Die 5 größten Irrtümer über Persönlichkeitsentwicklung (für Anfänger und Fortgeschrittene)

Persönlichkeitsentwicklung ist toll. Wenn es nach mir geht, sollten sich noch viel mehr Menschen aktiv mit diesem wichtigen Thema beschäftigen. Doch manche schrecken davor zurück. Oft, weil sie ein bestimmtes Bild im Kopf haben, das in den meisten Fällen falsch ist. Mit diesen und anderen Irrtümern räume ich nun auf. Denn auch Fortgeschrittene im Bereich persönlicher Weiterentwicklung irren sich in mancher Hinsicht.

1. Persönlichkeitsentwicklung ist etwas für Menschen mit Problemen
Den Klassiker nenne ich direkt mal zu Beginn. Denn diese Meinung ist häufig ein Grund, sich nicht voll und ganz auf Persönlichkeitsentwicklung einzulassen. Im Hinterkopf spukt immer dieses Bild von einem psychisch kaputten Menschen herum. Da wollen wir natürlich nicht zugehören, denn bei uns ist ja alles in Ordnung.

Probleme und Schicksalsschläge sind zwar häufig der Auslöser, uns mit unserer persönlichen Weiterentwicklung zu beschäftigen, aber sie sind nicht Voraussetzung dafür. Sobald du eine kleine Unzufriedenheit in deinem Leben spürst, sei es in deiner Beziehung, deinem Alltag oder deinem Job, ist es höchste Zeit, mal genauer hinzuschauen.

Persönlichkeitsentwicklung hilft dir dabei, herauszufinden, warum du gerade unzufrieden bist und wie du das änderst. Die persönliche Entwicklung ist keinesfalls nur Menschen vorbehalten, die Probleme haben. Vielmehr ist es ein wichtiges Tool, um das Leben zu leben, das zu dir passt. Du lernst dich selbst besser kennen und steigerst so dein Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und deine Fähigkeit, mit Schwierigkeiten umzugehen.

Das klingt nicht unbedingt schlecht, oder?

Sei also nicht zu stolz, dich mit deiner persönlichen Weiterentwicklung zu beschäftigen, sonst verpasst du unter Umständen ein fantastisches Leben. Und das nur, weil du zu eitel warst zuzugeben, dass in deinem Leben nicht alles rosarot ist.

Die erfolgreichsten Menschen der Welt beschäftigen sich mit Persönlichkeitsentwicklung, sonst wären sie nicht so erfolgreich geworden. Selbstdisziplin, die Kenntnis über Stärken und Schwächen und wie wir sie zu unserem Vorteil nutzen, das Wissen darüber, was wir im Leben wirklich wollen, das Ablegen schlechter Gewohnheiten – all das sind wichtige Grundfeiler für ein erfolgreiches, viel wichtiger aber noch glückliches Leben.

Willst du wirklich darauf verzichten?

2. Das Leben wird unbequem und anstrengend
Persönlichkeitsentwicklung bedeutet Arbeit. Du forderst dich selbst heraus, findest Dinge heraus, die dich zum Weinen bringen. Du stößt an deine Grenzen, manchmal hast du das Gefühl, du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das alles kann passieren.

Aber unbequem wird dein Leben dadurch nicht. Und weißt du auch warum? Weil du mit jeder Träne, jeder Erkenntnis, jeder neuen Herausforderung mehr und mehr zu dem Leben findest, das zu dir passt.

Dein jetziges Leben ist unbequem, weil du keinen Plan hast, was du eigentlich willst. Du lebst das Leben von einem anderen, kämpfst, zweifelst und wenn du Pech hast, erkennst du erst mit 80, dass all das eigentlich ziemlich scheiße war. Weil du niemals wirklich du sein konntest.

Ja, das ist vielleicht eine recht radikale Ansicht. Und so muss es auch nicht kommen. Ich glaube dir auch, dass dein jetziges Leben gut ist.

Aber es geht auch besser.

