Wie du es schaffst, dich trotz Vollzeit-Jobs gesund zu ernähren

Gesunde Ernährung ist wichtig. Seit ich mich überwiegend gesund ernähre, fühle ich mich vitaler und fitter denn je. Gerade für Vollzeit-Berufstätige ist gesunde Ernährung unglaublich wichtig und dabei gleichzeitig so schwierig in den Alltag einzubauen. Vor allem, wenn man vorher mit Kochen und der optimalen Ernährung rein gar nichts am Hut hatte. Es gab allerdings auch bei mir Zeiten, da hatte ich bei weitem nicht so viel zeitliche Freiheit wie jetzt. An manchen Tagen war ich 8 Stunden in der Uni, musste 3 Stunden hin und zurück pendeln und abends noch 3 Stunden in meinem Nebenjob arbeiten. 14 von 16 wachen Stunden waren also schon mal weg. Trotzdem ernährte ich mich auch an solchen Tagen gesund. So schaffst du es auch:

1. Plane jede deiner Mahlzeiten
Ich hatte mir eine Excel-Tabelle gemacht und einlaminiert, in die ich immer für eine ganze Woche meine Mahlzeiten plante. Gleichzeitig erstellte ich mir einen Einkaufszettel und kaufte alles dafür ein. So kam ich nicht in die Situation mit Hunger und ohne Plan etwas Essebares suchen zu müssen. Aus meiner Erfahrung geht das nach hinten los, denn gerne griff ich dann zum Nächstbesten, um den ersten Hunger zu stillen (und dann weiter zu sehen). Wenn ich nichts Gesundes zu Hause hatte oder die Zubereitung zu lange dauerte, griff ich eben schnell zu einem Knoppers oder klatschte mir eine Scheibe Käse aufs Brot und schlang es runter.

Indem du deine Mahlzeiten planst und alle Zutaten dafür zu Hause hast, bringst du dich gar nicht erst in eine solche Situation. Wenn du nämlich schon genau weißt, was es zum Essen geben soll, fängst du rechtzeitig mit dem Zubereiten an und schiebst es nicht auf bis es nicht mehr geht.

2. Koche gleich für mehrere Tage
Wenn du eh gerade am Herd stehst, warum dann nicht gleich für zwei oder mehr Tage kochen? Du kannst die Mahlzeit am nächsten Tag ganz bequem wieder aufwärmen, ein wenig abwandeln oder einfrieren (so fällt auch die Ausrede “ich will nicht zwei Tage hintereinander das Gleiche essen”  weg). Ich finde es praktisch, immer ein gesundes Essen zu Hause zu haben, das ich einfach nur auftauen muss, wenn die Zeit mal knapp ist. Auch von einzelnen Komponenten wie Reis kannst du prima die doppelte Menge kochen und am nächsten Tag verarbeiten.

3. Lass dir gar keine andere Wahl als gesund zu kochen
Vorratshaltung ist praktisch. Ich machte allerdings oft den Fehler, mir einen ungesunden Vorrat anzulegen. Beim Einkaufen nahm ich mir etwa eine Tiefkühlpizza mit, “um etwas im Hause zu haben”. Für den Notfall. Wenn ich die Pizza zu Hause hatte, landete sie aber natürlich auch ziemlich bald in meinem Magen, denn der nächste Notfall war spätestens dann da, wenn ich Hunger, aber keine Lust zu kochen hatte. Deswegen habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, keine ungesunden Vorräte mehr anzulegen, sondern nur noch gesunde. So habe ich gar keine andere Wahl als gesund zu kochen.

Hin und wieder lege ich mir einen Vorrat aus selbstgemachter Pizza an (mit Vollkornboden und so). Das klappt ganz ausgezeichnet. Ich bereite die Pizzen (ja, Mehrzahl, wenn schon, denn schon) so vor als würde ich sie in den Ofen schieben, stattdessen kommen sie aber direkt in den Tiefkühler – komplett belegt. Super genial!

4. Bereite dir für die Arbeit gesunde Snacks zu
Alles, was wir so zwischendurch essen, macht oft einen gar nicht so unerheblichen Teil unserer täglichen Ernährung aus. Hier mal ein Stück Schokolade, da mal ein süßes Teilchen vom Bäcker – solche “Snacks” eignen sich nicht als Zwischenmahlzeiten, denn sie sind weder gesund noch sättigend. Und schwupps, sobald der Magen knurrt ist noch ein Schokoriegel verschwunden (der ist aber doch nur ganz klein…).

