Wieso du dich nicht erst morgen um deine Gesundheit kümmern solltest

Ein Mann kauft sich ein Haus. Es ist ein schönes Haus mit einer tollen Fassade. Voller Stolz präsentiert er es jedem, der es sehen will. Er fühlt sich wohl. Nach 20 Jahren hat das Haus ein paar Macken. Nichts Schlimmes, deswegen macht er einfach gar nichts. Dafür hat er ja eh keine Zeit.

Nach 30 Jahren kommen noch ein paar Macken mehr hinzu. An einer Wand entdeckt er Schimmel. Ach, denkt er. Da klatsche ich einmal Farbe drüber und gut ist. Das klappt auch wirklich gut. Der Schimmel ist nicht mehr zu sehen. Aber er ist immer noch da und das weiß er. Ganz wohl fühlt er sich damit nicht. Später, denkt er. Das hat noch Zeit.

Nach 35 Jahren fängt der Putz an, abzubröckeln und ein paar Ziegel fehlen auch schon. Das wird teuer, denkt er und flickt es deswegen nur notdürftig. Sieht doch gut aus, denkt er und versucht, es sich damit schön zu reden.

Aber nach 40 Jahren sieht das Haus schlimmer aus als je zuvor. Die Witterung und die Benutzung haben ihre Spuren sehr deutlich hinterlassen. Die Fassade ist grün vom Moos, der Teppich durchgelaufen und einige Fliesen gesprungen. Naja, das ist halt so, wenn ein Haus alt wird, denkt er. Er kauft einen Läufer für die kahle Stelle im Teppich und lustige Aufkleber für die kaputten Fliesen. Sieht doch gut aus, denkt er. Allerdings lädt er schon lange niemanden mehr ein. Er fühlt sich einfach nicht mehr richtig wohl.

Aber bald, denkt er. Bald habe ich genug Zeit, dann kümmere ich mich darum. Solange sitzt er weiter einsam und nicht besonders glücklich in seinem Haus. Er muss sich mit kaputten Rohren, Rissen in den Wänden und dem immer wiederkehrenden Schimmel herumärgern.

Dann ist er gekommen. Der Zeitpunkt, an dem er endlich Zeit hat, sich um sein Haus zu kümmern. Erst jetzt merkt er, wie katastrophal der Zustand des Hauses wirklich ist. Manche Schäden sind inzwischen irreparabel. Hätte ich mich mal früher darum gekümmert, denkt er. Und gerade als er anfangen will, sich darum zu kümmern, stürzt das Haus zusammen.

Das fatale Spiel mit der Gesundheit
Vielleicht hast du es schon gemerkt oder der Überschrift entnommen. Das Haus ist gar kein Haus. In der Geschichte geht es nicht wirklich um ein renovierungsbedüftiges Gebäude, sondern um die Gesundheit.

Ich fand die Geschichte passend. Denn ebenso wie der Mann in der Geschichte sein Haus behandelt, so behandeln nicht wenige Menschen ihren Körper. Das ist schade. Bei guter Pflege kann der Körper schließlich bis ins hohe Alter robust und widerstandsfähig bleiben. Schon Sebastian Kneipp wusste:
 
“Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheit brauchen.”

Trotzdem wird gerne der bequeme Weg gewählt, der aber in den meisten Fällen alles andere als nachhaltig ist. Da werden sich bei Rückenbeschwerden lieber Massagen verordnet, anstatt den Rücken durch gezielten Muskelaufbau und Bewegung zu unterstützen. Zum Abnehmen lieber wochenlange Almased-Kuren gemacht, anstatt langfristig die Ernährung umzustellen. Oder lieber bequem die Bauchmuskeln mit einem Gürtel trainiert, anstatt durch Krafttraining eine ausgeglichene Rumpfmuskulatur zu erhalten.

Diese Wege, dieses “notdürftige Flicken”, erscheint im ersten Moment sehr verführerisch zu sein. Sie benötigen weder besondere Anstrengungen noch wirklich viel Zeit. Die Rechnung geht allerdings auf Dauer nicht auf. Denn die Zeit, die wir einsparen, verlieren wir häufig wieder, wenn wir älter werden. Nicht unbedingt durch eine niedrigere Lebenserwartung, sondern oft auch durch eine deutlich niedrigere Lebensqualität.

Gesundheit ist die vollständige Abwesenheit von Beschwerden
Wir sollten es gar nicht so weit kommen lassen, dass Wände anfangen zu schimmeln. Es gibt genug Maßnahmen, um das zu verhindern. Wieso sollten wir sie nicht nutzen? Das kann uns nicht nur einigen Ärger und Strapazen in der Zukunft ersparen, sondern kommt uns auch noch genau jetzt zu Gute.

Denn auch, wenn wir noch nicht jenseits der 60 sind, können uns einige körperliche Unannehmlichkeiten heimsuchen. Obwohl sie im Gegensatz zu sehr ernsten Krankheiten wie Krebs oder schweren Herzerkrankungen harmlos wirken, sind sie doch in der Lage, unsere Lebensqualität erheblich zu mindern. Angefangen bei Verdauungsbeschwerden, über schnelle Erschöpfung bis hin zu Verspannungen. All diese “kleinen Zipperlein” schränken uns in gewisser Weise ein. Ein rundum gesunder Körper tut dies nicht.