Gib dich nicht mit weniger zufrieden als du haben kannst, nur weil du Angst hast vor ein bisschen Schweiß und Tränen.

Der Lohn ist nicht weniger als ein glückliches Leben.

3. Du bist besser als andere
Das ist leider eine weit verbreitete Annahme: Wer sich persönlich weiterentwickelt, ist besser als andere. Weiß mehr über das Leben. Hat das Recht, andere zu belehren. Und über sie zu urteilen.

Höchstwahrscheinlich bist du besser als der Mensch, der du gestern warst. Ganz sicher aber bist du nicht besser als irgendein anderer Mensch. Das zu denken ist überheblich und ein guter Grund, sich nochmal näher mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung zu befassen. Denn auch Toleranz und Akzeptanz sind Eigenschaften, die du durch Persönlichkeitsentwicklung lernst. Und Selbstbewusstsein. Wer selbstbewusst ist muss sich nicht daran hochziehen, besser zu sein.

Jeder Mensch geht seinen eigenen Weg. Jeder Mensch hat seine Geschichte, seine Baustellen und seine eigene Geschwindigkeit und seine Art, zu lernen und zu wachsen. Du kannst andere Menschen durch dein Sein und Tun inspieren (mache ich ja auch), aber den anderen zu bewerten oder zu verurteilen, weil er noch nicht so weit ist wie du, ist keine gute Eigenschaft.

4. Du bist irgendwann “fertig” mit deiner Entwicklung
Ich kann dir versprechen: Niemals wird der Tag kommen, an dem du sagen wirst, jetzt bin ich fertig. Persönlichkeitsentwicklung ist ein Weg. Du selbst und die Umstände um dich herum verändern sich stetig. Deswegen wirst du immerzu vor neuen Herausforderungen stehen.

Mehr habe ich dazu eigentlich gar nicht zu sagen. Außer eine Sache, die mir sehr am Herzen liegt: Wenn du schon alles über das Leben zu wissen glaubst, ist es höchste Zeit, mehr über das Leben zu lernen.

5. Es gibt nur noch sinnvolle und sinnlose Tätigkeiten
Wenn du anfängst, dich mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen, fängst du vielleicht irgendwann an, Tätigkeiten zu bewerten. Du unterteilst sie in gut und schlecht, sinvoll und sinnlos. Das führt dazu, dass du die sinnlosen Tätigkeiten meidest oder dich schlecht fühlst, während du sie ausübst.

Klar bringt dich fernsehen oder Computer spielen persönlich nicht weiter. Aber, und das ist der springende Punkt, wir müssen uns nicht rund um die Uhr selbstoptimieren. So nämlich macht Persönlichkeitsentwicklung unglücklich. Dabei betreiben wir doch Persönlichkeitsentwicklung, um glücklicher zu werden.

Persönlichkeitsentwicklung bedeutet nämlich auch, zu akzeptieren, was ist und nicht ständig nach mehr zu streben. Dieses Denken führt am Ende dazu, dass wir nur noch Zielen hinterhecheln und das Gefühl bekommen, wir können erst glücklich sein, wenn wir dieses Ziel auch erreichen.

Klar geht es bei Persönlichkeitsentwicklung irgendwie darum, zu optimieren. Wir möchten eine bessere Version unserer selbst werden, um noch glücklicher zu werden. Aber Persönlichkeitsentwicklung soll auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten. Dann haben wir nämlich rein gar nichts davon. Sobald die persönliche Weiterentwicklung zum “Muss” wird, ist der Zauber dahin.

Es gilt, den goldenen Mittelweg zu finden zwischen Spaß und Disziplin, Akzeptanz und Optimierung. Das ist nicht einfach. Und weil das ein so großes und wichtiges Thema ist, plane ich zu diesem Thema gerade ein Webinar. Darin möchte ich mit dir teilen, wie du die Balance findest, damit du nicht ausbrennst.

