Wie du endlich deine Schönheit erkennst

Was ist Schönheit? Vermutlich hast du bei dieser Frage bereits ein ganz bestimmtes Bild im Kopf. Und höchstwahrscheinlich zeigt dieses Bild nicht dich. Natürlich nicht. Du hast eine zu große Nase, ein ausladenes Becken oder ungleich große Brüste. Nichts im Vergleich zu Supermodels oder deiner Lieblingsschauspielerin. Schon seit jeher versucht die Menschheit, Schönheit zu definieren. Und ebenso lange fühlen sich Menschen, die nicht in dieses Ideal passen, unschön oder sogar hässlich. Dabei ist der Versuch, Schönheit zu normen genau das: Ein Versuch. Denn es geht nicht. Wir können Schönheit nicht an Äußerlichkeiten festmachen.

Hä? Aber ist Schönheit nicht genau das? Äußerlichkeiten?

Eben nicht.

Schönheit ist viel mehr. Schönheit ist unser Charakter. Unsere Ausstrahlung. Unsere Selbstliebe. Und Schönheit ist so subjektiv, dass wir sie nicht für alle Menschen definieren können.

Betrachte mal die Bilder von Salvador Dalí. Sind sie schön? Ja? Nein? Manche sagen, Dalís Werke wären Meisterwerke der Kunst. Du denkst da möglicherweise ganz anders drüber. Genauso findet der eine Brad Pitt attraktiv und der nächste Cristiano Ronaldo. Und das ist auch gut so.

Die Natur hat es nicht vorgesehen, dass wir alle gleich aussehen, sondern so vielfältig wie möglich sind. Die Natur hat jeden von uns einzigartig gemacht. Du bist besonders – ein Unikat. Möchtest du nicht genau das bleiben? Möchtest du nicht lieber einzigartig sein anstatt zu versuchen, dich in eine Schablone zu pressen, die (seien wir ehrlich) dein Leben nicht besser machen wird? Denn es gibt einen großen Haken am Schönheitsideal: Du lebst in Angst vor dem Verfall deiner Schönheit.

1. Das Schönheitsideal ist an ein Alter gebunden. Einem Alter, in dem die Falten noch nicht sichtbar sind und die Haut so straff wie ein Gummiband ist. Je näher wir dem Ende dieses Alters kommen (was schnell geht, denn die Zeitspanne ist kurz), desto mehr klammern wir uns fest. Klar, denn wir denken, unsere Lebensqualität sei an unsere Schönheit und diese wiederum an unser Alter gebunden. Um jeden Preis versuchen wir also, diesen Verfall hinauszuzögern – und zerstören uns ironischerweise durch genau diesen panischen Versuch unsere Lebensqualität. Denn in Angst zu leben ist Gift für ein glückliches Leben. Jeden Morgen ist den Spiegel zu schauen, auf der Suche nach einer neuen Falte oder hängender Haut und ständig Anti-Aging-Wundern hinterherzulaufen, macht unzufrieden, denn du fühlst dich gestresst und gehetzt.

2. Das Schönheitsideal ist an ein Gewicht gebunden. Oooooh, ob der Schokokuchen nicht zu viel ist? Nicht, dass sich der Bauch unterm Kleid abzeichnet… Solche Gedanken haben Millionen Frauen. Ich sage: Rein mit dem Schokokuchen! Damit rufe ich natürlich nicht zu einer ungesunden Ernährung auf. Aber ich rufe dazu auf, dich nicht zu stressen. Ich bin davon überzeugt, dass wir ein für unseren Körper ideales Gewicht haben, das wir problemlos halten können, ohne ständig auf die Waage zu steigen und Diät-Tage einzulegen. Vorausgesetzt, wir hören auf unseren Körper. Er weiß, was wir wann brauchen (hauptsächlich gesunde Ernährung und Bewegung, hin und wieder aber eben auch mal einen Schokokuchen). Das bedeutet zwar, dass dein Idealgewicht 5 Kilo über deinem Wunschgewicht liegen könnte. Es bedeutet aber auch, dass dein Leben nicht mehr so stressig und vor allem nicht so sorgenvoll wird.

