Meine 3 größten Erkenntnisse aus 2017 (und was ich dir seit drei Jahren verschweige)

So. Heute ist bereits Tag 3 des neuen Jahres. Wahnsinn! Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber der Neujahrszauber ist bei mir noch nicht verflogen. Ich habe Pläne und Visionen für 2018, die vermutlich größer sind als ich sie je gemacht habe. Doch es fühlt sich gut an. Richtig. Und absolut machbar. Ein wundervolles Gefühl! Auch ich habe mir zwischen den Jahres einige Gedanken gemacht – über das alte und das neue Jahr. Und ich hatte im letzten Jahr drei große Erkenntnisse, die so viel verändert haben. Und irgendwie auch nichts. Um was es geht, erfährst du später.

Ich möchte dich einladen, mit mir mein Jahr 2017 Revue passieren zu lassen.

Warum Jahresrückblicke so wichtig sind
Früher habe ich mir nicht viel aus Jahresrückblicken gemacht. Ich habe nicht so richtig verstanden, was mir der Blick aufs vergangene Jahr bringen soll. Es ist doch einfach nur noch ein Jahr vergangen, oder?

Inzwischen schätze ich Jahresrückblicke, denn sie verraten eine ganze Menge über uns und helfen uns, uns immerzu weiterzuentwickeln. Denn Entwicklung bedeutet Leben. Wir können so einen Jahresrückblick auch wie ein großes Tagebuch sehen, in das wir Gutes und Schlechtes schreiben. Uns selbst reflektieren. Unsere Schwächen, aber auch unsere Stärken. Selbst, wenn sich im letzten Jahr nicht viel verändert hat, kannst du doch lernen. Denn auch das verrät etwas über dich.

Warum hat sich nichts verändert? Waren es Menschen, Umstände, Gedanken, die dich zurück hielten? Wolltest du nichts verändern? Warum nicht?

Was waren Meilensteine in deinem letzten Jahr? Warum waren sie so bedeutend? Hast du sie herbeigeführt oder sind sie einfach so passiert?

Bist du der Mensch, der du dir vor einem Jahr gewünscht hast zu sein? Bist du der Mensch, der du sein möchtest, wenn du morgen stirbst?

Wofür bist du dankbar? Was hat dich glücklich gemacht? Was unglücklich? Was hast du gelernt? Was waren deine 3 größten Erkenntnisse?

All diese Fragen bringen dich näher zu dem Menschen, der du eigentlich bist.

Hier sind meine 3 größten Erkenntnisse des Jahres 2017:

1. Das Universum stellt uns Aufgaben, um zu wachsen
Vor einigen Wochen war ich in einer Situation, die mich stark herausforderte. Mir wurde Unrecht getan. Gleich zwei Mal an einem Tag. Das beschäftigte mich mehr als ich gedacht hätte. Zwei Tage später wurde mir erneut Unrecht getan von einem Menschen, der mich eigentlich besser kennen sollte. Zwei meiner größten Werte, Ehrlichkeit und Respekt, wurden in Frage gestellt. Auch das beschäftigte mich – noch mehr als davor. Es war ein richtig beschissenes Gefühl.

Weitere zwei Tage später wurde mir erneut Unrecht getan. Ich fragte mich, was im Moment eigentlich los ist, aber es traf mich nicht mehr. Es ging zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus.

“Ich kenne die Wahrheit”, dachte ich. “Ich muss niemanden davon überzeugen, der eh nicht bereit ist, seine eigene Wahrheit aufzugeben.” Und mit diesem Gedanken ging ich zum normalen Tagesgeschehen über.

Ein paar Minuten später durchströmte mich ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit. Es war wunderschön. Ich erkannte, dass ich soeben gelernt hatte, mit Unrecht umzugehen.

Ich hatte eine neue Fähigkeit gelernt. Einfach so. Weil das Leben mich herausforderte.

Plötzlich sah ich die letzten Tage völlig anders. Ich bewertete sie anders. Ich war wirklich dankbar für diese Erfahrungen, denn sie ließen mich wachsen. Ist das nicht einfach wundervoll?

Im Leben werden dich Schwierigkeiten erwarten. Das gehört dazu und ist völlig normal. Aber diese Schwierigkeiten sind nicht dafür da, um dich zu zerbechen, sondern um dich zu stärken. Es kann sein, dass das Universum dir immer und immer wieder einen Haufen Mist vor die Füße wirft, bis zu gelernt hast, damit umzugehen.

2. Ich bin ein spiritueller Mensch
Mein ganzes Leben habe ich den Glauben anderer Menschen zwar akzeptiert, aber so wirklich verstanden habe ich ihn nicht. Ich hatte keinen Zugang zum Glauben. Hier ein paar Beispiele:

Ich habe nie an Gott geglaubt, dafür aber an Übernatürliches. Früher als Kind und Jugendliche war ich überzeugt davon, dass es Hexen gibt und habe immer gehofft, dass sich auch mir irgendwann meine magischen Fähigkeiten offenbaren. Als Glaube habe ich das trotzdem nicht gesehen.

