Die 3 wichtigsten Regeln, um inneren Frieden zu erlangen

Ich mag keine Regeln. Naja, das stimmt nicht ganz. Regeln können sinnvoll sein. Im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität haben sie aber eigentlich nichts verloren. Zu groß ist die Gefahr, sich in die Lebensphilosophie einer anderen Person zwängen zu wollen. Denk nur mal an die Religionen. Dort gibt es zig Regeln. Wie man richtig betet. Wie und wann man zu fasten hat. Wann man kein Fleisch essen sollte. All sowas. Aber was sollen diese Regeln bringen? Man wird dadurch weder gläubiger, noch ein Heiliger. Man lebt einfach nur nach den Überzeugungen eines anderen Menschen.

So. Und nun schreibe ich einen Artikel über Regeln.

Ähm, okay…

Cool.

Ja, ja, ich weiß. Aber trotzdem. Es gibt schließlich Gründe dafür, warum manche Menschen völlig in sich ruhen und für andere Menschen jeder Tag, beinahe jeder Augenblick, ein Kampf ist. Und diese Gründe sind essentiell. Du kannst nicht darauf verzichten.

Deswegen nenne ich sie “Regeln”.

Und weil, seien wir einfach mal ehrlich, Menschen auf Regeln abfahren. Regeln geben Sicherheit, Regeln bieten einen roten Faden. Das mögen Menschen. Vielleicht hast du genau deswegen auf diesen Artikel geklickt – ich weiß es nicht.

Aber genug geschwatzt. Lass uns die Regeln anschauen.

1. Lebe achtsam
Überraschung! Achtsamkeit ist absolut notwendig, um inneren Frieden zu erlangen. Im Hier und Jetzt zu sein. Anzunehmen, was ist. Sorgen und Ängste beiseite zu legen, weil sie in diesem Augenblick keine Bedeutung haben. Aber auch die Fülle des Lebens zu erkennen. Dankbar zu sein. Den Fokus nicht darauf zu lenken, was fehlt, sondern darauf, was bereits da ist.

Lebe im Hier und Jetzt
Das Leben findet in genau diesem Augenblick statt – oder gar nicht. Die Vergangenheit ist nichts als eine Erinnerung, die Zukunft nichts als eine Idee. Du kannst weder in einer Erinnerung leben, noch in einer Idee. Indem du darüber nachgrübelst, was war oder auf etwas wartest, was möglicherweise passiert (wer weiß schon, was passiert), nimmst du dir das Wertvollste, was du hast: Dein Leben.

Du nimmst dir Lebenszeit, dein Leben rauscht an dir vorbei und jedes Jahr an deinem Geburtstag wunderst du dich darüber, wie die Zeit verfliegt. Dabei ist es nicht die Zeit, die an dir vorbeirast – du rast an der Zeit vorbei. Einfach, indem du nicht präsent bist. Indem du dich sorgst. Indem du dich ärgerst. Indem du wartest. Indem du dich beeilst. Indem du versuchst, deine Vergangenheit in die Gegenwart zu zerren. Indem du nicht akzeptierst, dass die Zeiten sich geändert haben. Dass das Leben sich verändert hat. Dass du dich verändert hast.

Du lebst jetzt.

Oder gar nicht.

Sei dankbar
Durch Mangeldenken entsteht Unfrieden. Du denkst, du hättest noch nicht genug, seist noch nicht genug, machtest noch nicht genug. Irgendetwas fehlt. Nur was? Und wenn es dann da ist, wird es etwas ändern?

Nein.

Gar nichts wird sich ändern.

Du wirst es nicht schätzen, so wie du auch jetzt nicht schätzt, was du hast. Und so suchst du weiter nach etwas, was fehlt. Um ein Loch zu stopfen, das sich in deinem Innern befindet.

Doch niemals wirst du dieses Loch verschließen können, wenn du im Außen danach suchst. Dort draußen gibt es nichts, was groß genug wäre. Es gibt nichts, was überhaupt passen würde.

Du kannst das Loch nur dann verschließen, wenn du deinen Reichtum im Hier und Jetzt erkennst. Wenn du (an)erkennst, was bereits in deinem Leben ist, anstatt mit dem Finger auf das zu zeigen, was fehlt.

Das ist Fülle. Das ist Reichtum.

Zu erkennen, was du hast. Dass dir nichts fehlt.

Alles ist gut, wie es ist.

2. Lebe authentisch
Die wenigsten Menschen leben wirklich authentisch, denn Authentizität erfordert Mut. Es erfordert, dass du dich verletzlich machst, dass du dich deinen Ängsten stellst, dass du deine eigene Wahrheit lebst, egal was andere dazu sagen.

Und es erfordert, dass du dich kennenlernst. Wirklich kennenlernst.