Die Illusion des Schönheitsideals
Zu denken, Schönheit würde dein Leben ändern ist ein fataler Fehler, den ich auch begangen habe. Kein gutes Haar konnte ich an mir lassen. Wie auch? In jedem Magazin konnte ich lesen, was an mir nicht stimmte: Zu dünne Haare und die falsche Haarfarbe (uääh, Aschblond – unbedingt tönen!). Eine Nase, die es mir unmöglich machte, einen Mittelscheitel zu tragen (offenbar betont ein Mittelscheitel die Nase und meine hat nicht “die perfekte Nasenform”). Zu wenig Taille, was enge Kleider tabu machte, denn die “sind nur etwas für Frauen mit Sanduhrenfigur”. Meine Fingernägel sind nicht wie der perfekte Nagel oval, sondern rund bzw. quadratisch, was es nötig machte, sie lang und lackiert zu tragen. Ich könnte noch ewig so weitermachen. Ich könnte aber auch einfach sagen: Ich war absolut unzufrieden mit mir.

Ich habe (wie eigentlich ALLE Menschen) viele äußerliche Merkmale, die nicht als “perfekt” gelten und mir früher wahrlich zu schaffen machten. Heute ist das anders. Heute betrachte ich mich gern im Spiegel und mag Fotos von mir. Dabei sind all die Merkmale, die ich dir aufgezählt habe natürlich immer noch da. Aber innerlich habe ich mich verändert und entwickelt. Innerlich bin ich zufrieden, dankbar und glücklich.

Sei dankbar für deinen Körper
Nimm dein Aussehen an und lerne, dankbar dafür zu sein, was er täglich leistet und dir ermöglicht. So nimmt dein Leben eine unglaublich befreiende Wende. Gleichzeitig ist es eine Wende deines bisherigen Lebensstils. Die Dankbarkeit nämlich, die du deinem Körper entgegenbringst, endet nicht vor dem Spiegel, sondern äußert sich auch in deinem Ess- und Bewegungsverhalten.

Wenn du dankbar bist, behandelst du deinen Körper auch so. Schließlich spiegelt sich die Dankbarkeit auch in deinem Aussehen wieder. Du wirst attraktiver, wenn du dich selbst annimmst und dich wohlfühlst, denn du strahlst von innen.

Sieh doch, was für ein Wunder dein Körper ist. Rund um die Uhr arbeitet er. Er regeneriert Zellen. Pumpt literweise Blut durch das weit verzweigte Adernnetz. Verschließt Wunden. Verdaut alles, was wir essen. Er bekämpft Krankheiten. Unterstützt uns so gut er kann, wenn wir in einer Stresssituation sind. Oder wenn wir frieren. Er tut einfach immer sein Bestes und ermöglicht uns so erst unser Leben.

Unser Körper ist nicht unser Feind. Er ist unser Freund. Er will, dass es uns gut geht. Dafür rackert und rackert er. Ständig. Und wir verachten ihn wegen einer schiefen Nase oder zu schmalen Lippen?

So erkennst auch du deine Schönheit
Wenn wir unseren Körper nicht wertschätzen, behandeln wir ihn auch nicht gut. Er ist es uns nicht wert. Wenn wir ihn allerdings schlecht behandeln, kommen wir auch niemals in die nötige Wertschätzung. Ein Teufelskreis. Wie kannst du ausbrechen?

Meditation
Durchs Meditieren richten wir unseren ganzen Fokus auf uns und unseren Körper. Wir lernen ihn kennen, wie wir ihn nie zuvor kennen gelernt haben. Das schafft eine einmalige Verbindung zwischen Körper und Geist.

