Warum jeder selbst für sein Glück verantwortlich ist (und was das für dich bedeutet)

“Jeder ist seines Glückes Schmied” – dieses Sprichwort kennt wohl jeder. Die meisten würden zustimmen, aber nur die wenigsten leben nach seiner Bedeutung, die ganz genau sagt, was sie meint: Du allein bist für dein Glück zuständig. Sonst niemand. Und du bist für niemandes Glück zuständig. Klingt einleuchtend, ist für viele aber schwer umzusetzen. Auf der einen Seite stehen wir mit unseren Bedürfnissen, die doch irgendwie erfüllt werden sollen. Auf der anderen Seite stehen die anderen, die ebenfalls Bedürfnisse haben und die wir doch nicht einfach missachten können. Oder? Lass es uns gemeinsam herausfinden.

Du bist selbst für dein Glück verantwortlich
Viele Menschen suchen ihr Glück im Außen. Nicht nur in schönen Dingen oder besonderen Erlebnissen, sondern vor allem auch bei anderen Menschen.

Viele machen ihre Tagesform von morgens bis abends von anderen Menschen abhängig. Wenn uns die Bäckerin freudestrahlend unsere Morgenstulle überreicht und uns ein Kompliment für unsere Frisur macht, geht es uns gut. Wenn die Bäckerin aber genervt wirkt und uns anpöbelt, warum wir mit einem Zwanziger bezahlen, ist der Morgen schon fast gelaufen. Kommt dir das bekannt vor?

Diese Geschichte ist nur die Spitze des Eisbergs von Zusammentreffen und Begegnungen, die über unsere Gemütsverfassung entscheiden.

Hinzu kommen die Menschen, die uns nahestehen und an die wir bestimmte Erwartungen haben. Etwa dass unser Partner uns mit einem leckeren Abendessen empfängt, wenn wir völlig platt von der Arbeit nach Hause kommen. Dass unserer besten Freundin die neue Kleidergröße auffällt. Wenn das nicht passiert? Oje…

Was wir dabei vergessen? Keiner dieser Menschen ist für unser Glück verantwortlich. Nur wir sind es. Es ist unsere Entscheidung, dass wir uns von der Bäckerin den Morgen vermiesen lassen. Es ist unsere Entscheidung, enttäuscht vom Partner zu sein. Wir wählen unsere Gemütsverfassung in jedem Augenblick unseres Lebens.

Wir sind unseren Gedanken und Gefühlen nicht ausgeliefert
Ist das nicht eine gute Nachricht? Du kannst dich über deine Gedanken und Gefühle erheben, anstatt dich von ihnen einnehmen zu lassen. Ermöglicht diese Erkenntnis nicht eine völlig neue Art, das Leben wahrzunehmen?

Sobald du aufhörst, deine Gefühle an die Interaktion mit anderen Menschen zu knüpfen, löst du dich von einer Abhängigkeit, die dich bisher davon abgehalten hat, selbstbestimmt und glücklich zu leben.

Anstatt also wütend auf die Bäckerin zu sein, könntest du auch Mitgefühl empfinden. Vielleicht hatte sie eine schlechte Nacht. Vielleicht wurde gestern ihr Hund eingeschläfert. Vielleicht hat sie einen so großen Schmerz in sich, dass sie nicht anders kann als übellaunig zu sein. So oder so hat ihre Laune nichts mit dir zu tun. Deine eigene Laune schon.

Es wird dich niemals glücklich machen, mit Erwartungen an alle möglichen Menschen herumzulaufen und von dessen Erfüllung deine Gemütsverfassung abhängig zu machen. Du kannst nicht auf äußeren Frieden warten, um inneren Frieden zu erlangen. Erst wenn du den Frieden in dir selbst findest, wirst du glücklich sein und Frieden im Außen schaffen.

Um Gefühle wie Enttäuschung, Wut oder Traurigkeit über bestimmte Personen nicht die Oberhand gewinnen zu lassen, ist es ratsam, zunächst einmal deine Gefühle zu beobachten. Wieso sind sie da? Was in dir lässt dich so fühlen? Was könnte in deiner Vergangenheit passiert sein, dass du vielleicht sogar übermäßig emotional darauf reagierst?

Und dann: Werde dir darüber bewusst, dass das Verhalten anderer Menschen nichts mit dir zu tun hat. Wenn dich jemand zu Unrecht beschuldigt, hat das nichts mit dir zu tun. Wenn dich jemand anpöbelt, hat das nichts mit dir zu tun.

