5 Dinge, die du lassen solltest, wenn du glücklich sein willst

Glücklich sein

Schon immer habe ich gerne Menschen beobachtet (um menschliches Verhalten zu studieren, nicht auf die voyeuristische Art und Weise, du Ferkel!). Wie handeln sie? Wie reagieren sie auf bestimmte Situationen? Und nicht zuletzt: Warum sind manche Menschen weniger glücklich als andere Menschen? Was machen sie anders? Welche Gewohnheiten haben sie? Wie denken sie? Natürlich stellte ich diese Fragen auch in Hinblick auf mein früheres Ich. Warum war ich damals nicht so glücklich wie ich es heute bin?

Was ich herausgefunden habe?

Es gibt ein Muster.

Es gibt Gewohnheiten und Denkweisen, die uns ausbremsen, was unseren Glückszustand angeht und die du unbedingt unterlassen solltest, wenn du glücklicher werden möchtest:

1. Zu stolz sein, um deine Schwächen zuzugeben
Lange Zeit konnte ich meine Schwächen nicht zugeben. Ich hatte das Gefühl, unfehlbar sein zu müssen. Schließlich möchte ich dir helfen, glücklicher zu werden – kann ich das tun, wenn ich selbst noch Baustellen habe?

Heute weiß ich: Natürlich kann ich das. Auch wenn ich selbst noch nicht in allen Bereichen super bin, kann ich dir helfen. Nicht in dem Bereich, in dem ich gerade noch selbst meine Problemchen habe, dafür aber in allen anderen.

Es ist menschlich, Schwächen zu haben (und ich bin mir sicher, dass du dir deine Tipps und Inspirationen lieber von einem Menschen holst als von einer Maschine).

Das Problem: Wenn wir unsere Schwächen nicht zugeben und immer nur sagen, alles wäre supi, können wir nicht wachsen. Wir können uns keine Hilfe holen und werden dieses Defizit womöglich für immer haben.

Und das nur, weil wir zu stolz sind.

Dabei musst du dir immer vor Augen halten, wen du wirklich belügst. Nicht nur die Menschen um dich herum, sondern vor allem dich selbst.

Als ich mir eingestand und vor jemand anderem äußerte, dass mein Zeitmanagement im Moment einfach scheiße ist, bekam ich einen Rat, der alles veränderte. Der meinen kompletten Blick auf mich und meine Zeit veränderte und mich motivierte, besser zu werden. Der mich an die Zeit erinnerte, als mein Zeitmanagement noch echt gut war und ich nun unbedingt wieder dorthin möchte.

Ein Meilenstein.

Hätte ich diese Schwäche nicht zugegeben, hätte ich niemals diesen Rat bekommen und würde immer noch recht planlos vor mich hindümpeln und viel weniger aus meiner Zeit machen als ich könnte.

Also mal Hand aufs Herz: Wo liegen deine Schwachstellen? Wo könntest du dich verbessern?

Es ist keine Schande, Schwächen zu haben und unzufrieden damit zu sein.

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2. Dich selbst zum Opfer machen
Hast du auch das Gefühl, Opfer anderer Menschen, von bestimmten Umständen oder des Schicksals zu sein? Dann geht es dir wie Vielen. Aber auch die große Masse kann sich irren. Du bist nur ein Opfer, weil du dich zu einem gemacht hast. Weil du irgendwann beschlossen (oder nicht aufgehört) hast, die Verantwortung für dein Leben abzugeben.

Deine Gedanken machen dich zum Opfer.

Das Gute: Deine Gedanken können dich auch zum Schöpfer deines Lebens machen.

Der erste Schritt ist, zu erkennen und einzusehen, dass du allein für dein Leben verantwortlich bist. Du bist dafür verantwortlich, was du täglich tust und warum du es tust. Du bist dafür verantwortlich, wie du dich fühlst. Du bist dafür verantwortlich, mit welchen Menschen du dich umgibst, was du isst und trinkst.

Natürlich ist es leicht, die schlechte Ernährung auf die fehlende Zeit zu schieben. Aber, Hand aufs Herz: Ist wirklich die Zeit dafür verantwortlich oder du?