Das kann dein ganzes Leben auf den Kopf stellen. Vielleicht erkennst du, dass dein ganzes bisheriges Leben überhaupt nicht dem entspricht, was du bist. Vielleicht verlässt du deine Familie und ziehst nach Argentinien. Vielleicht konvertierst du zu einem anderen Glauben. Vielleicht schmeißt du deinen Job hin und wirst Künstler.

Vieles kann passieren, wenn du dich auf den Weg zu deinem wahren Wesen machst. Zu dir selbst.

Wer den ersten Schritt geht, weiß nicht, wo er ankommen wird. Was auf ihn zukommt.

Nur eines ist sicher: Dass du völlig zu dir selbst stehen musst.

Lerne dich selbst kennen
Wir alle sind seit unserer Kindheit Überzeugungen, Idealen und Meinungen anderer ausgesetzt. Das passiert automatisch und meistens in keiner bösen Absicht. Wir beginnen, diese Gedanken zu übernehmen – und richten unser ganzes Leben danach aus. Im schlimmsten Fall führt das zu einem Leben, das in keinster Weise widerspiegelt, wer wir sind.

Und das schmerzt.

Wir fühlen uns falsch in unserem eigenen Leben, auch wenn wir das oft nicht erkennen. Wie auch? Es ist als würden wir unser Leben lang zu enge Schuhe tragen. Das Gefühl ist vertraut, wir kennen es nicht anders. Es ist unbequem, aber lange kommen wir gar nicht auf die Idee, uns einfach größere Schuhe anzuziehen. Oder barfuß zu laufen.

Genauso ist es mit fremden Lebensvorstellungen. Sie engen uns ein und verhindern, dass wir wir selbst sind.

Auf dem Weg in ein authentisches Leben kommt es also erstmal vor allem darauf an, zu erkennen, wer du eigentlich bist. Was deine Lebensvorstellungen, deine Ideale, deine Bedürfnisse und Sehnsüchte sind.

Du musst ganz genau hinterfragen, welche Meinungen du einfach nur blind übernommen hast und welche du teilst.

Lege die Maske ab und sei du selbst
Erst wenn du andere nicht mehr beeindrucken oder ihnen ein bestimmtes Bild von dir vermitteln willst, kannst du authentisch sein. Wenn es dir bei deinem Sein nicht mehr darum geht, dein Ego zu befriedigen, sondern wirklich einfach zu sein – dann lebst du authentisch. Dann nämlich kann dir auch die Meinung anderer nichts anhaben.

Du brauchst weder ihre Bestätigung, noch ihre Anerkennung.

Dafür aber musst du die Maske ablegen, die du all die Jahre getragen hast. Zu dir selbst stehen. Zu deinen Stärken, aber auch zu deinen Schwächen. Zu deinen besten Eigenschaften und zu deinen Macken. Denn all das ist, was dich ausmacht. Und all das nach draußen zu tragen, lässt dich echt wirken. Sympathisch. Macht dich einzigartig. Und zu einem Original.

Nicht mehr nach der Anerkennung anderer Menschen zu lechzen, lässt dich auch aus völlig anderen Motiven handeln. Nicht dein Ego treibt dich dann an, sondern die Freude – ein völlig anderes Lebensgefühl. Wenn du aus der Freude heraus handelst, brauchst du keine Anerkennung von außen, weil das Tun an sich bereits Lohn genug ist. Vielleicht ist das Lob oder die Anerkennung das i-Tüpfelchen – aber notwendig ist es nicht.

Sei ehrlich
Ehrlichkeit ist so wichtig. Wie sollen andere wissen, woran sie sind, wenn du nicht ehrlich zu ihnen bist? Wie willst du anderen Menschen vertrauen, wenn du doch selbst auch unehrlich bist? Und wie möchtest du authentisch leben, wenn du dir selbst etwas vormachst?

Authentizität und Ehrlichkeit gehen Hand in Hand. Ehrlichkeit gegenüber anderen, aber auch gegenüber dir selbst.

“In einem idealen Dasein würde das, was wir sagen und tun,
ausschließlich davon abhängen, was wir denken und fühlen.”
Stephen Joseph (Authentizität*)

Wie oft hast du etwas gesagt, obwohl du etwas völlig anderes gefühlt oder gedacht hast? Warum?

Sprich einfach aus, was in deinem Innern vorgeht. Handle danach. Sag auch mal ‘Nein’, wenn du nicht aus ganzem Herzen ‘Ja’ sagen kannst. Alles andere ist schlicht unehrlich und weder andere, noch du selbst, haben diese Unehrlichkeit verdient.

3. Öffne dein Herz
Nichts hat mein Leben so sehr verändert, hat mich so sehr verändert, wie die Öffnung meines Herzens. Nicht nur die Weisheit meines Herzens zuzulassen und darauf zu vertrauen, sondern auch die Liebe zuzulassen. Mitgefühl. Verständnis. Und noch mehr Liebe.

Liebe ist eine Kraft, die nicht greifbar, nicht erklärbar ist. Und doch ist sie überall. Wenn wir sie zulassen. Und wenn wir zulassen, dass sie uns durchs Leben führt.

