5 furchtbare Wege, dein Leben zu verschwenden

Stell dir mal vor, du wärst unsterblich. Du lebst seit Jahrhunderten und wirst auch noch in 1000 Jahren auf dieser Erde wandeln. Es wäre im Grunde völlig egal, womit du deine Zeit verbringst, denn du hast ja alle Zeit der Welt. Du könntest einfach 300 Jahre Leben verschwenden – aber würdest du es auch tun? Vermutlich nicht. Trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass du täglich deine wertvolle Zeit verschwendest, obwohl du keinesfalls unsterblich bist. Und das ist traurig. Hör endlich damit!

Hier sind 5 wirklich furchtbare Wege, dein Leben zu verschwenden:

1. Einen Job machen, den du hasst
Wenn du dich gerade in einem Job befindest, den du hasst, verschwendest du so viel deiner wertvollen Zeit. Dein Leben findet eben nicht bloß nach Feierabend und am Wochenende statt, sondern immer. Auch deine Arbeitszeit gehört zu deinem Leben. Und es ist viel Zeit.

Wenn es um 5 Stunden in der Woche ginge: Okay! Kein Thema. 5 von 112 wachen Stunden kannst du verschmerzen. 40 Stunden aber sind eine ganz andere Liga. Mehr als ein Drittel deiner wachen Lebenszeit mit einer Aktivität verbringen, die du hasst?

Denk noch mal darüber nach, ob das wirklich so sein sollte.

Es gibt tausende Jobs, die du machen kannst. Vielleicht musst du dafür um die Ecke denken. Mutig sein. Oder schlicht und einfach aufgeschlossen gegenüber allen Möglichkeiten des Lebens. Dir stehen so viele Türen offen.

Vielleicht kennst du meine Story bereits. Seit Beginn meines Studiums arbeitete ich auf eine Karriere als Juristin hin. Zumindest wollte ich irgendwas machen, was mit Recht und Ordnung zu tun hat – eben etwas, was auf meinem Studiengang aufbaute. Ich verrannte mich förmlich in diese Idee, denn es war schließlich die logische Konsequenz aus meinem Werdegang. Ich schaute nicht nach rechts oder links, folgte stur meinem Weg.

Bis mir eines Tages ein Licht aufging. Meine Zukunft würde nicht das sein, was mir entsprach.

Hm.

Ich bin mir sicher, dir geht es ähnlich. Du beschränkst deine Möglichkeiten, weil du Blockaden und Glaubenssätze in deinem Kopf verankert hast, die du schwer umgehen kannst. Doch das solltest du. Du bist völlig frei, die ganze Welt steht dir offen, wenn du das machst.

Blicke über den Tellerrand und bitte, bitte, verschwende dein Leben nicht länger mit einem Job, den du hasst.

Ich arbeite viel. Ich arbeite in meiner Selbstständigkeit und in einem Café. Ja, ich bin Kellnerin. Das ist ganz und gar nicht, was man nach einem Jura- und Arabistikstudium erwarten würde. Doch ich liebe es.

Nein, ich möchte es nicht für immer machen. Aber im Moment ist es perfekt. Es ist ein großartiger Ausgleich zum Home Office.

Wer weiß, welcher Job für dich perfekt wäre? Vielleicht ist es etwas, wovon du schon als Kind geträumt hast. Vielleicht etwas, was du nicht machen möchtest, weil du Angst hast, deine Eltern zu enttäuschen. Vielleicht ist es die Selbstständigkeit.

Was auch immer es ist, du solltest es wagen.

Du bist nicht hier, um in deinem Job zu leiden, sondern um dich selbst voll zum Ausdruck zu bringen.

2. Nachrichten konsumieren
Wenn du dich tatsächlich mit jeder Faser für das Weltgeschehen interessierst, möchte ich dich gar nicht davon abhalten, Nachrichten zu konsumieren. Wenn du allerdings denkst, ”du müsstest auf dem Laufenden bleiben” oder “das gehöre nun mal dazu”, sage ich deutlich: Lass es! Es bringt dir nichts, es frisst einfach nur deine Zeit.

