Als Sportmuffel mit Ausdauersport beginnen – So klappt’s!

Es ist kein Geheimnis, dass ich noch nicht immer so sportlich war wie heute. Ich war schlicht und einfach faul. Das kann und will ich auch gar nicht schön reden. Ich hasste Leichtathletik und kämpfte mich durch die Bundesjugendspiele mit größter Unlust. Außerhalb der Schule versuchte ich es daher gar nicht mit Sport. Das war in zweierlei Hinsicht ein Fehler. Zum einen führte es dazu, dass ich mich extrem unwohl fühlte. Zum anderen verdeckte meine Genervtheit dem Schulsport gegenüber jegliche Erinnerung an Bewegung, die mir Freude machte.

Da war etwa Bodenturnen, was ich liebte und immer Einsen erzielte. Oder Basketball, wo ich zu Höchstleistungen fähig war (und sogar das Laufen und Sprinten regelrecht genoss). Ich war trotz meiner Größe so gut, dass ich sogar Dirk Nowitzki Konkurrenz hätte machen können. Naja, zumindest dem zehnjährigen Dirk Nowitzki. Aber hey – das ist doch was.

Doch diese Tatsachen wurden einfach überdeckt von meinem allgemeinen Groll auf Sport. Ziemlich traurig, oder?

Da uns allen Bewegung im Blut liegt, bin ich der festen Überzeugung, dass es für jeden eine passende Sportart gibt. Ob eine Sportart zu uns passt, hängt von einem ganz entscheidendem Punkt ab.

Spaß und Sinn
Wir können einen Sport nicht dauerhaft betreiben, wenn wir keinen Spaß haben. Sport soll uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Auf diese Weise fällt uns die jeweilige Sportart sogar dann relativ leicht, wenn wir gerade erst mit ihr angefangen haben. Der Spaß sollte bei jeglicher sportlicher Betätigung im Mittelpunkt stehen.

Eng verknüpft mit dem Spaß ist der Sinn hinter der Bewegung. In der Schule machte für mich der Sprint des Sprintens willen keinen Sinn. Der Sprint im Basketball um dem Gegner den Ball abzuluchsen oder schnell zum Korb zu kommen hingegen schon.

Die Sinnhaftigkeit einer Sportart entscheidet über deinen Enthusiasmus. Allerdings nur, wenn du den Sinn in deinem Innern findest und nicht im Außen. Wenn du zum Beispiel laufen gehst, um besser auszusehen, reicht das als Sinn meistens nicht aus, denn du machst es für andere. Es ist wahrscheinlich, dass du schnell wieder aufgibst. Finde deinen Sinn im Innern. Betreibe Sport, weil du dich besser fühlen, auspowern oder bis an deine Grenzen gehen möchtest.

Um herauszufinden, was dir Sinn und Spaß gibt, kommst du ums Ausprobieren nicht herum. Vielleicht erinnerst du dich ja auch an Sportarten aus deiner Vergangenheit, die dir immer Spaß machten oder dich schon immer reizten. Beginne mit diesen Sportarten.

Beachte auch, was für ein Typ du bist.

  • Eher Teamplayer oder Einzelgänger?
  • Willst du bis an deine körperlichen Grenzen gehen oder hauptsächlich Spaß haben?
  • Soll es ums Gewinnen gehen oder den Sport an sich?
  • Möchtest du nach Anleitung trainieren oder einfach drauf los?

Vielleicht brauchst du ja auch einen Ausgleich, weil du im Job im Team arbeitest und auch mal etwas alleine erreichen möchtest oder umgekehrt.

Was du beachten solltest
Deine Gesundheit steht an erster Stelle. Nach einer langen Sportpause oder wenn du älter als 35 bist oder bestimmte Krankheiten oder Beschwerden hast oder hattest, solltest du vor der Aufnahme einer sportlichen Tätigkeit einen Arzt konsultieren. Auch bei (starkem) Übergewicht ist nicht jede Sportart zu empfehlen, da sie sich negativ auf die Gelenke auswirken kann.

Ansonsten gilt: Alles, was sich gut anfühlt und dir gefällt, ist erlaubt. Solltest du Schmerzen haben oder sind bestimmte Bewegungen unangenehm, zwinge dich nicht zum Weitermachen. Arbeite mit deinem Körper, nicht gegen ihn.