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Persönlichkeitsentwicklung ist dein Schlüssel zum Glück
Ich bin unglaublich dankbar für meine Entscheidung, mich mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen. Ich durfte auf meinem bisherigen Weg so viel lernen, mein Denken und auch mein Leben hat sich vollkommen verändert und ich freue mich wie Bolle auf alles, was ich noch lernen und erfahren darf.

Persönlichkeitsentwicklung, richtig genutzt, kann uns ein wundervolles Leben bescheren. Wir lernen, besser mit Herausforderungen und Problemen umzugehen, sind emotional stabiler und können uns immer mehr so entfalten, wie wir sind.

Es ist ein wundervoller Weg. Gehst du ih bereits? Was konntest du bisher lernen, was hat sich verändert? Oder hast du noch Fragen oder Zweifel zum Thema? Was sind deine momentanen Herausforderungen?

Schreib’s mir unten in die Kommentare oder per Mail. Ich freue mich auf deine Nachricht!


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2 thoughts on “Die 5 größten Irrtümer über Persönlichkeitsentwicklung (für Anfänger und Fortgeschrittene)

  1. Danke für den Blogeintrag.
    Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll mit der Persönlichkeitsentwicklung. Ich bin tatsächlich eine von denen, die u.A. aufgrund psychischer Probleme etwas verändern will. Leider bremsen mich meine Ängste sehr.

    • Hallo und lieben Dank für deinen Kommentar! :)

      Persönlichkeitsentwicklung ist in der Tat ein riesiges Thema. Für den Anfang empfehle ich dir, einen Zettel und Stift zu nehmen und aufzuschreiben, wo du gerade stehst. In welchen Momenten empfindest du Unzufriedenheit? In welchen Lebensbereichen (z.B. Gesundheit, Beruf, Beziehungen, Finanzen etc.) fühlst du dich unwohl? Das ist dein Ist-Zustand.
      Anschließend schreibst du auf, was du in welchen Lebensbereichen verändern/erreichen möchtest. Es hilft, wenn du dich fragst: Was für eine Person möchte ich in einem Jahr sein? Welche Gewohnheiten möchte ich haben? Wie möchte ich über mich selbst denken? Wichtig ist, dass du deine Ziele positiv und konkret formulierst, also anstatt zu schreiben “Ich möchte weniger Süßigkeiten essen” schreibst du “Ich möchte 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag essen.” Das ist dein Soll-Zustand.

      Wenn du alles notiert hast, hast du nun zwei Möglichkeiten, mit Persönlichkeitsentwicklung zu beginnen: Entweder du beginnst mit dem Lebensbereich oder der Gewohnheit, die dir am leichtesten fällt oder dort, wo du am unzufriedensten bist. Hilfreich ist es hier, die Lebensbereiche deines Ist-Zustands zu bewerten, etwa auf einer Skala von 1 bis 10.

      Du musst nicht alles auf einmal angehen. Schritt für Schritt bringt meistens mehr, als wenn wir alles auf einmal wollen und uns am Ende verzetteln.

      Und noch einen Tipp möchte ich dir bzgl. deiner Ängste geben: Jeder von uns hat Ängste und es ist völlig normal, dass wir zurückschrecken, wenn wir Angst spüren. Das ist unser Urinstinkt, der uns einfach nur schützen möchte. Zunächst einmal ist es wichtig, deine Angst anzuerkennen. Sie ist ein Teil von dir und hat ihre Berechtigung. Und sie hat einen Grund. Die dritte Möglichkeit, mit Persönlichkeitsentwicklung zu starten, ist daher, deiner größten Angst auf den Grund zu gehen. Was genau ängstigt dich? Warum hast du diese Angst? Wäre die Angst unter bestimmten Umständen/in bestimmten Situationen kleiner oder ist sie immer gleich groß? Was muss passieren, damit diese Angst völlig verschwindet? Warum?

      Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Fragen beantworten. :-)

      Ganz liebe Grüße und alles Gute
      Deine Maike

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