Du interpretierst die Situation bloß auf eine Art und Weise, die dich schlecht aussehen lässt. Tatsächlich hat das Verhalten einer jeden Person nur mit ihr selbst zu tun. Mach ihr Problem nicht zu deinem Problem. Sieh die Situation mit dem Herzen, nicht mit dem Verstand.

Befreie dich von deiner Abhängigkeit
Wenn du deine Gemütsverfassung viel von äußeren Umständen und vor allem von anderen Menschen abhängig machst, steckt dahinter die Angst, nicht zu genügen. Es mangelt an Selbstliebe und Bewusstheit für dein eigenes Wesen. Irgendwann hast du vergessen, dass du nichts brauchst, um vollkommen zu sein.

Du brauchst weder die Anerkennung der Bäckerin, noch das liebevoll angerichtete Abendessen deines Partners. Solange du das glaubst, bist du in einer Abhängigkeit gefangen. Befreie dich davon, indem du dich selbst erkennst und indem du anfängst, dich zu lieben. Öffne dein Herz für dich selbst.

Im ersten Schritt genügt es, dich deiner Abhängigkeit bewusst zu werden. Inwiefern machst du dein Wohlbefinden abhängig von anderen Menschen? Wie äußert sich das? Wie wichtig ist das Verhalten dieser Person tatsächlich in Bezug auf deinen Wert? Was passiert, wenn du dir bewusst machst, dass das Verhalten dieser Person nichts mit dir, sondern nur mit ihr selbst zu tun hat?

Keine andere Person auf der Welt bestimmt über deinen Wert außer dir selbst. Du allein gibst dir deinen Wert – oftmals an Hand von Interpretation des Verhaltens anderer Menschen dir gegenüber. Was aber, wenn du dich davon löst? Was, wenn du deinen Wert nicht mehr am Verhalten anderer Leute festmachst?

Was, wenn du nicht länger darauf wartest, dass jemand anders dich glücklich macht, sondern einfach selbst dafür sorgst, glücklich zu sein?

Wie?

Indem du auf deine eigenen Bedürfnisse hörst. Indem du deinem Herzen folgst. Indem du einfach du bist in jeder Faser deines Seins.

Sei egoistisch und steh dazu
Egoismus hat einen verdammt schlechten Ruf. Es hört sich viel besser an, seine Bedürfnisse hinten anzustellen und sich aufzuopfern. Klingt ehrenwerter. Schön und gut. Wie ein Heiliger gesehen zu werden sorgt aber nicht dafür, dass wir glücklich werden.

Also was jetzt? Arschloch werden?

Nein.

Es bedeutet einfach, du selbst zu sein – ohne Kompromisse. Zu deinen Wünschen und Bedürfnissen zu stehen. Sie auszuleben. Einfach zu sein. Ohne auf eine Erlaubnis und, noch wichtiger, ohne auf Anerkennung zu hoffen.

Denn nichts davon brauchst du.

Nur indem du auf deine eigenen Bedürfnisse achtest, kannst du auch für andere da sein. Nur indem du dich selbst glücklich machst, löst du dich von dem Anspruch, dass andere dich glücklich machen müssen. Es ist wichtig, dass du genau weißt, was dich glücklich macht und was nicht. Denn, seien wir mal ehrlich: Wenn wir uns selbst nicht glücklich machen können, wie soll das dann jemand anders schaffen?

Jeder muss für sich selbst sorgen
Wenn du nicht länger andere Menschen für dein Glück verantwortlich machst, bedeutet das im Gegenzug natürlich auch, dass du nicht für ihr Glück verantwortlich bist. Du musst dich nicht hinten anstellen, nur weil es irgendwem dadurch besser geht.

Unsere Gefühle nicht von anderen abhängig zu machen, ist eine wichtige Lektion, die jeder lernen sollte.

Du musst nicht in deinem ungeliebten Job bleiben, um deine Eltern stolz zu machen. Du musst deinem Partner nicht jeden Morgen Kaffee ans Bett bringen, damit er sich geliebt fühlt (das kannst du natürlich machen, aber wenn es eher Pflicht als Freude ist, solltest du dieses Verhalten nochmal überdenken).

Diese Menschen entscheiden genauso wie du, wie sie gefühlsmäßig auf ein bestimmtes Verhalten reagieren. Du kannst es einfach nicht allen Menschen recht machen – nur dir selbst.