Auch ich liebe Schokolade und Kekse und Kuchen (hmmm – Brownies!). Wenn wir solche Dinge aber nebenbei oder aus Hunger essen, können wir sie gar nicht richtig genießen. Und das ist sehr schade drum. Irgendwie frustet es doch auch mehr als dass es befriedigt. Oder fühlst du dich nach einem nebenbei reingestopften Donut gut? Eben.

Gesunde Snacks hingegen geben uns Energie und gute Laune. Nüsse, Obst, Gemüse mit einem leckeren Dip, die Auswahl ist riesig.

5. Habe Spaß bei der Ernährungsumstellung
Dein Vorsatz, gesünder zu essen, hat einen Grund: Du möchtest dich besser fühlen. Geh bitte auch so an die ganze Sache ran. Ernährung kann und soll auch unbedingt Spaß machen. Es mag ein bisschen widersprüchlich zum Rest des Artikels klingen, aber trenne deine Lebensmittel nicht in gesund und ungesund. Du sollst die Möhre nicht essen, weil sie besonders gesund ist, sondern weil sie dir schmeckt. Du musst nicht das essen, was irgendwo als “Superfood” schlechthin angepriesen wurde, wenn du es eigentlich eklig findest. Es geht auch ohne.

Bist du bei der Ernährungsumstellung zu sehr auf den gesundheitlichen Aspekt fixiert, verlierst du den Spaß. Denn Gesundheit, seien wir ehrlich, ist nicht immer unbedingt das schlagende Argument gegen den Schweinehund. Was aber ausschlaggebend ist, ist dein Gefühl im Moment. Wenn du merkst, dass ein Salat dir richtig viel Power und Energie gibt, dann isst du auch den Salat und nicht die Pommes mit Mayo. Wenn du allerdings merkst, dass gerade ein Keks zum Kaffee zu deinem vollkommenen Seelenfrieden fehlt, dann bitteschön, iss einen Keks.

Es geht nicht darum, sich Regeln aufzuerlegen und sie immer und überall konsequent durchzuziehen. Es bringt nichts, Lebensmittel in gesund und ungesund, gut und schlecht aufzuteilen. Das frustet. Es macht keinen Spaß, im Restaurant an Salat und Ofenkartoffel zu mümmeln, wenn man insgeheim viel mehr Lust auf Kringelpommes und einen großen Humpen Bier hat. Die Dosis macht das Gift. Jeden Tag Kringelpommes und Bier sind nicht so toll. Hin und wieder aber: Klar.

Um das nicht als Freifahrtsschein zu nehmen, schnell zum nächsten Punkt:

6. Hör auf deinen Körper und sei es dir wert
Dies ist mein wichtigster Tipp von allen. Als ich anfing, Yoga zu praktizieren, konnte ich besser denn je in meinen Körper hinein hören. Er sagte mir nicht nur, was er braucht, sondern auch, wenn er mit etwas nicht einverstanden war. Er verlangte unablässig nach gesunder Ernährung und meckerte, wenn ich mal wieder ein paar Tage den letzten Schrott aß. Ich spürte die Einbußen in meiner Vitalität dann deutlich.

Unser Körper ist intelligent. Er weiß genau, was er braucht, um optimal zu funktionieren. Leider haben viele von uns aufgehört, darauf zu hören. Wir sind zu abgelenkt, zu bequem oder zu verfeindet mit unserem Körper.

Geh täglich in dich, um wieder einen besseren Draht zu deinem Körper zu bekommen. Du beginnst, deinen Körper anzunehmen, zu lieben und zu schätzen. Du möchtest ihm Gutes tun und ihn nicht mehr bekämpfen und anfeinden. So fällt es dir künftig leichter, dich für gesunde Ernährung zu entscheiden. Du räumst ihr ganz automatisch einen Platz frei in deinem Leben, trotz vollen Terminkalenders.

Gesunde Ernährung als Säule ganzheitlicher Lebensfreude
Auf dem Weg zu einem glücklichen und zufriedenen Leben, kommst du um gesunde Ernährung nicht herum. Gesunde Ernährung ist essentiell. Sie liefert Energie, Vitalität und Lebensfreude. Außerdem hält sie dich gesund.