Alle Erklärungen, warum du etwas nicht machen kannst, sind nichts als Ausreden. Ausflüchte, die deine Verantwortung auf irgendwelche Autoritäten schieben. Hör auf, diese Autoritäten vorzuschieben und übernimm endlich selbst Verantwortung für dein Leben!

Das Gleiche gilt übrigens auch in Bezug auf deine Vergangenheit. Mach dich nicht zum Opfer deiner Vergangenheit. Lerne aus ihr, wachse und mach mit diesem Wissen das Beste aus dem Hier und Jetzt.

Denn egal, wie oft du gedanklich in die Vergangenheit reist: Du wirst sie nicht ändern können. Und allein durch das Sinnieren über alte Zeiten, was gewesen wäre, wenn oder das Herbeisehnen der schönen alten Zeit wird sich auch in deiner Gegenwart nichts ändern.

Und die Gegenwart, das ist dir sicher auch klar, ist alles, was zählt. Das Leben findet genau in diesem Augenblick statt. Du könntest ihn mit dem Abwägen vergangener Entscheidungen oder auch der Wut oder Enttäuschung auf dich oder jemand anders vergeuden. Du könntest aber auch einfach akzeptieren, was ist und was du nicht ändern kannst.

Alles, was du ändern kannst, ist jetzt.

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3. Deine Freiheit einschränken
Wir sind absolut frei. Eigentlich. Wäre da nicht diese Stimme in unserem Kopf, die uns einreden will, was gut und richtig ist und was wir lieber lassen sollten. Die uns einredet, andere könnten uns schräg angucken und das wäre ein zu großes Risiko.

Denk doch mal nach: Was hast du heute bereits wegen anderer Menschen getan oder nicht getan und nicht, weil du es von Herzen wolltest? Aufgeräumt? Dich geschminkt bevor du zum Bäcker gegangen bist? Ein Stück Kuchen weniger gegessen?

Bei jeder Entscheidung, die du triffst, um andere zu beeindrucken, ein bestimmtes Bild von dir aufrecht zu halten oder nicht anzuecken, bist du unfrei.

Punkt.

In jedem dieser Momente lebst du ein Leben, das nicht dein eigenes ist.

Denk dich mal 40 Jahre weiter. Möchtest du da zurückblicken auf ein Leben, in dem deine Entscheidungen darauf basierten, was andere denken könnten? Ich meine, wenn du schon bei so Kleinigkeiten wie dem zweiten Stück Kuchen unehrlich bist (und nichts anderes als Unehrlichkeit ist es), wie sieht es dann bei lebensverändernden Entscheidungen aus?

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4. Dich vergleichen
Oooh, das lästige Thema Vergleiche. Wir wachsen in einer Gesellschaft und einem Schulsystem auf, in dem das Vergleichen zur Tagesordnung gehört. Noten, IQ-Punkte, die Anzahl der Freunde – einfach alles wird miteinander verglichen.

Es ist wie ein lebensgroßes Quartett, in dem immer jemand verliert. Meistens sind wir es selbst, denn niemand ist mit uns so kritisch wie wir. Hin und wieder aber heben wir uns über andere.

So oder so: Vergleiche sind allgegenwärtig und bringen sowohl unser Selbstbild, als auch unser gesellschaftliches Miteinander gehörig ins Wanken.

Denk dich mal zurück in deine Kindheit, bevor du anfingst, in den Kategorien “gut” und “schlecht” zu denken. Alle waren gleich. Es spielt für Kinder keine Rolle, wie jemand aussieht oder ob er einen Tick hat. Kinder sehen durch ihr Herz und das Herz bewertet nicht. Das Herz möchte einfach nur lieben.

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5. Negativ denken
Ein Optimist war ich in der Tat schon immer. “Alles wird gut” war seit ich denken kann mein Motto. Und weißt du was? Es wurde auch immer alles gut! Nicht, weil ich so viel Glück hatte, sondern, weil ich der festen Überzeugung war, dass alles gut wird.

