Wie du dir deine Energie ins Leben zurück holst

Energie

Kennst du Tage, an denen du dich einfach ausgelaugt fühlst? Dich von Stunde zu Stunde schleppst und das Bett gar nicht abwarten kannst? Solche Tage kenne ich auch. Antriebslosigkeit und Unlust bestimmen sie. Dieses Gefühl finde ich ziemlich schrecklich. Zum Glück sind solche Tage zur Seltenheit geworden. Denn inzwischen weiß ich, dass ich es selbst in der Hand habe, mit viel oder wenig Energie ich durch den Tag zu gehen. Es liegt zum großen Teil an uns selbst.

Das Leben ist voller Energiediebe, aber eben auch voller Energiebringern. Um uns energiereich zu fühlen, müssen wir so viele Diebe wie möglich eliminieren oder “unschädlich” machen. Gleichzeitig stopfen wir unser Leben voll mit Energiebringern.

Wie erkenne ich Energiediebe und -bringer?
Lange Zeit wusste ich gar nicht, was mir Energie nimmt. Ich war unachtsam und habe Müdigkeit oder Trägheit auf das Wetter oder zu wenig Schlaf geschoben. Erst als ich achtsamer lebte, bemerkte ich, dass meine Tätigkeiten und mein Verhalten stark mit meiner täglichen Energie zusammen hing. Warum ich das vorher nicht bemerkt habe? Weil Energiediebe ebenso wie Energiebringer tückisch sind. Energiediebe sind nicht zwingend jene Tätigkeiten, die mir keine Freude machen. Andersherum nehmen mir auch nicht alle ungeliebten Tätigkeiten Energie.

Ein Beispiel ist hier das Putzen. Putzen ist ganz okay, manchmal habe ich aber keine große Lust dazu. Raubt mir das Putzen deswegen Energie? Nein. Eine saubere Wohnung gibt mir nämlich Energie, Unerledigtes raubt sie mir. Putzen ist daher schlicht und einfach ein Mittel zum Zweck. Energie würde mir das Putzen rauben, wenn ich mich innerlich dagegen wehrte und mir den Moment des Putzens als Störenfried eines schönes Lebens einredete. Unsere innere Einstellung bestimmten Dingen gegenüber kann also auch den Unterschied zwischen Energiedieben und -bringern machen.

Auch Dinge, die wir aus der vermeintlichen Freude heraus tun, können uns Energie stehlen. Bei mir war das eine Zeit lang das Stöbern in Online Shops und Füllen des Warenkorbs, nur um es nach Stunden doch wieder zu verwerfen. Ich dachte, diese Tätigkeit würde mir Freude machen. Tatsächlich saugte sie mir die Energie regelrecht aus.

Ein paar meiner Energiediebe:

  • im Internet surfen
  • langes Sitzen
  • What’s App
  • Unordnung
  • ständiges Erreichbarsein
  • langes Fernsehen (sogar meine Lieblingsserien)
  • mit Menschen zusammen sein, die ich nicht mag
  • Mittagsschlaf

Wenn du dich träge und ausgelaugt fühlst, frag dich, welches Verhalten oder welche Tätigkeit dazu geführt hat. Beobachte gleichzeitig, was dir besonders viel Power gibt und tue mehr davon. Je mehr Energiebringer wir in unser Leben holen, desto bunter, leichter und glücklicher fühlt es sich an. Hier eine kleine Auswahl meiner Energiebringer:

  • Bewegung
  • mit Menschen zusammen zu sein, die mich schätzen
  • mich zu pflegen
  • Teig kneten (lange und mit bloßen Händen)
  • Krafttraining
  • frühes Aufstehen
  • tanzen
  • gute Musik
  • schreiben
  • Yoga

Wenn du also deine Energiebringer kennst, fülle dein Leben mit ihnen. Jeden. Einzelnen. Tag. Nicht nur das Wochenende oder den Urlaub. Jeden Tag.

Energiediebe eliminieren/unschädlich machen
Viele Energiediebe können wir einfach aus unserem Leben streichen, denn wir sind selbst für sie verantwortlich. Manchmal braucht es vielleicht Zeit, weil einige Energiediebe zur Gewohnheit geworden sind. Trotzdem ist es möglich und unbedingt ratsam.

Manchmal ist es aber gar nicht so einfach, Energiedieben aus dem Weg zu gehen. Hin und wieder geraten wir in Situationen, die uns Energie rauben. Etwa bei der Arbeit. Frag dich in solchen Momenten, was du tun kannst, um dem Energiedieb Einhalt zu gebieten. Bei meiner Arbeit muss ich zum Beispiel viel sitzen. Deswegen habe ich mir einen Stehschreibtisch gebaut und stehe auch oft auf, um mich ein wenig zu bewegen. Das schützt mich vor der lähmenden Müdigkeit.

Bei meinem Nebenjob im Supermarkt hatte ich immer dann richtig viel Energie, wenn ich eigenständig arbeiten konnte und nicht nach Anweisung arbeiten musste. Ich habe mir also eigene Aufgaben gesucht und dabei so gut und schnell gearbeitet, dass mir mein Chef nur in seltenen Fällen Anweisungen gegeben hat.