Ich möchte genau jetzt, aber auch noch mit 80, vor Vitalität und Lebensfreude (und Gesundheit) strotzen. Ich möchte mich gut fühlen, in jedem Alter. Und das möchte ich nicht einfach dem Zufall überlassen. Ich möchte nicht darauf hoffen, dass es die Natur gut mit mir meint, sondern selbst aktiv werden und Verantwortung für mich übernehmen.

Und das wünsche ich mir auch für dich.

Ich möchte, nein, ich WILL, dass du dich gut fühlst. Ich will, dass du mit deinem Körper Hand in Hand gehst. Ich will, dass du dein Leben liebst. Lieber gestern als heute (aber heute reicht auch noch).

Ich will keine Scham in deinen Augen sehen, wenn du am Strand bist. Keinen Neid sehen, wenn du andere Frauen musterst. Ich will dich sehen, selbstbewusst und glücklich und rundum zufrieden.

Das ist möglich. Du musst nur den ersten Schritt gehen.


 

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4 thoughts on “Wie du es schaffst, dich trotz Vollzeit-Jobs gesund zu ernähren

  1. Liebe Maike,

    danke für die auf den Punkt gebrachte Zusammenfassung, ich kann dir nicht mehr zustimmen! Man kann die Liste allerdings nur befolgen, wenn die Motivation da ist. Ich war vor zwei Jahren motiviert und habe auf meine Ernährung geachtet. Wenn Stress kommt, dann wird’s schwieriger, da deine Motivation ablässt. Ich hoffe, dass man (und ich selber irgendwann – obwohl ich gerade meine Feinschmeckerei genieße ;-), den Stress jedoch nicht…) seine Motivation findet und seinem Körper etwas guttut. :-)

    Liebe Grüße

    Loanica

    • Liebe Loanica,
      du hast Recht: Gerade in stressigen Zeiten kann die gesunde Ernährung leiden. Deswegen finde ich den Punkt 6 auch so wichtig: Indem wir auf unseren Körper hören und lernen, ihn wertzuschätzen, schaffen wir es viel eher, auch in solchen Zeiten auf unsere Ernährung zu achten.

      Ich bin heilfroh, dass ich bereits vor dem Studium gelernt habe, auf mich und meinen Körper zu achten. Ich weiß nicht, ob ich das sonst so konsequent durchgezogen hätte. Gerade in Zeiten, in denen ich meinen Körper noch angefeindet habe, hätte ich damit bestimmt Schwierigkeiten gehabt.

      Bei Stress hilft es mir auch immer, wirklich bewusst zurückzutreten, langsamer zu leben und mich um mich selbst zu kümmern. Nach einer Meditation oder einen schönen Massage kommt bei dir bestimmt auch die Motivation zurück. :-)

      Viele Grüße
      Maike

      • Manche haben das Problem damit, auf ihren Körper zu hören, denn sie wissen nicht, wie man anfangen soll. Auch das war anfangs mein Problem, welches ich dann nach der Zeit bewältigen konnte.

        Oh ja, ich habe deine “About”-Seite gelesen und bin begeistert von deiner Entwicklung! Ich freue mich wirklich, wenn Leute, die sich nicht trauen, lernen, zu sich selbst zu finden. Das ist echt bewundernswert von dir! Nicht alle können das.

        Ich verwöhne mich auf jeden Fall momentan, das fühlt sich gut an. Langsam kommt die Motivation. Dein Blog motiviert mich dazu. Ich finde es klasse, dass du anderen hilfst, ein besseres Ich zu sein.

        Liebe Grüße

        Loanica

        • Ooh, vielen Dank für diesen lieben Kommentar. Toll, dass dich mein Blog motiviert.

          Was meinst du, wie begeistert ich bin? ;-) Ich bin wirklich sehr froh, dass ich das geschafft habe und nun genug Power habe, um anderen zu helfen. Denn ja, ich stimme dir zu: Nicht jeder kann es alleine schaffen, aber mit Hilfe schafft es jeder (und davon bin ich überzeugt) aus der Unzufriedenheit heraus. Und das zu sehen macht mich wirklich sehr glücklich.

          Liebe Grüße

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