Liebe dich selbst
Wie sehr liebst du dich? Wenn dir die Frage unangenehm ist, weißt du, dass es noch Einiges zu tun gibt, was die Liebe zu dir selbst angeht. Selbstliebe ist wichtig. Ohne Selbstliebe kannst du keinen inneren Frieden erlangen, denn du bist immerzu auf der Suche nach Bestätigung von Außen. Du gehst Beziehungen ein, weil sie dein Ego stärken und nicht, weil du deine Liebe schenken möchtest.

Wenn du dich nicht selbst liebst, ist da wenig Liebe, die du geben kannst. Dein Selbstwert hängt von anderen Personen ab. Du kannst dich nur frei davon machen, indem du dich selbst liebst.

Und dann, wenn die Liebe zu dir selbst dein ganzes Herz erfüllt, kannst du echte Beziehungen eingehen. Dann kannst du lieben. Denn es kommt nicht länger darauf an, Liebe zu empfangen, um dich bestätigt zu fühlen, sondern nur noch darum, Liebe zu geben.

Selbstliebe verändert dich. Du gehst anders durch die Welt. Friedlicher. Selbstbewusster. Du vertraust mehr – schon allein, weil du dir selbst mehr vertraust.

Und die Welt ist ein Spiegel deiner Selbst.

Dein Leben wird sich verändern, sobald du dich selbst liebst. Das geht nicht von heute auf morgen, aber jeder Schritt macht sich bemerkbar. Jeder Schritt zählt.

Und plötzlich sprudelst du über vor Liebe.

Jeden Tag ein bisschen mehr.

Öffne dein Herz für andere
Akzeptanz. Verständnis. Mitgefühl. All das ist notwendig, um friedlich mit anderen zusammen zu leben. Zu wissen, dass jeder Mensch anders ist. Jeder Mensch seine Geschichte hat. Jeder Mensch seine Sicht auf die Welt.

Und dabei die Gewissheit zu haben, dass wir alle verbunden sind. Dass wir alle eins sind.

So viel Leid, so viel Unfrieden entsteht, weil du dich von anderen abgrenzt. Weil du durch Bewertungen und Urteile, durch Vergleiche und auch durch Angst von anderen abspaltest, anstatt einfach dein Herz zu öffnen und dich mit ihnen zu verbinden.

Nein, du musst nicht plötzlich jeden Menschen, der dir über den Weg läuft umarmen. Du musst auch nicht jeden mögen. Es reicht schon, wenn du mit deinem Herzen und nicht mit deinem Verstand auf andere blickst. Wenn du aufhörst, in Schubladen zu schieben, zu kategorisieren, zu verurteilen. Wenn du vergibst. Wenn du Mitgefühl entwickelst und verstehst.

Dann kann die Liebe fließen. Dann findest du Frieden.

Denn Liebe ist das, was du bist. Du bist pure Liebe und immer wenn du dich von ihr abwendest, leidest du. Es ist unnatürlich und erzeugt Schmerz.

Vertraue deinem Herzen
Wann immer du deinem Herzen folgst, kannst du dir sicher sein, dass es dich nicht irre leitet. Dass es das Beste für dich will. Dass es dich dorthin führt, wo du lernen und wachsen und dich lebendig fühlen kannst.

Der Verstand wird das nicht tun. Der Verstand kann es nicht tun, denn er ist voller Angst. Er hält krampfhaft an Altem fest, denn neue Dinge kennt er nicht. Er mag Vertrautes und scheut das Risiko.

Das Herz geht All-In. Das Herz ist ein Draufgänger.

Wenn du wirklich dein eigenes Leben leben willst, wenn du Frieden finden und dich lebendig fühlen willst, folge dem Weg deines Herzens.

Das bedeutet nicht, dass immer alles einfach wird und du nie wieder leiden wirst. Oh nein, du wirst zeitweise an deine Grenzen stoßen – so viel ist sicher. Aber all diese Erfahrungen werden dir dienen, dich zu erinnern, wer du bist.

Hör auf zu kämpfen
Das Leben muss kein Kampf sein. Du entscheidest, dass es so ist. Aus Unwissenheit. Unbewusstheit. Aus Angst. Anstatt dich dem Leben hinzugeben, leistest du Widerstand. Jeden Tag. Du kämpfst gegen das Leben und gegen dich selbst. Du denkst, es müsste so sein, doch das ist Blödsinn.

Dafür ist das Leben zu schade.

Dein Leben kann voller Liebe und Freude sein. Du kannst voller Liebe und Freude sein.

Es ist deine Entscheidung. Kampf oder Hingabe? Angst oder Liebe? Mangel oder Fülle? Leid oder Freude?

Wie entscheidest du dich?


P.S.: Ich kann dir die Entscheidung nicht abnehmen, aber ich kann dir helfen, inneren Frieden zu finden. Wie? Klick hier.


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