Komm selbst ins Tun. Warte nicht darauf, dass es von alleine besser wird und sitz vor allem nicht einfach schmollend die Zeit ab. Denk dran: Unsere Einstellung Dingen gegenüber kann den Unterschied zwischen Energiedieben und -bringern machen.

Wenn dir deine Arbeit die Energie wie ein Vampir aussaugt und du wirklich keine Möglichkeit siehst, die Situation zu ändern, solltest du radikaler denken und über einen Jobwechsel nachdenken. Das Leben ist nicht dazu da, um zu leiden.

Die oberste Frage ist immer: Wie kannst du eine energieraubende Situation angenehmer machen? Kannst du sie mit einer ernergiebringenden Tätigkeit verbinden? Ist möglicherweise das Ziel ein Energiebringer? Wird etwas vielleicht nur deswegen zum Energiedieb, weil du es mit deinem Denken dazu machst?

Das Leben mit Energiebringern füllen
Wenn dir ein gutes Frühstück Energie gibt, bereite dir vor der Arbeit ein tolles Frühstück zu, anstatt in letzter Minute mit einem Coffee to go zur U-Bahn zu hetzen. Wenn dir deine Freunde Energie schenken, gib dich nicht mit dem allabendlichen Fernsehprogramm zufrieden, sondern geh raus und triff sie.

Das Leben ist so wundervoll, wenn wir es nach unseren Energiebringern ausrichten. Höre dabei ganz auf dein Gefühl. Unternehmungen und die Gesellschaft anderer Leute finde ich auch toll und sie geben mir Energie. Jeden Abend kann ich das allerdings nicht machen, denn ich brauche regelmäßig Ruhe und Zeit für mich. Gehe achtsam mit dir und deinen Bedürfnissen um.

Schreib per Hand auf, was dir Energie gibt und was sie dir stiehlt. Denk dich durch dein ganzes Leben: Deine Hobbys, deine Arbeit, deine Freizeit. In welchen Momenten hast du richtig viel Power und woran liegt das? Wann bist du träge? Denk auch in größeren Dimensionen. Vielleicht raubt dir das deutsche Wetter enorm viel Energie. Wäre ein Umzug ins Warme denkbar?

Jeder Gedanke und jede Erkenntnis hilft dir, dein Leben genau auf dich anzupassen. Gib dich nicht mit einem zweitklassigem Leben zufrieden, wenn du auch ein erstklassiges, wunderbares, einzigartiges Leben haben kannst. Schau dir deine Liste an und stell dir vor, du fülltest dein Leben täglich mit vielen deiner Energiebringern. Hüpft dein Herz nicht schon bei dem Gedanken daran?

Kreiere dein schönstes Leben
Nächste Woche beginnt die Fastenzeit. Bei den Katholiken auch Bußzeit genannt, ging es dabei ursprünglich um Askese, Buße und intensives Beten. Dabei wurden mehrere Zwecke verfolgt. Erlangung seelischer Harmonie und achtsames Wahrnehmen der eigenen Person etwa. Das sind großartige Zielel. Statt auf bestimmte Nahrung zu verzichten und dafür intensiv zu beten, möchte ich dich in diesem Jahr jedoch dazu aufrufen, Energiediebe zu fasten und dafür ganz viele Energiebringer in dein Leben zu holen.

Warum? Weil nichts dem Leben so viel Zufriedenheit verleiht, wie sich voll und ganz nach seinen Bedürnissen und Energiebringern auszurichten. Nichts führt dich so sehr zu dir selbst wie die Erkenntnis darüber, was dir gut tut (vorausgesetzt du lebst auch danach).

Die Fastenzeit geht von Aschermittwoch bis Ostern. Das ist super, denn es ist eine lange Zeit, in der sich neue Gewohnheiten festigen können. Unser Gehirn sucht sich nämlich immer den leichtesten Weg und das ist leider der gewohnte. So kann es vorkommen, dass du zwar genau weißt, dass dir das stündliche E-Mail-Checken Energie raubt, du es aber aus Gewohnheit trotzdem machst. Bleib dabei einfach am Ball und stell dir vor solchen energieraubenden Tätigkeiten immer vor, wie du dich danach fühlen wirst. Lenk dich ab mit einer energiebringenden Tätigkeit. Stell dir hier ebenfalls vor, wie du die Tätigkeit ausführst. Mit dieser Freude in deinem Herzen fällt es dir leicht, neue Pfade zu gehen.

Aber vorsicht: Verfalle nicht in Freizeitstress. Unternehme nicht jeden Tag hundert Sachen, um nichts zu verpassen oder dein Leben zu füllen. Es geht darum, mehr Energie in dein Leben zu bringen. Es kann dir genauso viel Energie bringen, einen Tag lang mal gar nichts zu machen. Hör in dich hinein. Dein Körper teilt dir mit, was du brauchst. Die Fastenzeit soll Spaß machen und dein Leben reich machen. Sie soll dich nicht auslaugen, denn sonst hättest du auch alles so lassen können wie es ist.

Nun verrate mir: Was raubt dir Energie? Was bringt dir richtig viel Energie? Und vor allem: Bist du beim Fasten dabei?


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