Niemand wird dir am Ende des Lebens einen Test vorlegen und dein Allgemeinwissen abfragen. Niemand wird dich verurteilen, wenn du bei einem Gespräch über ein aktuelles Geschehen sagst: “Davon habe ich noch gar nichts gehört.” Naja, vielleicht schon, aber diese Menschen möchtest du eigentlich gar nicht beeindrucken.

Seit ich keine Nachrichten mehr konsumiere, fühle ich mich wahrlich befreit. Denn, ganz im Ernst: Es passiert jeden Tag etwas auf der Welt, aber Vieles wiederholt sich und Vieles betrifft mich nicht. Ich muss nicht von jedem Fauxpas Trumps lesen. Ich muss nicht wissen, dass nun auch Mercedes unter dem Verdacht steht, Auspuffwerte manipuliert zu haben (Achtung, ich weiß nicht, ob das wahr ist). Und ich muss mich nicht bei jedem Gespräch aktiv beteiligen. Es ist spannend, Menschen zuzuhören, nachzufragen, Neues zu erfahren, wenn es mich interessiert.

Wir tauchen doch eh schon viel zu viel in Medien ab. Da ist es zwischendurch sehr erfrischend mit echten Menschen zu sprechen.

Ich möchte filtern, was in mein Bewusstsein dringt. Ich möchte nicht wahllos konsumieren, nur weil es dazu gehört. Für mich gehören Nachrichten nicht dazu. Punkt.

3. Keine Entscheidungen treffen
Wenn wir keine Entscheidungen treffen, wird jemand anders oder das Leben diese Entscheidung für uns treffen. Wir geben die Verantwortung und damit auch die Kontrolle über unser Leben komplett ab. Das klingt irgendwie einfach – ist aber spätestens dann richtig hart, wenn du dich fragst, ob dein Leben anders verlaufen wäre, hättest du dich eher entschieden. Es ist nämlich gar nicht so lustig, zu erkennen, dass wir die wichtigen Entscheidungen des Lebens einfach dem Zufall überlassen oder dem Schicksal übergeben haben.

Außerdem verlierst du wertvolle Zeit. Je länger du für eine Entscheidung brauchst, desto mehr Zeit verplemperst du – immer. Es spielt keine Rolle, wie groß oder klein die Entscheidung ist. Wenn du im Restaurant 10 Minuten über der Karte hängst, weil du dich nicht entscheiden kannst, verlierst du ebenso Zeit, wie wenn du dich wochenlang vor einer Entscheidung drückst, die dein Leben auf den Kopf stellen würde. Du verschwendest Zeit, die du so viel besser nutzen könntest.

Gewöhn dir an, Entscheidungen aktiv zu treffen. Zeitnah und aus dem Herzen heraus. Es ist normal, dass manche Entscheidungen Angst machen und es wäre auf den ersten Blick so einfach, sich einfach nicht zu entscheiden und das Leben passieren zu lassen.

Aber es ist nicht einfach.

Am Ende geht es um dein Leben. Handle auch so.

4. Das Leben eines anderen leben
Andere Menschen haben gewisse Erwartungen an uns. Immer. Aber es ist nicht unsere Aufgabe, diese Erwartungen zu erfüllen. Unsere Aufgabe ist es, glücklich zu werden. Unseren eigenen Weg zu gehen. Werden wir damit anecken? Selbstverständlich!

Aber das spielt überhaupt keine Rolle.

Alle möglichen Leute möchten ihren Senf zu deinem Leben dazugeben. Deine Eltern, deine Freunde, sogar deine Nachbarn und Kollegen. Alle haben eine bestimmte Weltsicht und sie würden es gerne sehen, dass du voll und ganz in diese Weltsicht passt.

Zeig ihnen allen den Mittelfinger. Natürlich nur metaphorisch.