Im alten China wurden Ärzte nicht für die Behandlung von Krankheiten bezahlt, sondern für die Gesunderhaltung des Körpers. Das finde ich ziemlich pfiffig und auch sehr erstrebenswert. Schließlich ist es auch für alle Beteiligten weniger aufwendig, einen Körper gesund zu halten, als einen kranken zu heilen. Die meisten von uns haben das Glück, in einem gesunden Körper geboren worden zu sein. Sollten wir nicht dankbar dafür sein und aufhören, ihn aus “Zeitnot” oder “Bequemlichkeit” zu malträtieren?

Wer gesund ist, lebt gern in seinem Körper
Die Gesundheit ist unser höchtes Gut. Sie zu erhalten ist nicht nur wichtig, sondern auch ein tolles Gefühl. Die Gewissheit, sich auf seinen Körper verlassen zu können ist unvergleichlich. Als ich noch nicht so auf meine Gesundheit geachtet habe, hatte ich nicht nur regelmäßig echte Weh-Wehchen. Ich bildete mir auch welche ein. Ständig saß ich beim Arzt. Ich hatte mehr Ärzte in meinem Telefonbuch als ein 80-Jähriger. Ein eingeklemmter Nerv wurde zu einem Warnzeichen für einen Herzinfarkt. Ein Verspannungskopfschmerz zum Hirntumor. Das ist kein Witz. Ich hatte einfach kein Vertrauen in meinen Körper.

Zum Glück änderte sich das, als ich auf die Bedürfnisse meines Körpers eingegangen bin. Er verlangte zweifellos nach gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung. Als er endlich bekam, was er auch verdient hatte, war er genauso zufrieden wie ich. Seit Jahren bin ich nur noch zu den üblichen Vorsorgeuntersuchen beim Arzt.

Ich fühle mich wohl in meinem Körper und habe ihn mit der Zeit, vor allem auch durch Yoga sehr genau kennengelernt. Wenn es doch mal zwickt, ist das meistens auf ein Verhalten meinerseits zurückzuführen. Das ist gleichzeitig beruhigend und motivierend. Schlechtes Essen und Bewegungslosigkeit sind einfach nicht so gut, dass es sich lohnen würde zu ihren Gunsten auf das Gefühl eines gesunden Körpers zu verzichten.

Was du tun kannst
Du bist nun motiviert, auch ein bisschen mehr für deine Gesundheit zu tun? Toll, du wirst es nicht bereuen. Allerdings bringt es meistens nichts, gleich jeden Lebensbereich komplett umzukrempeln. Schritt für Schritt bringt mehr, denn so kannst du dich langsam an neue Gewohnheiten gewöhnen. Diese einzelnen Schritte habe ich aufgelistet und mich dabei einiger Artikel von anderen tollen Blogs bedient. Sie sind allesamt sehr hilfreich und absolut lesenswert.

1. Mehr Bewegung
Der erste und einfachste Schritt ist, mehr Bewegung in deinen Alltag zu bringen. Ich bin davon überzeugt, dass jeder von uns mehr Bewegung in den Alltag integrieren kann. Dir fehlt die Motivation? Dann lies unbedingt diese 50 motivierenden Kommentare zu mehr Bewegung im Alltag.

Was bringt’s? Unser Körper ist nicht auf Ruhelosigkeit ausgelegt. Und das macht sich früher oder später bemerkbar, wenn wir viel sitzen. Selbst eine Stunde Sport am Abend reicht dann nicht mehr aus, um die negativen gesundheitlichen Folgen zu kompensieren. Sich den ganzen Tag über so viel wie möglich zu bewegen bringt viel mehr. Der Stoffwechsel bleibt in Schwung, das ist auch gut für das Herz-Kreislauf-System. Außerdem profitiert der Bewegungsapparat davon. Nicht zuletzt wird mehr Energie benötigt, sodass Abnehmwillige durch einen bewegteren Alltag zumindest die ersten Kilos spielend verlieren.

2. Gesündere Ernährung
Der nächste Schritt ist gesündere Ernährung. Konkret bedeutet das weniger Zucker und künstliche Zusatzstoffe, dafür mehr Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Kerne. Dazu reichlich Wasser oder ungesüßten Tee, mäßigen Alkoholkonsum und natürlich nicht rauchen und der Körper ist glücklich.

Was bringt’s? Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Wenn wir genügend Ballaststoffe essen, wirkt sich das positiv auf unsere Darmgesundheit aus. Durch reichlich Omega-3-Fettsäuren (in Nüssen, Ölen) wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt. Die gleiche Wirkung (nur im negativen Sinne) haben ungesunde Lebensmittel.