Nimm dir nicht zu viel vor. Gerade am Anfang, wenn uns eine neue Sportart richtig viel Spaß macht, fühlen wir uns so beflügelt, dass wir am liebsten jeden Tag alles geben und immer schneller immer besser werden möchten. Das ist grundsätzlich löblich, trotzdem solltest du es nicht übertreiben. Die Ausdauer und auch die Muskeln gewöhnen sich relativ schnell an die neue Belastung. Die Sehnen und Gelenke hingegen nicht. Sie brauchen eine Weile, um sich anzupassen. Überfordern wir sie, kann es zu schweren Verletzungen kommen.

Du kannst deinen Körper allerdings sehr gut in Form von Krafttraining unterstützen. Es stärkt die Muskeln im Vergleich zum Ausdauersport um ein Vielfaches und kann so deine Leistung beim Cardio-Training verbessern. Das gezielte Trainieren deiner Muskeln möchte ich dir hiermit unbedingt ans Herz legen. In diesem Artikel beschreibe ich ausführlich, warum Krafttraining so wichtig ist. (Öffne den Artikel am besten jetzt gleich in einem neuen Tab, damit du nicht vergisst, ihn zu lesen!)

In der Zeit nach der sportlichen Betätigung läuft den Körper auf Hochtouren. Während der Belastung greift der Körper auf Reserven zurück. Im Ruhezustand nach dem Training geht es dann vor allem darum, Speicher wieder aufzufüllen und den Körper besser auf die nächste Belastung vorzubereiten. Der Sauerstofftransport zu den Zellen wird durch eine Vermehrung der roten Blutkörperchen und dem Hämoglobin erhöht. In den Muskeln wachsen neue Blutgefäße um die Muskeln noch besser mit Sauerstoff versorgen zu können. Sogar der Herzmuskel verstärkt sich, um effizienter arbeiten zu können.

Diese ganzen Arbeiten laufen im Hintergrund. Wir bekommen von ihnen nichts mit. Daher passiert es schnell, dass wir unseren Körper überfordern. Darunter leidet auch das Immunsystem. Lass deinem Körper am besten einen Tag Zeit, sich zu erholen. Unterstütze die Regeneration durch sachte Bewegung, viel Trinken und Schlaf. Alkohol behindert den Stoffwechsel. Wenn du deinem Körper genügend Zeit zur Erholung gibst, wird deine Leistung stetig steigen. Eine Überforderung des Körpers kann zu Stagnation deines Traininsstandes führen.

Warum überhaupt Ausdauertraining?
Wer frühzeitig mit Sport und Fitness beginnt, kann bis ins Alter den Leistungsstand eines 30-jährigen erhalten. Wer erst viel später anfängt kann immerhin noch das Leistungsniveau von 20 Jahre jüngeren untrainierten Personen erreichen.

Ausdauersport wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf den ganzen Körper aus. So kann man unter anderem

  • den Blutdruck senken
  • die Konzentrationsfähigkeit erhöhen
  • das Thromboserisiko mindern
  • die Insulinausschüttung verringern
  • den Cholesterinspiegel senken
  • die Lungenkapazität und -arbeit verbessern
  • eine deutlich höhere Stresstoleranz erreichen
  • Depressionen vermeiden bzw. mildern

Ausdauersport ist für jeden geeignet. Auch (oder gerade) für Menschen nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall ist Ausdauersport wichtig.

Wann fängst du an?
Ausdauersport war für mich nicht immer ein Vergnügen. Ich japste und hechelte und hatte ständig Seitenstiche. Doch nicht zuletzt durchs Ausdauertraining habe ich gelernt, was mein Körper leisten kann und will. Der Körper freut sich über körperliche Herausforderungen und möchte auch mal außer Atem sein. Dieses Verlangen liegt tief in unseren Genen, wir müssen uns nur erinnern. Unser Körper ist nicht dafür gemacht, stundenlang zu sitzen und minimalste Arbeiten zu verrichten.

Auf Dauer wird sich der Körper rächen, wenn wir ihm nicht das geben, was er braucht. Kleine Zipperlein und Wehwehchen werden schließlich zu ernsthaften Beschwerden, die unsere Lebensfreude dämpfen und uns unzufrieden machen. Das kannst du wirklich nicht wollen.

Du allein hast es in der Hand. Möchtest du dich bis ins hohe Alter fit oder schon mit 50 erschöpft und krank fühlen? Möchtest du gerne in deinem Körper leben oder ihn am liebsten umtauschen? Möchtest du glücklich sein oder unzufrieden?

Du entscheidest.


Du möchtest noch heute ein besseres Leben und mehr Lebensqualität empfinden? Dann hol dir gleich das kostenlose eBook “8 Gewohnheiten, die dein Leben sofort verbessern” und regelmäßige Inspirationen per Mail:

Kostenlos. Kein Spam. Jederzeit mit einem Klick wieder abmelden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.