Es ist vergleichbar mit einer Beziehung zu einem Menschen. Vielleicht kennst du das: Du hast einen Menschen in deinem Leben, den du nicht besonders magst oder mit dem du einfach nicht so richtig warm wirst. Trotzdem triffst du wieder und wieder mit ihm zusammen und lernst ihn so immer mehr kennen. Mit der Zeit entwickelt sich eine Freundschaft, die du nie für möglich gehalten hättest.

Mir ist das schon ein paar Mal passiert. Mit Menschen und mit meinem Körper. Fange an, dich mit dir zu beschäftigen, dann wirst du mit der Zeit immer mehr in die Selbstliebe kommen.

Gesund leben
Blabla… schon wieder gesund leben? Ja! Das ist mein Tipp für alles im Leben. Es funktioniert einfach nicht, dass du Freundschaft mit einem Körper schließt, der sich schlecht anfühlt und du (!) diesen Zustand selbst verschuldet hast. Wenn sich dein Körper aber gut anfühlt, kannst du ihm nicht viel vorwerfen (und machst es auch nicht).

Glaubenssätze auflösen
Wir finden uns meistens deswegen nicht schön, weil wir eine ganz genaue Vorstellung davon haben, was Schönheit bedeutet. Wir glauben daran, dass so der perfekte Mensch aussieht. Wenn wir sagen, die perfekte Nase ist schlank und gerade, halten wir das für die Wahrheit. Eine Mensch mit einer knubbeligen Nase ist folglich hässlich. Das klingt hart. Tatsächlich habe ich aber früher genauso gedacht. Ich habe nicht nur mich, sondern auch andere Menschen in “schön” und “nicht schön” eingeteilt, je nachdem, wie ähnlich sie dem Schönheitsideal waren.

Mit der Zeit habe ich diese Glaubenssätze durch neue ersetzt. Inzwischen denke ich nicht mehr “Frauen mit großen Augen sind schön” sondern “Frauen sind schön” – eine wahre Befreiung.

Tausche den Schmerz in Lebensfreude
Wenn du bis hierhin gelesen hast, geh es dir vermutlich ähnlich wie mir damals. Ich wäre damals dankbar gewesen für diese Ratschläge, denn sie hätten mein Leben viel früher so viel besser gemacht.

Wie du dir sicher vorstellen kannst, liegt mir dieses Thema sehr am Herzen. Ich weiß, wie es ist, seinen Körper anzufeinden. Es tut verdammt weh. Ich kenne so viele Frauen, die dieses Gefühl für den Normalzustand halten. Aber das ist es nicht. Oh nein. Durch diesen inneren Schmerz büßen sie so viel Lebensfreude ein.

Lass nicht zu, dass der Schmerz über dein Leben bestimmt. Befreie dich von ihm und beginne ein Leben, das dich tanzen lässt. Die Lebensfreude wartet auf dich – geh bitte auf sie zu.

Du hast es so verdient!


Erlaubst du mir, diesen Weg mit dir zu gehen? Ich möchte dich gern unterstützen. Mehr Infos.


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2 thoughts on “Wie du endlich deine Schönheit erkennst

  1. Liebe Maike!
    Danke für diesen wunderbaren Beitrag. Ich habe eine ganze Serie zum Thema “Anleitung zum schön sein” geschrieben, da dieses Thema unter Frauen ja immer wieder gefragt ist. Auch demnächst möchte ich mich wieder damit auseinander setzten. Es ist befreiend deine Theorie und Interpretation dazu zu lesen. Vielen dank für diese Inspiration – lg Melanie – http://www.honigperlen.at

    • Hallo liebe Melanie,
      das klingt ja spannend. Da werde ich mal nachschauen. :-)
      Es ist auf jeden Fall ein großes Thema unter Frauen. Es ist gut, sich immer wieder damit auseinander zu setzen und sich zu fragen: Bin ich momentan in meiner Selbstliebe, in meiner Schönheit, in meiner Weiblichkeit oder was ist das, was mich gerade daran hindert?

      Schön, dass der Artikel so befreiend auf dich wirkt.

      Liebe Grüße
      Maike

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