3. Sport und Fitness
Jetzt kommen wir zu einem Punkt, der für viele unvorstellbar ist: Sport dauerhaft ins Leben zu integrieren. Nichtsdestotrotz gehört er unbedingt zu einem gesunden Leben dazu – und macht sogar Spaß. Vorausgesetzt, du findest die richtige Sportart für dich. Das Beste ist, auszuprobieren, was dir am meisten Spaß macht. Nur weil plötzlich die ganze Welt zu joggen scheint, heißt es nicht, dass du es genauso machen musst. Vielleicht bist du eher ein Teamplayer und findest daher zum Beispiel Ballsport spannender. Oder Wassersport, Leichtathletik, Kampfsport, Tanzen. Es gibt so viele verschiedene Sportarten, dass für jeden etwas dabei ist.

Was bringt’s? Sport stärkt das Herz sowie alle Venen und Adern. Wir bauen Ausdauer auf, die Lunge arbeitet effizienter. Außerdem wird auch das Gehirn nicht nur stärker durchblutet, sondern auch noch das Gedächtnis und die Selbstkontrolle verbessert. Letzteres ist besonders wichtig, um an den neuen Gewohnheiten festzuhalten. Denn irgendwann machen wir das wie von selbst.
Auch die Knochen werden stabiler, was uns vor Osteoporose schützen kann. Durch den Druck, den die wachsenden Muskeln auf den Knochen ausüben, verstärkt der Körper die Knochen. Die Knochendichte wird also erhöht.
Diesen Effekt löst vor allem Krafttraining aus. Krafttraining ist für die Gesundheit besonders wichtig und sollte, etwa bei Zeitnot, dem Ausdauertraining immer vorgezogen oder mit ihm kombiniert werden.

4. Gesunde Kosmetik
Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, sollte der oftmals bedenklichen, konventionellen Kosmetik mit Vorsicht begegnen. Naturkosmetik ist meistens die bessere Alternative.

Was bringt’s? Obwohl wir sie “nur” auf unsere Haut auftragen, kann sie doch viele Schäden im Körper anrichten. Immerhin ist die Haut unser größtes Organ und alles, was auf die Haut kommt, landet auch unweigerlich in unserem Körper und kann dort seine unheilvolle Wikrung entfalten.
Das Gleiche gilt auch für chemische Putzmittel. In manchen Fällen sind sie extrem aggressiv. Gerade bei der Benutzung von Sprays, kann die Lunge durch die Aerosole nachhaltig geschädigt werden.

5. Verzicht auf Plastik
Plastik ist überall. Die Auswirkungen von Plastik sind allerdings noch nicht hinreichend erforscht. Und das, was man weiß, ist alles andere als erfreulich. Im Moment bin ich dabei, Plastik aus meinem Leben so gut es geht zu verbannen. Zwar achte ich schon länger darauf, dass mein Obst und Gemüse nicht in Plastik geschweißt oder verpackt ist und Wasser aus Plastikflaschen kaufe ich grundsätzlich nicht. Bei Käse aber beispielsweise habe ich bisher immer ein Auge zugedrückt, tu mich aber inzwischen schwer damit.
Der Umgang mit Plastik lässt sich womöglich nicht ganz vermeiden. Aber in vielen Fällen, kann man dem gefährlichen Kunststoff aus dem Weg gehen und zumindest offensichtlich minderwertiges Plastik links liegen lassen. Einen Blog, der sich ganz mit dem Thema “Leben ohne Plastik” beschäftigt, findest du hier.

Was bringt’s? Durch Verpackungen gelangen gefährliche Inhaltsstoffe aus Plastik in die Lebensmittel und so direkt in unseren Körper. Dort sind sie in der Lage, den Hormonhaushalt, die Fruchtbarkeit oder den Gesundheitszustand zu beeinflussen. So können einige Inhaltsstoffe wie Phthalate (Weichmacher) Allergien, Asthma und sogar Krebs auslösen. Verzichten wir weitesgehend auf Plastik, fällt dieser Risikofaktor weg.

So leicht ist der Umstieg in ein gesundes Leben
Wenn wir den ersten Schritt gegangen sind, ist es ganz leicht, immer mehr neue, gesunde Gewohnheiten ins Leben zu intergrieren. Die Belohnung ist ein gesunder Körper, in dem der Geist gerne wohnt und sich behaglich fühlt.

Das Wichtigste ist, anzufangen. Den Schweinehund durch Taten zum Schweigen zu bringen und Ausreden nicht gelten zu lassen. Alles, was du dafür brauchst, ist der Wille, etwas zu ändern. Der Wunsch, dir selbst etwas Gutes zu tun, dich selbst gut zu behandeln. Wenn diese Voraussetzung gegeben ist, kann dich eigentlich nichts mehr aufhalten.

Fängst du noch heute an? Welchen Schritt in ein gesünderes Leben findest du am einfachsten?


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2 thoughts on “Wieso du dich nicht erst morgen um deine Gesundheit kümmern solltest

  1. Ein wirklich schöner Artikel mit haufenweise nützlichen Tipps. Das motiviert mich gleich dazu auch mal wieder ein paar gesündere Gewohnheiten in meinen Alltag zu integrieren.
    LG! :)

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