Warum dein Traum näher ist als du denkst

Schon vor Jahren hatte ich einen Traum. Eigentlich waren es mehrere Träume. Mir ging es also wie vielen Menschen. Auch du hast sicher irgendeinen Traum. Eine Vision. Das scheint in der Natur des Menschen zu liegen. Und leider scheint es auch in der Natur des Menschen zu liegen, dass er seine Träume runterspielt. Mir ging es damals auf jeden Fall so. Mit dem Kopf voller Träume steuerte ich geradewegs in ein Leben, in dem gerade mal ein Bruchteil meiner Träume erfüllt werden konnte. Wenn überhaupt.

Ich habe gelernt, dass Träume nur Träume sind. Klar können wir groß träumen, aber letztlich müssen wir uns damit zufrieden geben, was das Leben uns gibt. Mit dieser Einstellung habe ich mich natürlich nie aufgemacht, meinen Träumen entgegen zu gehen.

Aber ich war unzufrieden. So recht wollte ich nicht akzeptieren, dass es das gewesen sein sollte. Ich wollte mich nicht mit dem abfinden, was das Leben mir gibt. Ich wollte mein Leben nicht mehr passiv führen und mich damit zum Opfer machen.

Ich wollte aktiv werden. Aufstehen für meine Träume.

Zum Glück, denn erst dadurch wurde mir bewusst, wie nah meine Träume und auch deine Träume sind.

Mach dir deine Träume bewusst und sprich sie aus
Ich wagte lange Zeit nicht, meine Träume in Worte zu fassen. Erst recht nicht wollte ich sie vor anderen äußern. Ich hatte dutzende Blockaden in meinem Kopf. Was mir denn einfiele, mehr zu wollen. Ob ich das denn überhaupt verdient hatte. Dass meine Träume unverschämt sind. Und nicht zuletzt natürlich immer der Gedanke, dass es unrealistisch sei, meine Träume auch zu erreichen.

Das ist der falsche Weg. Sprich deine Träume aus. Vor dir und vor anderen. Ja, ich weiß, das ist unangenehm. Und doch ist es notwendig. Denn solange du deine Träume in der letzten Ecke deines Gehirns versteckst, wirst du dich nicht aufmachen, sie zu verwirklichen.

Schau mich an. Insgeheim träumte ich immer von einem Tagesablauf, der es mir ermöglichte, richtig viel Zeit für Sport, Bewegung und Kochen zu haben. Ich wollte viel in der Natur sein. Schreiben. Ich wollte einen Job, der mich finanziell so gut absicherte, dass ich mir ein schönes Haus mit einem großen Garten leisten konnte. Für den Gemüseanbau wollte ich natürlich auch genug Zeit haben. Ich wollte reisen. Wann ich will, wohin ich will. Ich wollte meine Kreativität ausleben. Ich wollte die finanziellen Mittel haben, soziale Projekte zu unterstützen. Und zwar nicht monatlich mit fünf Euro, sondern mit dem Bau einer Schule für Mädchen in einem Entwicklungsland.

Und auf was für einen Job arbeitete ich im Studium hin? Auf einen 9 to 5-Bürojob, bei dem ich vermutlich ein nicht mehr als durchschnittliches Gehalt bekommen hätte. Tolle Wurst!

Erst als ich meine Träume hervorkramte, sie mir ganz bewusst machte und aussprach, fragte ich mich, was ich hier eigentlich mache. Es war das erste Mal, dass ich sie nicht einfach als Traum abtat, sondern in Betracht zog, dass ich sie erreichen könnte.

Es war ein Meilenstein in meinem Leben.

Dein Traum wird Realität
Es war der Zeitpunkt, an dem ich aufhörte, Gründe zu suchen, warum es nicht klappt und anfing, mir Lösungen zu überlegen. Und ganz langsam ging ich den ersten Schritt. Es war ein Schritt, der alles veränderte. Plötzlich war der Traum kein Traum mehr, sondern Realität.

Es ist wirklich magisch und am Ende kommt es vielleicht gar nicht darauf an, dass du deinen Traum auch erreichst. Viel wichtiger ist, dass du los gehst und zum Gestalter deines Lebens wirst.

Solange du deinen Traum auch als solchen behandelst, bleibt er ein Traum. Du ganz allein entscheidest darüber, ob dein Traum ein echter Teil deines Lebens wird. Entscheide dich jetzt dafür, deinen Traum als Ziel zu ernennen. Dadurch ist dein Traum plötzlich ganz nah.

