In 4 Schritten zu mehr Selbstachtung

Es gibt wenig, was so unzufrieden macht wie der Vergleich mit anderen. Und leider passiert gerade das viel zu oft. Es ist eine riesige Hürde auf dem Weg zum Glück. Aber wer sie überwunden hat, kann sich über ein großes Plus an Zufriedenheit und Lebensfreude freuen. Es fällt vielleicht schwer und wirkt im ersten Moment unerreichbar, aber ich habe es geschafft und du sollst es auch schaffen!

Schritt 1: Werde dir deiner Stärken bewusst
Charakter, Talent, Aussehen – jeder Mensch hat in jedem Bereich Stärken! Ich finde es furchtbar, wenn Menschen sich selbst klein machen. Ich weiß von mir selbst, dass das wie von selbst kommt, weil man so sehr auf seine Schwächen konzentriert ist. Aber es ist unnötig, denn erstens überwiegen bei keinem Menschen die Schwächen und zweitens nehmen Außenstehende die Schwächen nie so wahr, wie man selbst. Wir betrachten uns selbst übertrieben kritisch, wie in einer Karikatur und das ist der erste Punkt, der dir bewusst werden muss.

Nimm dir Zettel und Stift sowie Ruhe und Zeit. Setz dich hin, mit einem heißen Tee oder einer duftenden Tasse Kaffee und denke nur über dich selbst nach! Nicht über das neue Auto des Nachbarn, nicht über die perfekten Haare der Kollegin, nur über dich! Schreibe auf, was deine Stärken und Talente sind – äußerlich wie innerlich. Nur keine Hemmungen und nimm keinen zu kleinen Zettel, es ist nur für dich selbst. Eigenlob macht glücklich.

Alternativ kannst du auch einen Brief an dich schreiben und darin deine Stärken aufzählen. Schreibe dabei unbedingt per Hand, es ist persönlicher und prägt sich zudem besser ein. Nimm dir Zeit, so viel du brauchst. Vielleicht bist du so sehr auf die Schwächen fixiert, dass dir erstmal gar nichts einfällt. Oder du übersiehst deine Stärken, weil sie dir nicht wichtig genug vorkommen. Aber jede Stärke zählt, ob es schöne Füße sind, die Fähigkeit, dich in andere besonders gut hinein zu versetzen oder das Talent fürs Schnitzen. Geize nicht mit den Komplimenten, auf zwanzig solltest du mindestens kommen.

Nach dieser Übung siehst du dich bestimmt in einem anderen Licht, vielleicht hast du sogar Stärken oder Talente entdeckt, die dir vorher gar nicht so bewusst waren. Nun kannst du zum nächsten Schritt übergehen.

Schritt 2: Erkenne die „Schwächen“ der anderen
Im ersten Moment klingt das nicht besonders nett, das gebe ich zu. Allerdings täuscht das. Es geht bei diesem Schritt nicht darum, andere schlecht zu machen und auch nicht, sich selbst mit anderen zu vergleichen. Es geht darum, zu erkennen, dass andere Menschen ebenfalls Schwächen haben und trotzdem (oder gerade deswegen) sind diese Personen hinreißend und einzigartig.

So viele streben nach einem allgemeinen Schönheitsideal, das aber vermutlich kein einziger Mensch auf der Welt erfüllt und das ist auch gut so! Denn jede Person ist einzigartig und sollte es auch bleiben. Es ist völlig unwichtig, ob jemand Kleidergröße 36 oder 46 trägt oder ob jemand volle oder schmale Lippen hat. Manche unserer Ideale scheinen vollkommen, doch bei näherer Betrachtung haben sie die gleichen Schwächen wie wir – und es ist völlig egal!

Oder ist Cameron Diaz weniger schön, weil sie feines Haar hat? Wirkt Barack Obama plötzlich faul, wenn du weißt, dass er gerne lange schläft? Ist Barbara Schöneberger ein schlechterer Mensch als Miranda Kerr, weil sie weibliche Rundungen hat? Nein, natürlich nicht!

Wieso also machen wir uns so viele Gedanken um unsere eigenen vermeintlichen Fehler, wenn es doch niemanden gibt, der nach der Gesellschaftsmeinung „perfekt“ ist? Schon das Wort ist so bescheuert, dass ich es eigentlich gar nicht benutzen möchte. Aber es macht doch ganz gut deutlich, was ich sagen will. Es geht eben nicht darum, perfekt, sondern man selbst zu sein, mit allen Stärken und Schwächen. Denn genau das macht uns aus und hebt uns von anderen ab.

Schritt 3: Verändere dich, aber nicht für andere
Wenn es Dinge gibt, die dich selbst an dir stören, verändere sie. Aber frage dich vorher unbedingt, warum sie dich stören. So kannst du sicher gehen, dass du dich für dich selbst veränderst und nicht gesellschaftlichen Zwängen unterwirfst oder ein Ideal nachahmst.

Wenn du sesshaft werden willst, mit festem Job und eigenem Haus, obwohl du seit der Schulzeit alle paar Monate Arbeit, Land und WG gewechselt hast, frage dich, warum. Weil du dich nach Beständigkeit sehnst? Oder weil du langsam in dem Alter bist, wo das Leben ernster werden sollte?

Sei ehrlich zu dir selbst. Nur dann fällt es dir auch leicht, die Dinge zu verändern, die dich stören. Denn nur diese Veränderungen steigern die Lebensqualität und machen auf Dauer glücklich. Egal ob es lebensverändernde Entscheidungen sind oder ein kleines Feilen am Charakter oder den eigenen Gewohnheiten, bleibe dabei immer du selbst! Natürlich kann man Vorbilder haben, kopieren sollte man aber niemanden. Dadurch entfernt man sich von sich selbst. Außerdem nehmen es andere Menschen, sogar Fremde, wahr, wenn ein Verhalten unecht ist.

Schritt 4: Sei glücklich!
Nun kannst du dich selbst hoffentlich mit mehr Achtung und Wertschätzung zu betrachten. Und wenn du doch mal an dir zweifelst, nimm deine Stärken-Liste und erinnere dich daran, wie viel Positives in dir steckt. Vielleicht fällt dir ja auch noch mehr ein und so kannst du deine Liste stetig erweitern.

Jeder hat eine individuelle, unverwechselbare Persönlichkeit und ein einzigartiges Aussehen und ganz eigene Stärken. Sei immer du selbst und verstell dich nicht! Nicht immer werden dich alle mögen. Dafür mögen dich die richtigen Leute, die gerne mit dir Zeit verbringen und dich genau so nehmen, wie du bist! Ist das nicht viel mehr wert als das ständige Streben nach (unerreichbarer, da nicht existenter) Perfektion?


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