Ja, das klingt radikal und das ist es auch.

Aber es ist notwendig, damit du du selbst sein kannst.

Hör auf, dich in eine Rolle drängen zu lassen, die du gar nicht bist. Folge deiner eigenen Weltsicht.

Meinst du jeder ist damit einverstanden, dass ich

  • mit Leidenschaft kellnere?
  • meine Gedanken mit der Öffentlichkeit teile?
  • kein Fleisch esse, aber Käse mit tierischem Lab?
  • meine Wäsche manchmal erst nach 4 Tagen vom Wäscheständer nehme?
  • mein Studium abgebrochen habe, um mich selbstständig zu machen?

Natürlich nicht. Aber das ist nicht mein Problem. Und es ist auch nicht dein Problem, was andere von deiner Art zu leben halten. Es ist ihr Problem.

Es gibt Millionen unterschiedlicher Arten, das Leben zu führen. Es ist weder unsere Aufgabe, über diese Arten zu richten, noch uns davon beeinflussen zu lassen.

Wenn du gerne jeden Tag mit einem anderen Menschen schläfst: Super! Wenn du erst morgens um vier ins Bett gehst und mittags aufstehst: Toll! Wenn du in einem Reihenhaus mit englischem Rasen wohnen möchtest: Perfekt!

Wenn es für dich passt, ist das alles, was wichtig ist.

5. Auf den richtigen Augenblick warten
Du wartest auf den richtigen Augenblick? Wunderbar! Der wird aber nicht kommen. Egal, was du planst, es wird keinen richtigen Augenblick geben. Entweder du schaffst dir diesen Augenblick oder du wartest ewig.

Ich meine, wie soll er aussehen, der richtige Augenblick? Du hast sicher eine bestimmte Vorstellung von diesem Augenblick. Stimmung, Umstände, Gefühl – all das soll irgendwie passen. Und jetzt frag dich mal: Wie wahrscheinlich ist es, dass all das, was du dir so perfekt ausmalst, tatsächlich eintritt?

Ziemlich unwahrscheinlich, oder?

Letztlich belügst du dich selbst. Hör auf damit.

Gib die Verantwortung nicht ab (damit sind wir wieder fast bei Punkt 3).

Setz deine Vorhaben um. Nicht irgendwann, sondern genau jetzt.

Der richtige Zeitpunkt ist nämlich der, den du dir auswählst. Mach dich nicht abhängig von äußeren Umständen. Werde unabhängig, indem du einfach ganz frech selbst bestimmst, wann der richtige Zeitpunkt da ist.

Du wirst dich wundern, wie perfekt dieser Zeitpunkt letztlich ist. Er ist deswegen perfekt, weil du merkst, wie viel Macht du hast. Dass du dein Leben selbst in der Hand hast. Dass du auf nichts warten musst, um zu tun, was du willst.

Dass du einfach nur loslegen musst.

Dass der perfekte Zeitpunkt da ist, weil du es so willst.

Tu dir selbst einen Gefallen und verschwende keine Zeit
Es gibt noch etliche weitere Wege, dein Leben zu verschwenden. Doch dies sind wohl bei weitem die häufigsten und tückischsten. Ich möchte nicht, dass du noch länger dein Leben verschwendest. Ich möchte, dass du aufstehst und dein Leben lebst.

Ja, es kostet Überwindung. Ja, es macht Angst. Ja, nicht jeder Mensch wird dein Fan sein.

Aber stell dir doch mal vor, wie stolz du sein wirst, wenn du irgendwann mit der wundervollen Erkenntnis auf dein Leben zurückblickst, dass du deine Zeit genutzt hast, so gut es dir möglich war. Du bist deinen eigenen Weg gegangen, hast allen (inneren und äußeren) Widerständen getrotzt, hast dich nicht ablenken lassen von Dingen, die dich im Grunde nicht weiterbringen.