Du bist dafür verantwortlich, dir ein Leben zu gestalten, das sich genau richtig anfühlt. Manche Menschen haben darin Platz. Andere nicht. Das ist okay.

Egoismus und Rücksichtnahme
Hast du noch immer Zweifel? Denkst du, du könntest nicht durchs Leben gehen und machen, was du willst, schließlich bist du nicht alleine? Das stimmt bis zu einem gewissen Grad. Du kannst nicht einfach einen Backstein durch das Wohnzimmerfenster deines Nachbarn werfen, nur weil dir gerade danach ist.

Der Schlüssel liegt hier in der Liebe. In der Bewusstheit. Wenn du dein Herz öffnest und der Liebe folgst, wirst du gar nicht das Verlangen haben, einen Backstein durchs Fenster zu werfen. Wenn du der Liebe folgst, nimmst du automatisch auf andere Menschen Rücksicht, machst Kompromisse, ohne dich selbst zu verleugnen. Du folgst deinen Werten und Bedürfnissen, deiner inneren Natur. Das ist etwas Wunderschönes.

Manche Menschen werden dich trotzdem für rücksichtslos halten, weil du nicht ihre Bedürfnisse erfüllst. Das macht nichts. Es ist ihre Meinung, ihre Erwartung, die sie vom Leben haben. Sie sind gefangen in ihrem Verstand und schon deswegen wirst du sie nie wirklich glücklich machen können. Tu ihnen einen Gefallen und lass sie erkennen, dass sie selbst für ihr Glück verantwortlich sind. Diese Erkenntnis ist eine wahre Befreiung. Willst du ihnen dieses wundervolle Gefühl tatsächlich verwehren?

Hilf anderen zu wachsen, indem du dich dazu entschließt, selbst zu wachsen und dich vollkommen als das Wesen anzunehmen, das du bist. Entscheide dich, von innen heraus zu leuchten und anderen damit ein Inspiration zu sein.

Was jetzt zu tun ist
Um gemäß deiner Bedürfnisse und Werte zu handeln, musst du dich selbst gut kennen. Du musst wissen, wo deine Grenzen sind, was dir wichtig und nicht so wichtig im Leben ist. Du musst lernen, für dich selbst einzustehen und aufhören, dich von anderen Menschen beeinflussen zu lassen. Du musst den Mut haben, Menschen aus deinem Leben gehen zu lassen, die dich in deiner Entwicklung behindern oder einfach nicht mehr zu dir passen.

Das ist ein riesiges Ding. Ich weiß. Ich weiß auch, dass es dich möglicherweise zögern lässt. Aber das solltest du nicht zulassen. Du solltest genau jetzt anfangen, deinen eigenen Weg zu gehen. Gut für dich selbst zu sorgen. Dein Glück selbst in die Hand nehmen und nicht mehr darauf zu hoffen, dass dir das irgendwer abnimmt. Denn das funktioniert nicht.

Entweder du sorgst selbst für dein Glück oder du führst ein Leben, das dich leiden lässt. Es ist deine Entscheidung, die du täglich triffst.

Um dich selbst besser kennenzulernen und Zweifel zu überwinden, habe ich diesen Artikel für dich geschrieben: Eine Sache, die du noch tun solltest, bevor du stirbst. Darin lade ich dich herzlich ein, dein eigenes Leben zu leben und du findest darin viele hilfreiche Links, um zu erkennen, wer du wirklich bist und deine Sorgen aus dem Weg zu räumen.

Wenn du wirklich dein Glück selbst in die Hand nehmen möchtest, lege ich dir diesen Artikel sehr ans Herz. Er könnte der Startschuss sein für ein Leben, das genau zu dir passt. Das widerspiegelt, wer du bist. Für ein Leben, in dem du am Ende keine Entscheidungen bereust. Weil sie aus deinem Herzen kamen.

Es ist ein unglaubliches Gefühl, dir deiner selbst bewusst zu sein und dich nicht mehr hauptsächlich über deinen Verstand und dein Denken zu definieren. Es ist wundervoll, einfach zu sein und aus der Freude heraus zu leben. Das wünsche ich mir für dich. Das wünsche ich mir für jeden, denn es ist das, was jeder von uns in seinem Kern ist.

Befreie die Liebe, befreie den Frieden in dir. Entscheide dich für die Freude des Seins.

Entscheide dich dafür, glücklich zu sein.

Wirst du das tun?


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