Wie Pessimismus dich in deinem Leben ausbremst

Ich bin Optimist durch und durch. Deswegen musste ich mir auch schon so einige “hilfreiche” Sprüche von Realisten (wie sie sich selbst gern nennen) anhören. Von “Du bist naiv” über “Das klappt nie” bis hin zu “Irgendwann lernst auch du den Ernst des Lebens kennen”. Einmal habe ich sogar schon gehört, Optimismus sei gefährlich. Ich nehme es den Zweiflern und Kritikern nicht übel, denn sie wissen es offenbar nicht besser. Dabei ist es inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass Optimisten glücklicher sind und sogar älter werden als Pessimisten. Alles Gründe genug, die absolut überzeugenden Fakten für positives Denken zu erläutern und dir zu zeigen, wie auch du zuversichtlicher in die Zukunft blicken kannst.

Für jeden Pessimisten gibt es das eine Totschlagargument gegen Optimisten. Das Argument, bei dem sie schon ein süffisantes Siegerlächeln aufsetzen, wenn sie nur daran denken. Nämlich, dass Optimisten unglücklicher sind, weil sie sich auf eine Sache freuen und dann enttäuscht werden, wenn es doch nicht klappt. Während Pessimisten schon von vornherein davon ausgehen, dass etwas schlecht wird und sich dann freuen können, wenn es doch gut wird.

Allerdings finde ich diese Denkweise höchst zweifelhaft. Denn es macht einfach keinen Sinn, sich über etwas Sorgen zu machen, das noch gar nicht eingetreten ist.

Im Hinterkopf habe ich da auch das Zitat von Prentice Mulford:
“Wer Unglück erwartet, bittet darum und wird es auch zweifellos erhalten.”

Was Mulford schon im 19. Jahrhundert wusste, ist heute durch Studien erwiesen: Optimisten widerfährt mehr Positives als Schwarzsehern. Die Psychologie nennt das “Selbsterfüllende Prophezeiung”.

Und ja: Das stimmt absolut! Schon viele Jahre (eigentlich kann ich mich gar nicht erinnern, dass es jemals anders war), ist mein grundsätzliches Mantra Alles wird gut. Und dieses Denken funktioniert für mich ausgezeichnet. Denn selbst, wenn etwas nicht so wird, wie ich es mir vorgestellt habe, stecke ich nicht den Kopf in den Sand, sondern denke wiederum Alles wird gut. Und tatsächlich wird immer alles gut – auf die eine oder andere Art.

Negatives Denken macht auf Dauer unglücklich
Stell dir mal folgende Situation vor: Zwei Personen haben den gleichen Traum. Sie wollen beide als Sänger erfolgreich werden. Ingrid stürzt sich auf die Arbeit, rennt von Plattenfirma zu Plattenfirma, schreibt berühmte Sänger an und bittet um Hilfe und wird schließlich nicht nur von einer Plattenfirma unter Vertrag genommen, sondern auch noch von einem millionenschweren Star als Duett-Partner auserkoren. WOW!

Michael googlet täglich heimlich auf seiner Arbeit nach Dingen wie “Wie werde ich erfolgreicher Sänger” und “Wie wurden andere Sänger berühmt”. Tagein, tagaus liest er, wie er es machen könnte und macht es am Ende dann doch nicht. Warum? Weil er doch eh keine Chance hat. Weil es viel zu viele Menschen gibt, die das Gleiche machen wollen. Weil er doch nicht gut genug ist um richtig erfolgreich zu werden. Mit diesen Gedanken im Kopf würde ich wohl auch nicht anfangen, es zu versuchen.

Pessimisten stehen sich viel zu oft selbst im Weg.

Hinzu kommen die Sorgen, die sich immer wieder in den Kopf einschleichen. Nicht nur reelle Sorgen, sondern auch völlig absurde. Zum Beispiel “Was mache ich bloß, wenn mir jetzt ein Reh vors Auto springt?”.

Ein Leben voller (selbstgeschaffener) Sorgen ist anstrengend und kräftezehrend. Es macht ängstlich und unzufrieden.