Ist das nicht eine fantastische Vorstellung? Dass du als der Mensch von dieser Erde gehst, der du tief in deinem Innern bist? Dass du dich nicht hast irritieren lassen, sondern deiner eigenen Wahrheit gefolgt bist? Dass du anderen möglicherweise eine Inspiration warst, einfach nur, weil du auf deine ganz eigene Art und Weise gelebt hast?

Schmeiß das nicht einfach weg. Und schmeiß deine Zeit nicht leichtfertig weg, denn sie ist begrenzt.

Was in der Vergangenheit war, kannst du nun nicht mehr ändern. Dein zukünftiges Leben, deine zukünftigen Entscheidungen aber, liegen völlig in deiner Hand. Du entscheidest über deine Zeit. Du entscheidest, wie du sie nutzt. Ob du sie weise nutzt oder wegwirfst.

Und du entscheidest, ob du dich selbst stolz machst, indem du dir selbst stets treu warst.

Dein neues Leben beginnt jetzt.

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2 thoughts on “5 furchtbare Wege, dein Leben zu verschwenden

  1. Maike – was für ein wahnsinnig guter Artikel!

    Schon bei Punkt 1 konnte ich nur heftig nicken. Der Vergleich mit den Stunden passt so gut. Mein Freund sagt immer “3 Tage arbeiten, 4 Tage Wochenende – das wär’s. Da hätte man wenigstens mal Zeit für sich und könnte sich wirklich erholen.”
    Der Satz “Meine Zukunft würde nicht das sein, was mir entsprach.” bringt es auf den Punkt. Ich hatte diesen Gedanken auch und ich denke, jeder, der anfängt, an sich zu arbeiten, kommt irgendwann an diesem Punkt. Und das ist gut so. Denn das heißt, wir befinden uns an einem Scheideweg, dessen Richtung wir selbst wählen können.

    Was das Konsumieren von Nachrichten betrifft: Seit ich keine Nachrichten (und keinen Promi-Klatsch) mehr konsumiere, bin ich glücklicher. Manchmal kann es so einfach sein. ;)
    (Damit möchte ich aber nicht sagen, dass ich mich gar nicht mehr auf dem Laufenden halte. In der heutigen Zeit ist es wichtig, sich zu informieren und seine Stimme zu nutzen.)

    Ich finde es toll und sehr inspirierend, dass du dein Leben inzwischen wirklich nach deinen Vorstellungen lebst und nicht nach dem Anderer.
    Ich kann das mittlerweile auch relativ gut, allerdings bröckelt meine Einstellung, wenn von vielen Seiten gleichzeitig Gegenwind kommt. Wie gehst du damit um? Sagst du trotzdem “f*ck it!” oder bringt dich das doch zum Nachdenken?

    Liebe Grüße,
    Chrissi

    PS: Ich habs nicht vergessen: Unser Call steht noch aus :)

    • Hallo liebe Chrissi,

      viiielen lieben Dank für deinen tollen Kommentar! <3

      Natürlich bekomme ich auch Gegenwind und tatsächlich ist meine Reaktion 'f*ck it'. Ich bin inzwischen so glücklich und ich werde jeden Tag glücklicher, dass ich einfach nicht mehr auf andere hören kann. Mir wurde schon von sehr nahen Angehörigen vorgeworfen, dass ich mich so verändert habe, aber ganz im Ernst: Wenn sie nicht sehen, wie glücklich mich diese Veränderung macht, tut es mir echt Leid. Ich habe so wunderbare Menschen in meinem Leben, die mich so nehmen, wie ich bin, meine Veränderung unterstützen oder zumindest akzeptieren, da muss ich nicht auf die paar wenigen Menschen achten, die nicht gut finden, was ich tue.

      Ich fühle mich wirklich wohl in meinem Leben und das möchte ich nicht wegen ein paar kritischer Stimmen aufgeben.

      Danke nochmal! Deine Worte sind so schön!

      Ganz liebe Grüße
      Maike

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