Ich habe Islamwissenschaften studiert, aber obwohl ich die Fakten über diese Religion kennenlernte, konnte ich sie nie wirklich verstehen. Ich konnte sie nicht greifen.

In diesem Jahr erkannte ich: Glaube kann man nicht verstehen. Man fühlt ihn oder nicht. Glaube ist nicht so logisch wie 1+1=2. Er findet nicht im Kopf statt, sondern im Herzen. Ich hatte lange keinen Zugang zu meinem Herzen, weswegen es mir schwer fiel, Glaube zu erkennen oder zu begreifen.

Jeder glaubt an irgendetwas. An Karma. An Gott. An die String-Theorie. An Reinkarnation. An Weiße Löcher.

Woran ich glaube? An das Gesetz der Anziehung. Dass die Energie, mit der wir Essen zubereiten, darüber entscheidet, wie das Essen schmeckt. An Wurmlöcher. Dass das Universum uns herausfordert, um zu wachsen. Dass ich mit einer bestimmten Aufgabe auf diese Welt gekommen bin. Dass wir alle verbunden sind.

All das und noch mehr bestimmt meinen Alltag.

Hätte ich mich vor einem Jahr als spirituellen Menschen bezeichnet? Auf keinen Fall! (Unter anderem, weil ich Spiritualität mit Weltfremdheit gleichsetzte und nicht mit “Esoterikern” in einen Topf geschmissen werden wollte.)

Heute sage ich: Ja! Denn, wie ich seit letztem Jahr weiß: Es ist nichts Seltsames dabei, spirituell zu sein. Spiritualität ist für mich ein Weg, mich mit dem Universum und allem, was sich darin befindet, zu verbinden. Spiritualität ist für mich ein Weg, ich zu werden.

3. Ich habe eine Aufgabe
Ich glaube, wir alle werden mit Fähigkeiten, Talenten und Sehnsüchten ausgestattet, um der Welt irgendwie zu dienen. Kurz vor Silvester erkannte ich meine Aufgabe. Mir fiel nicht nur ein, warum ich ursprüglich diesen Blog startete, sondern konnte auch eine Verknüpfung zwischen all meinen früheren Berufswünschen herstellen.

Ich wollte Polizistin werden, Staatsanwältin, Bewährungshelferin, Yoga-Lehrerin im Gefängnis, kriminologische Beraterin für die Polizei, ich wollte gegen den Terror kämpfen, mich für Menschenrechte einsetzen und für den interkulturellen Dialog stark machen. All das innerhalb weniger Jahre. Am Ende habe ich mich gegen all diese Berufswünsche entschieden – weil nichts so recht passen wollte.

Auf der Suche nach meiner Berufung, zerbrach ich mir den Kopf über einen gemeinsamen Nenner meiner Berufswünsche. Sie sind alle ähnlich, ohne Frage, aber ob ich kriminelle Menschen anklage oder ihnen helfe, ist ein großer Unterschied. Und wie passt mein Blog da rein?

Erst vor ein paar Tagen habe ich den gemeinsamen Nenner gefunden: Weltfrieden. Seit meiner Kindheit träume ich davon. All meine Berufswünsche zielten darauf ab, die Welt friedlicher zu machen.

Und plötzlich fiel mir wieder ein, warum ich meinen Blog startete. Es war nicht einfach nur der Wunsch, die Menschen glücklicher zu machen. Es war der Wunsch, etwas zu verändern. Ich habe es nie ausgesprochen, weil ich Angst hatte, dass du, als mein Leser, dich dadurch manipuliert fühlst. Dass du denkst, du wärst nur ein Mittel zum Zweck. Das wollte ich unbedingt vermeiden und habe diese Tatsache deswegen fast vergessen: Ich wollte Menschen helfen, glücklicher zu werden, weil jeder glückliche Mensch mehr die Welt friedlicher macht.

Bevor ich diesen Blog startete, hatte ich sogar ein paar Tage lang einen anderen Blog: Change the World. Ich wollte darin zum bewussten Umgang mit Mensch, Tier und Natur aufrufen. Ich löschte ihn wieder, weil ich das Gefühl hatte, den Moralapostel zu spielen und mich nicht wohl dabei fühlte. Schließlich entschied ich mich für diesen Blog, weil wir ganz automatisch anfangen, Mensch, Tier und Natur zu respektieren, wenn wir glücklich sind. Innerer Frieden und somit auch Weltfrieden beginnt niemals im Außen, sondern in unserem tiefsten Innern, indem wir unsere eigene Wahrheit erkennen und danach leben.

Dies hielt ich für den besseren und nachhaltigeren Weg, die Welt friedlicher zu machen. Und er machte mich selbst glücklicher. Er passte zu mir.

