen auszuschütteln hilft. Kleine Yoga- oder Dehnungseinheiten während der Arbeit halten den Körper ebenfalls gesund und elastisch.

Ideal wäre ein Arbeitsplatz, an dem du sowohl stehend als auch sitzend arbeiten kannst, denn der Körper liebt Abwechslung. Zu Hause habe ich mir einen Aufbau für meinen Schreibtisch gebaut – ein Brett mit Beinen, sodass die Platte im Stehen auf Höhe meines Bauchnabels ist. Das gibt mir auch die Möglichkeit, von einem Bein aufs andere zu steigen, auf die Zehenspitzen zu steigen oder auf der Stelle zur Musik zu tanzen. So habe ich abends nicht mehr das Gefühl, mein Körper gehöre auf den Schrottplatz.

Es gibt auch spezielle Schreibtische, die hoch- und runtergefahren werden können. Gerade für Arbeitgeber lohnt sich diese Anschaffung bezüglich reduzierter Krankentage der Angestellten. Ein Denkanstoß in diese Richtung, der die Vorteile erläutert, könnte den Arbeitgeber vom großen (ökonomischen) Nutzen dieser Anschaffung überzeugen.

Tageslicht ist Balsam für die Augen
Nicht unerheblich ist die Tatsache, dass Büroangestellte den Großteil des Tages drinnen verbringen. Das Problem ist hier unter anderem das künstliche Licht. Dieses Licht beansprucht die Augen sehr, sodass die Leistungsfähigkeit vermindert wird. Keine Lampe erzeugt so helles Licht wie die Sonne. Selbst bei bewölktem Himmel ist es draußen noch heller als drinnen mit eingeschaltetem Licht.

Gerade wer viel auf Nähe arbeiten muss, sollte so viel wie möglich seiner Freizeit draußen verbringen. Es ist seit jeher natürlich für den Menschen, draußen zu sein und in die Ferne zu sehen. Dadurch können sich die Augen wieder entspannen und Kurzsichtigkeit kann vorgebeugt werden. Auch lohnt es sich, während der Arbeit immer wieder aus dem Fenster zu weit entfernten Punkten zu schauen. Das verhindert auch Kopfschmerzen, die häufig durch Naharbeit ausgelöst werden.

Die Pause findet also optimalerweise draußen, auf keinen Fall aber ebenfalls vor dem Bildschirm statt. Eine super Anleitung für Augen-Yoga, das schnelle Entspannung für zwischendurch bringt, gibt es auf dem Blogazine Wilde Hilde Mag. Vielen Dank dafür!

Ergonomische Maus und Tastatur
Ich bin seit kurzem stolzer Besitzer einer ergonomischen Maus*. Als ich die Maus zum ersten Mal sah, habe ich über ihr Aussehen gelacht, nur um einen Augenblick später ihren gesundheitlichen Wert zu erkennen. Obwohl ich mir vor neuen Anschaffungen drei Mal überlege, ob ich sie wirklich brauche, wollte ich die Maus sofort  haben.

Die Optik ist gewöhnungsbedürftig, dafür fühlte sie sich von der ersten Sekunde genau richtig an. Sie bietet einige große Vorteile gegenüber einer normalen Maus. Durch die unnatürliche Drehung der Hand und des Arms bei einer herkömmlichen Maus, meist über Stunden, werden ein „Maus-Arm“ und andere Schädigungen des Hand-, Arm-, Schulter- und Nackenbereichs begünstigt. Ich habe selbst oft gemerkt, wie sich mein Handgelenk nach einiger Zeit unangenehm anfühlt. Das habe ich nun nicht mehr, denn durch die ergonomische Maus bleibt die natürliche Haltung des Arms erhalten.

Als nächstes steht schon eine ergonomische Tastatur auf meinem Einkaufszettel. Durch gerade Tastaturen sind die Arme ebenfalls in einer für die Gesundheit ungünstigen Position. Die Tastaturen sind so gestaltet, als wären alle Finger gleich lang. Eine ergonomische Tastatur ist hingegen geschwungen. So ist die Armstellung nicht nur besser, gleichzeitig können die Handballen auf dem (gepolsterten) unteren Rand der Tastatur abgelegt werden, von wo alle Buchstaben-Tasten erreicht werden. So liegen die Hände relativ entspannt auf und Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich können vermieden werden.

Essen und Trinken als unschlagbare Kraftquelle
Nicht zu vergessen: Regelmäßiges Essen und Trinken! Und zwar besser keine Limonade, sondern Wasser und ungesüßten Tee. Und auch Kaffee ist in Maßen genossen in Ordnung. Ich habe immer ein Glas Wasser bei mir stehen, in das ein halber Liter passt. Ist das Glas leer, fülle ich es unverzüglich wieder bis zum Rand auf. Dazu noch hin und wieder einen Tee und mein Hirn kann optimal arbeiten.

Kopfschmerzen auf Grund von Flüssigkeitsmangel sind auf jeden Fall vermeidbar! Ebenso solltest du regelmäßig essen. Einige essen aus Stress nicht oder um mehr arbeiten zu können. Dabei ist Essen wichtig und unverzichtbar. Tatsächlich ist eine halbstündige Essens-Pause effizienter für die Arbeit als die Mahlzeiten einfach ausfallen zu lassen. Das Gehirn macht zwar nur zwei Prozent des gesamten Körpergewichts aus, es benötigt aber zwanzig Prozent des ganzen Energiebedarfs eines Tages.

Die nötige Energie gewinnt das Gehirn dabei aus guten Kohlenhydraten (Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Nüsse). Hier zeigt sich wieder, wie wichtig Kohlenhydrate sind. Durch die Pause kann man auch neue Kraft sammeln, weil die Gedanken um etwas anderes als die Arbeit kreisen. Das Gehirn wird entlastet und kann die Arbeit hinterher voller Schwung wieder aufnehmen. Nicht selten betrachte ich die Arbeit nach einer Pause aus einem neuen Blickwinkel und Probleme oder Blockaden lösen sich wie von selbst.

Computerarbeit muss also nicht zwingend der Gesundheit schaden, es gibt einige Möglichkeiten, Krankheiten und Verschleiß vorzubeugen. Regelmäßige Pausen und Mahlzeiten, ein ergonomischer Arbeitsplatz und Bewegung sind der Schlüssel zu einem gesunden Arbeitsalltag.

Welche Tipps hast du noch für gesünderes Arbeiten am Computer? Was machst du um den Büroalltag dynamischer zu gestalten?


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