3 Sätze, die dich nicht weiterbringen

Oft sagen wir Sätze, die uns auf Dauer eher schlechte Laune bereiten als uns gutzutun. Wir quälen uns unnötig mit ihnen, weil sie weder ein Problem lösen noch uns helfen. Sie bringen uns also einfach nicht weiter. Trotzdem hören wir sie immer wieder aus uns heraussprudeln. Aus Gewohnheit, Unsicherheit oder mangelnder Selbstliebe. Höchste Zeit, sie aus unserem Sprachschatz zu verbannen und gegen neue einzutauschen. Sätze, die uns tatsächlich weiterbringen und so ganz nebenbei auch noch glücklich machen.

Sätze, die dich nicht weiterbringen

1. Hätte ich das mal so und so gemacht
Ein Satz, der nur allzu schnell über die Lippen kommt. Täglich. Wenn wir im Restaurant zwischen zwei Gerichten schwanken und dann mit dem schließlich bestellten Essen unzufrieden sind. Wenn wir statt mit der Bahn mit dem Auto fahren und dann in einen großen Stau kommen. Oder wenn wir nach der Arbeit noch Bummeln gehen und uns dabei das Portemonnaie geklaut wird.

Ja, blöd gelaufen. Hätten wir uns doch mal für die andere Variante entschieden. Allerdings wissen wir gar nicht, was passiert wäre, hätten wir es anders gemacht. Wir denken, es wäre auf jeden Fall besser geworden. Aber sicher sein können wir uns dessen nicht. Vielleicht wäre das andere Essen ja genauso schlecht oder noch schlechter gewesen. Vielleicht hätte uns in der Bahn ein Betrunkener angekotzt. Vielleicht wären wir auf direktem Weg nach Hause angefahren worden. Das alles wissen wir nicht und wir werden es auch nie erfahren.

Deswegen raubt es nur unnötig Kraft, darüber nachzudenken.

Aber wie um alles in der Welt komme ich über diesen Satz hinweg? Schließlich schleicht er sich tagtäglich in meine Gedanken und macht miese Laune. Wann immer der Gedanke auftaucht, steigere dich nicht in ihn hinein. Atme ein paar Mal ein und aus und nimm die Situation an wie sie ist. Schau nicht zurück und denk nicht darüber nach, wie die Situation entstanden ist. Das ändert sie nicht. Gib nicht dir die Schuld daran, sondern akzeptiere sie als Teil des Lebens. Das Leben läuft eben nicht immer rund und hält an manchen Ecken Peitschenhiebe für uns bereit. Das ist okay und kein Grund, sich klein zu machen. Möglicherweise lernst du etwas daraus.

Auch bei größeren Fehlentscheidungen hilft es nichts, darüber zu philosophieren, was gewesen wäre, hättest du es anders gemacht. Klar kannst du dir täglich vorwerfen, dein Studium vor 5 Jahren abgebrochen zu haben. Aber es hilft dir ja nicht. Zufrieden wirst du dadurch nicht. Denk lieber drüber nach, was dir durch diese bestimmten Umstände passiert ist. Vielleicht hast du nur deswegen deine große Liebe getroffen. Schließ Frieden mit deiner Vergangenheit und konzentriere dich nur auf die Gegenwart. Du bist jetzt nun mal in genau dieser Situation. Das Jammern über vergangene Entscheidungen ändert das nicht. Du musst das Beste draus machen und selbst aktiv werden, um dein jetziges Leben mit den vorhandenen Möglichkeiten nach deinem Geschmack zu gestalten.

2. Was ist, wenn das und jenes passiert?
Eine ähnliche Lage. Du machst dir Gedanken darüber, was in der Zukunft passiert, obwohl du es nicht wissen kannst. Zum einen kannst du nicht alle Eventualitäten berücksichtigen, zum anderen malst du dir eh das Schlimmste aus.