Diese Tipps helfen dir außerdem, dein Ziel zu erreichen:

1. Such dir Gleichgesinnte
Sobald du dich dazu entschlossen hast, dass dein Traum Realität wird, hast du einen ganz neuen Blick auf das Leben. Schon allein die Tatsache, dass du dein Leben endlich selbst in die Hand nimmst, unterscheidet dich von vielen Menschen. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass dein bisheriges Umfeld nicht viel mit deiner neuen Art, das Leben anzupacken, anfangen kann.

Für dich mag dein Traum Realität geworden sein. Für dein Umfeld ist es immer noch ein Traum. Zu schön um wahr zu sein. Dabei kann es nicht nur verdammt einsam sein, wenn du als Einzige an deinen Traum glaubst und dein Umfeld dich nicht ernst nimmt. Es kann dich auf deinem Weg auch noch ziemlich bremsen. Nicht umsonst heißt es: Du bist eine Mischung aus den fünf Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst.

Bist du viel mit Menschen zusammen, die sich als Opfer des Lebens sehen, nimmst du ihre negative Energie in dir auf. Verbringst du allerdings Zeit mit Menschen, die die gleiche Vision haben wie du oder bereits dort sind, wo du hinwillst, nimmst du diese Energie auf. Sie hilft dir, deine Ziele zu erreichen.

Heißt das, du sollst deine Familie und Freunde nun links liegen lassen? Nein, natürlich nicht. Aber du solltest den Kreis deiner sozialen Interaktionen vergrößern und Gleichgesinnte in dein Leben einladen. So bist du deinem Traum schon ein großes Stück näher.

2. Investiere in dich
Wir sind schon ein schräges Völkchen. Für neue Autos, Hyper-HD-Fernseher und das 40. Paar Schuhe ist Geld da. Für Dinge aber, die unser Leben wirklich besser machen und uns dabei helfen, unseren Traum zu erreichen, geben wir kein Geld aus. Und Zeit dafür haben wir erst recht nicht.

Dabei bist du der allerwichtigste Mensch in deinem Leben. Behandle dich auch so. Nichts ist wichtiger als ein Leben zu kreieren, das du liebst und in dem du dich wohlfühlst. Und dafür brauchst du nicht nur einen starken Geist, sondern auch einen Körper, der dir das Gefühl gibt, du könntest Bäume ausreißen.

Auf dem Weg zu deinem Traum wirst du auf Hindernisse stoßen. Negative Glaubenssätze, Überforderung, der Umgang mit Angehörigen. Es gibt haufenweise Hindernisse, die dich aber nicht davon abhalten sollten, weiter auf deinen Traum zuzugehen. Denn für alle Hindernisse, auf die du stößt, gibt es auch Lösungen. Manchmal findest du sie nicht selbst. Manchmal brauchst du Hilfe von außen. Ein Aha-Erlebnis. Eine Stütze. Gönn sie dir. Dreh nicht um, nur weil es schwierig wird.

Investiere in dich und deine Träume! Du bist es wert!

3. Visualisiere deine Träume
Es ist unheimlich wichtig, deine Träume visualisieren. Ich habe mir zu diesem Zweck vor einiger Zeit ein Vision Board gemacht – eine Collage voller Bilder meiner Ziele. Durch die Visualisierung gelangt dein Ziel und alle mit ihm verbundenen Gefühle in dein Unterbewusstsein. Und das ist der Schlüssel. Du programmierst dein Unterbewusstsein auf Erfolg. Erfolgreiche Menschen und auch Spitzensportler nutzen für sich die Macht der Visualisierung. Nutze auch du diesen Schlüssel und stell dir dein Ziel regelmäßig in allen Einzelheiten vor. Dein Unterbewusstsein kann nicht zwischen Vision und Realität unterscheiden. Für dein Unterbewusstsein hast du dein Ziel bereits erreicht. Das gibt dir einen wahren Kick Richtung Verwirklichung deiner Träume.

Überprüfe regelmäßig, ob dein Traum noch aktuell ist
Die meisten von uns haben die Angewohnheit, Dinge zu Ende bringen zu wollen. Wenn wir allerdings einem Ziel hinterherlaufen, das wir im Herzen gar nicht mehr erreichen wollen, ist das ein echter Zufriedenheits-Killer. Überprüfe daher regelmäßig, ob du das Ziel noch erreichen möchtest. Du entwickelst dich ständig weiter, veränderst dich. Es ist okay, die Richtung zu ändern oder einen ganz neuen Weg einzuschlagen.