Durch dieses Denken veränderte sich mein ganzes Auftreten gegenüber dem Leben. Ich war stets zuversichtlich – und wurde stets belohnt. Zum Einen lag das ganz sicher daran, dass ich mir dadurch ganz andere Möglichkeiten schuf als wenn ich negativ gedacht hätte. Ich bin nämlich nicht einfach nur davon ausgegangen, dass alles gut wird, sondern habe auch aktiv etwas dafür gemacht.

Hätte ich die Möglichkeit, dass alles gut wird, nicht in Betracht gezogen, hätte ich mich wahrscheinlich auch nicht so dafür eingesetzt.

Wie in der elften Klasse. Ich hatte sowohl in Bio als auch in Chemie eine 5. Ganz klar ein Grund, sitzen zu bleiben. Doch das wollte ich nicht. Ich sagte mir voller Überzeugung: “Ich werde nicht sitzen bleiben!” Es fühlte sich völlig falsch an, sitzen zu bleiben. Ich stellte mir vor, wie ich mit meinen ganzen Klassenkameraden in die 12. Klasse versetzt werde. Das fühlte sich richtig an – und so kam es auch.

Es war sicher nicht nur das positive Denken, dass mich in die 12. Klasse ließ. Es war auch die Bitte an meinen Klassenlehrer, ein gutes Wort in der Zeugniskonferenz für mich einzulegen, weil ich Bio und Chemie in der 12. eh abwählen wollte und es deswegen gar kein Sinn machte, diese Fächer zu wiederholen.

Er tat es (lieben Dank an dieser Stelle nochmal dafür!) und ich wurde versetzt.

Hätte ich den Klassenlehrer mit der gleichen Überzeugung um das Gleiche gebeten, wenn ich schon “gewusst” hätte, dass ich eh nicht versetzt werde? Das bezweifle ich stark.

Dieser Schwank aus meiner Jugend ist nur ein Beispiel dafür, wie mein ganzes Leben ablief. Alles wurde immer irgendwie gut.

Vielleicht magst du das jetzt unfair finden. Dann lies dir bitte nochmal Punkt 2 durch.

Fakt ist: Du bist so mächtig, dass du alles haben kannst, was du willst. Deine Gedanken und Gefühle entscheiden über dein ganzes Leben. Sind sie negativ, ist auch dein Leben negativ. Sind sie positiv, ist auch dein Leben positiv.

Gleiches zieht Gleiches an.

So war es immer und wird es immer sein.

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Willst du glücklich sein?
Diese Liste ist bei weitem nicht vollständig. Aber sie ist ein guter Anfang – ein erster Schritt hin zu einem Leben, in dem du richtig, richtig glücklich bist. Willst du glücklich sein?

Was für eine Frage, oder?

Ich möchte auch, dass du glücklich bist!

Verrate mir doch in den Kommentaren, welcher Punkt dir bisher (noch) am schwersten fällt und warum. So kann ich in anderen Beiträgen besser darauf eingehen.

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16 thoughts on “5 Dinge, die du lassen solltest, wenn du glücklich sein willst

  1. Vor allem Punkt 1 und 2 kann ich genauso unterschreiben. Ich war früher viel zu stolz, aber seitdem ich mich auch mal traue um Hilfe zu bitten, geht es mir fiel besser.
    Leute die sich zum Opfer machen, kann ich auch persönlich nicht leiden. Man sollte sich einfach seinem Leben stellen und sich darum kümmern, nicht immer sind andere Schuld

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

    • Hallo Anni,
      danke dir und willkommen!