Anstatt dir also Sorgen um die Zukunft zu machen, genieße lieber die Gegenwart, so wie sie jetzt ist. Wenn morgen etwas Schlimmes passieren sollte, wird die Gegenwart davon schließlich nicht beeinflusst. Die Gegenwart ist alles, was du hast! Nimm sie dir nicht, wegen einer (von vielen) möglichen Zukunftsszenarien. Angenommen, du wüsstest 100 prozentig, dass du morgen stirbst. Würdest du deinen letzten Tag auf Erden dann mit Sorgen vor dem Morgen vergeuden? Oder würdest du nicht eher jeden Moment auskosten, den du noch hast? Na eben! Also, wenn du bei absoluter Kenntnis von der Zukunft die Gegenwart genießen kannst, wieso dann nicht, wenn du sie gar nicht kennst?

Der Satz hindert dich nicht nur daran, das Hier und Jetzt zu genießen, sondern auch, deiner (Wunsch-) Zukunft Steine in den Weg zu legen. Wie oft bist du schon beim Alten geblieben, obwohl du etwas verändern wolltest? Weil du dir ausgemalt hast, was passieren könnte, wenn du deine Pläne umsetzt? Vermutlich viel zu oft. Hör auf, dir die verrücktesten Sachen auszumalen. Damit sabotierst du dich und dein Glück.

Du kannst die Gegenwart selbst in die Hand nehmen. Aber wenn du es nicht tust, aus Angst vor einer ungewissen Zukunft, hörst du auf, dein Leben zu leben.

3. Ich weiß nicht
Grrr! Diesen Satz finde ich absolut anstrengend. Obwohl er mir selbst in schwachen Momenten auch noch mal rausrutscht. Der Satz gehört in die gleiche Kategorie wie “Ist mir egal!”. Mit diesen Aussagen kommt niemand weiter. Ich nicht und die Menschen, die mich etwas fragen erst recht nicht.

Wie auch? Er sagt aus “Ich habe keine Meinung.” Manchmal mag das ja stimmen. Aber oftmals wird dieser Satz aus Unsicherheit gesagt. Lieber nicht entscheiden, ich könnte ja anecken oder komisch wirken. Es ist ein Versuch, die Entscheidung abzugeben. Auf Dauer macht das allerdings nicht glücklich! Denn andere Menschen wissen nicht, was gut für dich ist. Was dir gerade Spaß macht oder worauf du Lust hast. Wieso solltest du also andere etwas entscheiden lassen, was du selbst am besten weißt?

Ist es nicht beeindruckend, Menschen zu beobachten, die frei heraus sagen, was sie wollen? Sie wirken selbstsicher und zufrieden. Auch du kannst dich einreihen. Oft genug hast du eine Meinung. Verstecke sich nicht, sondern äußere sie auch. Ob im Restaurant, bei der Familie oder Geschäftsterminen. Eine selbstbewusste Aussage stellt kaum einer in Frage. Sie wird angenommen und nicht hinterfragt. Sie bietet keine Angriffsfläche und lässt dich in jeglicher Situation souverän wirken.

2 Sätze, die dich auf jeden Fall weiterbringen

1. Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben
Du bist mit dir selbst 24 Stunden am Tag zusammen. Das heißt, du musst dich mögen. Niemand möchte so viel Zeit mit jemandem verbringen, den er nicht mag. Du solltest also lernen dich so zu akzeptieren, wie du bist. Oder eben verändern, was dir nicht gefällt. Dich weiterentwickeln und wachsen. Aber immer aus freien Stücken und nie um anderen zu gefallen. Du musst nur dir selbst gefallen. Wer sich selbst mag, wird auch von anderen gemocht. Nicht von jedem, aber dafür von den richtigen Leuten.