Es mag schwerfallen, davon abzulassen. Die meisten von uns wurden nunmal so erzogen, gesetzte Ziele auch erreichen zu müssen. Deswegen mein Tipp: Dein oberstes Lebensziel ist es, glücklich zu sein. Dieses Ziel gilt es zu erreichen und aufrecht zu erhalten. Alle anderen Ziele, die du dir im Leben setzt, sind nichts als Zwischenziele. Es macht keinen Sinn, einem Zwischenziel weiter hinterherzulaufen, wenn dieses gleichzeitig zu deiner Unzufriedenheit führt.

Dein Traum ist näher als du denkst
Vermutlich denkst du immer noch, dein wäre Traum meilenweit weg. Unrealistisch. Unerreichbar. Doch das ist falsch. Er befindet sich direkt hinter der Grenze, vor der du gerade stehst. Er ist direkt vor dir. Öffne die Augen und schau hin. Atme tief durch und gehe den Schritt über die Grenze. Hinter der Grenze erwartet dich ein ganz anderes Leben. Ein Leben voller Möglichkeiten. Ein Leben, in dem dein Traum Realität werden kann.

Du hast es verdient!


Ich möchte also, dass du nach dem Lesen dieses Artikels nicht einfach zum normalen Alltag übergehts, sondern dich hinsetzt und dir zuallererst deine Träume bewusst machst. Schreib sie auf. Sprich sie laut aus. Wenn noch nicht vor deinen Angehörigen, dann hier in den Kommentaren oder wenn du magst, gerne auch etwas privater per Mail. Ich freue mich drauf!


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4 thoughts on “Warum dein Traum näher ist als du denkst

  1. Liebe Maike,
    vielen Dank für diesen ermutigenden Beitrag! Mir gefällt der Gedanke, dass eigentlich nur das “glücklich sein” zählt und alles andere nur Zwischenziele sind, wo es immer und immer wieder zu überprüfen gilt, ob denn der Kurs auch noch stimmt. So hatte ich das noch nie betrachtet! Immer, wenn ich überlege, vielleicht doch etwas ganz anderes zu machen, sagt eine Stimme in mir: “Aber das passt doch gar nicht zu dir!” Dabei schaut diese Stimme hauptsächlich in dir Vergangenheit, was ich war, und fragt nicht,ob das immer noch zutrifft. Vielen Dank für diesen Augenöffner!
    Viele Grüße
    Mona

    • Hallo liebe Mona,
      schön, dass ich dich ermutigen konnte.

      Ich weiß genau, was du meinst. Auch ich scheute mich lange davor, meiner Entwicklung zu folgen, weil ich Angst hatte, was andere dazu sagen. Sonst war ich doch immer ganz anders. Dabei bedeutet Leben Entwicklung und ja, wir machen dabei oft Dinge, die für uns eigentlich ungewöhnlich sind und lassen manche Menschen vielleicht auch zurück. Das ist schade, aber dennoch notwendig. Denn wenn wir immer auf der Stelle treten, hören wir auf zu leben und existieren nur noch. Das haben wir nicht verdient.

      Also lass die Vergangenheit Vergangenheit sein, geh raus und folge deinem Herzen. :)

      Viele Grüße
      Maike

      P.S. Kennst du passend zu diesem Thema schon meinen Artikel Warum du unbedingt deiner persönlichen Entwicklung folgen musst?

  2. Hallo Maike,

    danke für diesen Mutmacher! Gut zuwissen, dass auch andere die Gefühle und Gedanken durchleben, Träume zu haben und etwas daraus machen zu wollen.

    Wichtig ist für mich auch: habe den Mut, etwas zu ändern! Auch dann, wenn Du Gegenwind bei Familie oder Freunden spürst.

    Fussige Grüsse, Jana

    • Hallo Jana,
      sehr gerne. :)

      Du hast vollkommen Recht: Es braucht Mut, etwas zu ändern. Irgendwer aus deinem näheren Umfeld wird etwas dagegen haben, was du vorhast. Zumindest Skepsis wird da sein. Auch ich spüre diese Skepsis teilweise noch. Deswegen ist es umso wichtiger, sich mit Gleichgesinnten zu verbinden, sonst kann der Weg in der Tat sehr einsam und holprig werden.

      Viele Grüße
      Maike

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