Ha, denkst du nun vielleicht. Und was ist, wenn Ingrid am Ende doch keinen Erfolg hat? Ist sie dann nicht enttäuscht? Tja, dann kann sie am Ende ihres Lebens wenigstens sagen, dass sie es versucht hat. Ist das nicht viel besser als sich zu fragen, was gewesen wäre, wenn … ?

Optimismus bereichert das Leben
Wir Optimisten packen das Leben anders an als Pessimisten. Natürlich sind auch wir mal schlecht drauf oder niedergeschlagen. Allerdings ist das kein Dauerzustand. Wir geben die Hoffnung nicht einfach auf, sondern sind bestrebt, die Situation zu verbessern. Wir sind überzeugt, dass wir etwas ändern können und sich letztlich doch alles zum Guten wendet. Denn so ist es – aber nur, wenn wir auch etwas dafür tun.

Wir geben nicht anderen Menschen oder ungünstigen Umständen die Schuld an unseren Problemen. Wir packen die Probleme an. Wir glauben an uns. Das wirkt auch auf andere. Optimisten sind beruflich häufiger erfolgreich als Pessimisten. Vor allem auch Selbstständige. Denn wir können uns länger auf eine Sache konzentrieren, auch wenn es mal anders läuft als geplant. Misserfolge sind nicht das Ende sondern eine Zwischenstation. Sie sind mal notwendig, bedeuten aber nicht unser Scheitern. Denn Alles wird gut.

Optimisten probieren Dinge aus, von denen Pessimisten nicht mal zu Träumen wagen. Und erreichen diese Ziele dadurch. Nicht immer, zumindest aber deutlich öfter als Pessimisten. Schau dir doch mal diese Erfolgsgeschichten an. Du kannst dir sicher sein, keiner von ihnen war Pessimist. Sonst hätten sie es nicht so weit geschafft.

Ohne Optimismus gibt es keinen Fortschritt. Optimismus ist die Hoffnung, dass etwas gut ausgeht. Ohne Optimisten würden wir heute nicht so leben wie wir es tun. Wir hätten uns technisch und medizinisch nicht so weit entwickelt, hätte es nicht ein paar Menschen gegeben, die voller Optimismus geforscht und getüftelt hätten und es noch immer täglich tun.

Wie komme ich raus aus der Sorgenfalle?
Du wirst nicht von heute auf morgen zum Optimisten. Aber es ist möglich. Das Wichtigste ist, dass du es auch willst. Wenn du denkst, es ist Humbug, was ich hier schreibe und noch immer davon überzeugt bist, dass Pessimisten die glücklicheren Menschen sind, brauchst du es nicht zu versuchen. Es wird nicht klappen. Du kannst nun aufhören zu lesen.

Wenn du allerdings das Gefühl hast, dein Pessimismus schränkt dich ein und nimmt dir die Freude am Leben und du nicht genau weißt, wie du ihn ablegst, lies gerne weiter und nimm dir die folgenden Punkte zu Herzen.

1. Konzentriere dich auf die positiven Gegebenheiten im Leben
Pessimisten sind häufig blind für das Gute und Schöne, dass ihnen wiederfährt. Sie sehen die Welt durch eine graue Brille. Wie ein Filter legt sie sich vor das Auge und lässt nur Negatives durch. Schon wieder fällt der Zug aus. Wieder mal die falsche Supermarktschlange erwischt. Und das Lieblingsbrot ist auch noch ausverkauft. Jetzt kann der Abend ja nur schlecht werden.

… und selbstverständlich wird der Abend auch richtig schlecht. Das hast du ja gleich gewusst.

Aber du kannst dir auch antrainieren, das Gute zu sehen. Schreib abends auf, was dir den Tag über Schönes wiederfahren ist. Während du am Anfang noch angestrengt nachdenken musst, fällt dir Positives früher oder später sofort auf. Du lenkst deinen Blick immer mehr auf die bunte Seite des Lebens. Mit dieser Grundeinstellung wird es leichter, positiv in die Zukunft zu blicken.