Du solltest deswegen auch nur tun, was sich für dich richtig anfühlt und dir von niemandem in dein Leben reinreden lassen. Keiner von ihnen muss den ganzen Tag für ein ganzes Leben mit dir zusammen sein. Keiner von ihnen kennt deine geheimsten Wünsche und Gedanken. Also lass dich nicht von Menschen beeinflussen, die andere Träume, Erfahrungen und Wertvorstellungen haben.

Dich selbst wichtig zu nehmen heißt auch, dich und deinen Körper zu pflegen. Damit meine ich nicht (nur), mit Hilfe von Olivenöl-Bädern und Lotions, sondern auch in Form von Fitness und guter Ernährung. Der Geist fühlt sich wohl in einem gesunden Körper und schnurrt dort wie eine Katze. Das schenkt dir Vitalität und Lebensfreude. Behandle dich selbst wie einen besten Freund. Einen besten Freund würdest du ja auch nicht mit Fett und Zucker vollstopfen und zwingen, eine Schachtel Zigaretten am Tag zu rauchen. Schließlich weißt du, dass das ungesund ist und für deinen besten Freund willst du garantiert nur das Beste. Wieso also nicht auch für dich?

2. Was ist, wenn ich morgen sterbe?
Dieser Satz klingt hart. Allerdings soll er keine Angst machen. Er soll dich daran erinnern, dass dein Leben endlich ist. Viele leben, als würden sie niemals sterben. So lassen sie sich mit ihren Wünschen und Träumen alle Zeit der Welt. Aber: Die haben wir nicht. Wir haben keine Zeit, unser Leben auf die lange Bank zu schieben. Unsere Werte zu ignorieren. Unsere Seele zu verkaufen.
Unser Leben ist zu kurz für einen ungeliebten Job, für den wir uns jeden Morgen aus dem Bett pellen müssen. Zu kostbar um es uns von anderen diktieren zu lassen. Zu schön um es mit Sorgen zu füllen.

Dein Leben sollte sich nicht anfühlen wie ein ewiger Marathon, bei dem du nach einigen Strapazen und großer Anstrengung irgendwann das Ziel erreichst (zum Beispiel die Rente). Vielleicht erreichst du das Ziel niemals. Was hast du dann gewonnen?

Was würdest du unbedingt getan haben und von dir sagen wollen, wenn du morgen stirbst? Was soll auf deinem Grabstein stehen? Kannst du mit einem Lächeln aus dem Leben scheiden?

Welche Sätze schwirren regelmäßig in deinem Kopf herum, die dich eigentlich nicht weiter bringen? 


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2 thoughts on “3 Sätze, die dich nicht weiterbringen

  1. Hallo Maike,

    das ist ein Artikel ganz nach meinem Geschmack. Danke dir dafür und deine tollen Ausführungen. Ich habe viele Sätze mittlerweile aus meinem Kopf gestrichen und mit dem Folgenden “ersetzt”: – Love it, leave, change it or stay unhappy- . Dieser Satz erzeugt automatisch ein Schmunzeln in mir und gibt mir Leichtigkeit für die Entscheidung. Mit dem Satz habe ich in jeder Situation hier und jetzt die Wahl etwas zu verändern oder es anzunehmen, wie es ist.
    Auf meinem Grabstein soll einmal stehen: Er war stets authentisch in seiner Empathie und Unterstützung für Ziele der Anderen.

    Liebe Grüße,
    Thomas

    • Hallo Thomas,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar.
      Witzig, beim Lesen hat der Satz auch bei mir ein Schmunzeln verursacht. Ich finde ihn super, weil er so kurz ist und es trotzdem genau auf den Punkt trifft. Es ist wirklich ein Satz, der einem die Entscheidung beinahe abnimmt.

      Dein Satz für den Grabstein ist auch toll. Es ist wichtig, sich diesen einen letzten Satz zu überlegen, denn er sagt aus, was für uns im Leben zählt und künftig können wir uns an diesem Satz orientieren und uns so treu bleiben.

      Liebe Grüße
      Maike

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