Ich fühle mich anders seit ich denke, eine Aufgabe zu haben. Vollständiger. Es ist schwer zu beschreiben, aber es ist toll.

Das Vergessen um meine ursprüngliche Motivation war sicher auch ein Grund, warum ich so lange auf der Stelle trat. Ich fokussierte mich viel zu viel auf den Blog, der ohne Frage wichtig ist, aber auch nicht alles. Es gibt so viel zu tun, was nichts mit meinem Blog zu tun hat.

Und ich freue mich darauf!

Wie war dein Jahr 2017?
Nun hast du Einiges über mich erfahren. Und ich fühle mich frei, weil du endlich den wahren Beweggrund für meine Arbeit kennst (und ich ihn wiedergefunden habe). Dadurch liegst du mir übrigens nicht weniger am Herzen – ganz im Gegenteil.

Ich habe große Pläne für 2018. Zum ersten Mal habe ich mir einen Quartalsplan gemacht, der mir Struktur, Klarheit und Fokus gibt. Jedes Quartal steht unter einem anderen Motto – sodass ich mich nicht verzettele, weil ich irgendwie alles auf einmal machen möchte.

Und nun verrate mir: Wie war dein 2017? Welche Erkenntnisse konntest du gewinnen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!


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2 thoughts on “Meine 3 größten Erkenntnisse aus 2017 (und was ich dir seit drei Jahren verschweige)

  1. Oh wow. Dieser Beitrag hat mich so richtig “abgeholt”, liebe Maike!
    Was du zum Thema Glauben schreibst, kann ich soo nachvollziehen! Nicht nur den anfänglichen Unwillen “mit Esoterikern in einen Topf geworfen zu werden”, sondern auch deine generelle Einstellung zu dem Thema. Je mehr ich micht dafür öffne, desto mehr zeigt sich das Gesetz der Anziehung / das Universum und sorgt dafür, dass ich daran glauben lerne. Außerdem finde ich es enorm wichtig, an erster Stelle an sich selbst zu glauben. Deswegen dachte ich lange auch, ich müsste an nichts anderes glauben. Dabei verstärkt sich mein Glaube an mich und meine Fähigkeiten, je mehr ich an das Universum glaube.
    Schon seltsam. Aber beruhigend. :)
    (Ich hoffe, das war jetzt nicht allzu wirr. Du weißt ja, ich schreibe gerne einfach runter, was mir durch den Kopf geht.)

    Als ich den Absatz über deine früheren Berufswünsche und deinen alten Blog gelesen habe, ging mir sofort der Gedanke “Sie wäre eine perfekte Friedens-Vermittlerin” durch den Kopf. Lustig, wie man selbst oft Jahre braucht, um den gemeinsamen Nenner zu finden und andere erkennen ihn auf einen Blick.
    Ich freue mich jedenfalls unheimlich für dich, dass du diesen Nenner jetzt gefunden hast! Dadurch kannst du frisch motiviert ans Werk gehen – wie auch immer das aussehen wird.

    Meine Erkenntnis aus 2017 war wohl die, dass ich selbst in der Hand habe, wie ich mein Leben gestalte und mein Glück finde. Dass wir alle es selbst in der Hand haben. Anstatt zu sagen “Daran kann ich eh nichts ändern”, sollte man es vielleicht einfach doch versuchen.

    In diesem Sinne… ich bin gespannt, was 2018 von dir so alles kommt und wünsche dir alles Liebe!
    Chrissi

    • Hallo liebe Chrissi,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar!

      Ich freue mich, dass du dich im Artikel wiederentdeckst. Es geht mir ganz genauso wie dir: Weil ich der festen Überzeugung bin, dass mich das Universum in allem unterstützt, was ich möchte, bestärkt das meinen Glauben in mich selbst. Eben weil ich weiß, dass ich alles schaffen kann. Verrückt. :-D

      Ich wundere mich selbst, dass ich diesen Nenner nicht schon viel früher gefunden habe. Vielleicht liegt es daran, dass der Nenner so “groß” ist. Ich habe einfach das Gefühl, mir wurde nie beigebracht, groß zu denken, sondern immer schön angepasst und durchschnittlich. Und bedauerlicherweise geht es wohl den meisten so. Dabei steckt so viel in uns, wenn wir es endlich mal zulassen würden. Wir haben der Welt so viel zu geben – egal, ob es unser Einsatz für den Weltfrieden oder das allerbeste Brot der Welt ist. Es ist einfach nicht fair, unsere Gaben den anderen Menschen vorzuenthalten.

      Eine schön Erkenntnis hast du gewonnen. Und eine noch viel wichtigere dazu.

      Ich freue mich auch darauf, was du so vorhast. Dein Wort des Jahres verspricht ja schonmal Einiges! Das wird super! :-)

      Ganz liebe Grüße
      Maike

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