Es ist eine Achtsamkeitsübung, die dich mehr mit der Gegenwart verschweißt. Die Gegenwart ist jetzt. Deswegen verdient sie am meisten Beachtung. Wer die Gegenwart als überwiegend positiv wahrnimmt, kann der Zukunft sorgenfreier entgegen treten. Denn er hat gelernt, das Gute zu sehen. Auch wenn es anders kommt als geplant.

Streiche außerdem Sätze wie “Das geht nicht” und “Ich kann das nicht”. Sie beziehen sich auf die Zukunft. Das ist nicht besonders produktiv. Du hilfst dir selbst damit nicht, denn solche Sätze hemmen deine Tatkraft. Das führt dazu, dass du es gar nicht erst probierst oder nur halbherzig an die Sache rangehst. So erreicht niemand sein Ziel.

Frag dich auch, ob deine Gedanken der Realität entsprechen. Geht es wirklich nicht? Hat noch niemand das Ziel erreicht, das du erreichen willst? Die Antwort wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit “doch!” lauten. Damit ist die Beweisführung abgeschlossen.

2. Sieh die Zukunft als was sie ist: Als Zukunft
Niemand kann in die Zukunft blicken. Auch du nicht. Auch nicht mit Wahrscheinlichkeitsrechnung. Denn es gibt immer die Möglichkeit, dass es ganz anders kommt. Schau dir all die Lottogewinner an. Die Menschen, die seltene, nicht heilbare Krankheiten überwunden haben. Eltern, die Drillinge, Vierlinge oder sogar Fünflinge auf natürlichem Wege bekommen (eine Drillingsschwangerschaft tritt immerhin bloß mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,01 Prozent auf).

Du kennst die Zukunft nicht. Warum nutzt du das nicht, um deine Träume zu verfolgen? Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit, deinen Traum zu erreichen nur bei einem Prozent liegt, ist das immer noch ein Prozent mehr als wenn du gar nichts unternimmst.

Klar kannst du realistisch denken. Aber nutzt du so tatsächlich das ganze Potential deines Lebens aus? Denkst du wirklich, dass es das Leben einfacher macht? Bequemer ist es mit Sicherheit. Aber ist es auch zufriedenstellender?

3. Verliere dich nicht in der Vergangenheit
Klammere dich nicht an der Vergangenheit fest. Akzeptiere Veränderungen. Veränderungen bedeuten nicht, dass das Leben schlechter wird. Höre auch auf, dich auf frühere Vorstellungen zu versteifen. Vielleicht hast du dir das Wochenende, den Urlaub, den Jobwechsel (oder deinen Traum) anders vorgestellt. Das Leben läuft nun mal nicht immer so wie wir es uns vorstellen. Auch mein Leben nicht. Das ist aber noch lange kein Grund gleich alles anzuzweifeln. Schließlich kann doch trotzdem alles gut werden. Oder noch besser.

Es können sich ganz neue Chancen auftun, an die du nicht mal im Traum gedacht hast. Allerdings erkennst du diese Chancen nur, wenn du die Vergangenheit hinter dir lässt, der Gegenwart offen und vorurteilslos entgegentrittst und positiv in die Zukunft schaust.

Schwungvoll durchs Leben mit Optimismus
Gesunder Optimismus macht das Leben lebenswerter und entspannter. Krisen können besser überwunden werden und Träume gehen öfter in Erfüllung. Rosa-Brillen-Träger sind achtsamer und dankbarer. Das spüren auch die Mitmenschen. Das Glück liegt quasi stets vor ihrer Tür, denn schlechte Zeiten gibt es selten.

Optimisten sind entgegen der Vorstellung von Pessimisten ganz und gar nicht realitätsfern. Auch wir sehen nicht nur die Sonnenseite. Sicher sind wir mal traurig oder beunruhigt. Das sind normale Gefühle, die in bestimmten Situationen durchaus angemessen sind. Allerdings sind solche Gefühle keine dauerhaften Begleiter unseres Lebens. Wir lassen sie zu, aber auch wieder gehen. Denn das Leben muss weiter gehen und das geht nur, wenn wir zuversichtlich in die Zukunft blicken und die Vergangenheit hinter uns lassen – ein Leben in der Gegenwart aus der wir das Bestmögliche rausholen. Auch wenn es schließlich doch ganz anders kommt.

Alles wird gut.


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