      Manche Menschen haben es einfach nie gelernt, dass sie die Fäden für ihr Leben selbst in der Hand haben. Oft wurde ihnen bereits in der Kindheit vermittelt, dass sie auf andere Menschen angewiesen sind, weil sie nie die Möglichkeit hatten, sich selbstständig und unabhängig zu bewegen. Diese Abhängigkeit nehmen sie mit ins Erwachsenenalter – doch zum Glück können wir auch als Erwachsene noch umdenken. :-)

      Viele Grüße
      Maike

  2. Liebe Maike! Ich stimme dir zu 100% bei jedem Punkt zu! Vielleicht fällt es manchmal oder in gewissen Lebenssituationen schwer den ein oder anderen Punkt umzusetzen, aber selbst dann sollte man dieses Wissen immer im Hinterkopf behalten. Wirklich toll geschrieben und gut zusammen gefasst! TOP! LG Iris

    • Hallo Iris,
      ich freue mich, dass dir der Artikel so gut gefällt.
      Du hast recht: Je nachdem, was gerade im Leben los ist, fällt das Umsetzen sicher schwerer – darüber denke ich mal nach und verpacke es vielleicht in einem neuen Artikel. Danke für diesen Impuls! :-)

      Viele Grüße
      Maike

    • Hallo Christina,
      vielen Dank! Ja, positiv denken ist ein richtiger Game Changer, wenn es um das eigene Leben und die Verwirklichung unserer Seelenwünsche geht.

      Viele Grüße
      Maike

    • Hallo liebe Katy,
      vielen Dank für dein Feedback!

      Punkt 3 ist sicher der Knackpunkt bei den meisten. Wir sind eben seit unserer Kindheit bestrebt, Anerkennung zu erhalten und sich plötzlich der “Gefahr” auszusetzen, diese zu verlieren, ist nicht einfach. Wobei auch diese Gefahr ja nicht wirklich eine Gefahr ist, sondern nur in unserem Kopf stattfindet. Zwar verlieren wir durch bestimmte Verhaltensweisen die Anerkennung bestimmter Personen, allerdings erhalten wir sie gleichzeitig von den Menschen, du ähnlich ticken wie wir. Im Grunde gewinnen wir also sogar mehr als wir verlieren – auch wenn der Verstand uns etwas anderes zu vermitteln versucht. :-)

      Viele Grüße
      Maike

  3. Sehr schöner Artikel und auf den Punkt gebracht.
    Ich vergleiche mich manchmal mit anderen, weil die so viel schaffen oder Energie haben. Dann denke ich, dass muss ich auch hinbekommen. Gott sei Dank passiert das nicht mehr so oft, denn ich habe verstanden, dass ich einfach mehr Ruhe für mich brauche. Ich bin Flugbegleiterin und daher sehr viel unterwegs. Der Jetlag tut sein übriges und da ist es nun einmal ganz normal, dass ich nach einem Trip nach Asien müde bin und nicht sofort zum Sport kann und mich mit Freunden treffen kann. Ich höre auf meinen Körper und gebe ihm seine Zeit.

    Liebe Grüße

    Jules von http://www.travelandliveabroad.com

    • Hi Jules,
      ich weiß genau, was du meinst. Beim Aufbau des Blogs, vor allem in Zeiten, in denen die Zahlen stagnierten, schaute ich nach links und rechts und lähmte mich dadurch förmlich selbst, denn andere wirkten plötzlich noch viel erfolgreicher und zielstrebiger auf mich als sie vermutlich waren. Ich erkannte aber, dass es gar nicht darauf ankommt, was andere machen, sondern nur darauf, was ich mache und ob es mir damit gut geht.

      Klar kann ich mich von anderen inspirieren lassen oder mir auch eine Scheibe von ihnen abschneiden, aber Vorwürfe im Vergleich zu anderen sind definitiv fehl am Platze.

      Liebe Grüße zurück
      Maike

  4. Das ist so wahr! Manchmal sind wir selbst unser größter Feind und bremsen uns völlig aus. Und die wichtigsten Probleme hast du hier richtig klasse zusammengefasst.
    Um das zu verstehen habe ich das Buch “endlich frei im Kopf” gelesen. Kann ich dir nur empfehlen.

    • Hallo Wioletta und ganz herzlich willkommen hier! :-)

      Danke für deinen Kommentar und vor allem die Buchempfehlung. Ich bin immerzu auf der Suche nach neuen Büchern und freue mich daher über jeden Tipp.

      Viele Grüße
      Maike

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