Fühl dich lebendig: Wie du dein Leben täglich zum Abenteuer machst

Alltagstrott folgt auf Alltagstrott. Selten spürst du dieses Kribbeln, das das Leben damals doch so aufregend gemacht hat. Damals, fern von Verpflichtungen und Ernsthaftigkeit. Damals, als das ganze Leben ein Abenteuer war. Wo ist dieses Gefühl bloß hin? Wann ist es verloren gegangen? Und, noch viel wichtiger: Kommt es irgendwann wieder zurück? Alltag und Routine kann ganz nett sein, gibt es uns doch Sicherheit und Geborgenheit. Am Ende kann es das aber nicht wirklich gewesen sein. Wir möchten mehr vom Leben – und das nicht erst in der Rente, sondern genau jetzt!

Die Typen der Abenteuerlust
Nicht jeder hat die gleiche Auffassung von Abenteuer. Laut Victoria Schönefeld von der Universität Duisburg-Essen gibt es 5 Typen von den sogenannten ‘Sensation Seekern’ – und 80 Prozent der Menschen können mindestens einem der 5 Typen zugeordnet werden:

  1. Diejenigen, die sehr spontan und impulsiv handeln und sich auch gerne auf Ereignisse einlassen, dessen Ausgang ungewiss ist.
  2. Diejenigen, die zwar gerne Neues sehen und erfahren, dieses Abenteuer aber gerne vorher planen.
  3. Diejenigen, die immer wieder die gleiche Art von Abenteuer erleben.
  4. Menschen, die stets auf der Suche nach einem Adrenalinkick sind.
  5. Alle, die sich schlicht und einfach Abwechslung in ihrem Leben wünschen.

Und obwohl die Mehrheit der Menschen zu mindestens einem dieser Typen gehört, schaffen es viele nicht, ihr Leben abenteuerlich zu gestalten. Das ist traurig, denn wir haben doch nur dieses eine Leben. Wollen wir irgendwann zurückschauen und merken, dass wir irgendwie jeden Tag im gleichen Trott festhingen, obwohl wir uns doch nach so viel mehr gesehnt haben?

So wird dein Leben wieder zum Abenteuer
Du wärst nicht hier, wenn du dir nicht auch wieder ein bisschen mehr Abenteuer in deinem Leben wünschtest. Et voilà:

1. Sage ‘Ja’ zu allen Möglichkeiten, die dir das Leben bietet
Ich saß immer richtig schön fröhlich in meiner Komfortzone und wollte nicht recht raus. Wer will schon aus dem gemütlichen Bett aussteigen, wenn nicht eine duftende Tasse Kaffee auf einen wartet, sondern ein Barfußlauf am Nordpol?

Nee, danke! Ich bleibe dann mal im Bett.

Doch plötzlich kam der Tag, der meine ganze Einstellung veränderte. Der Tag, an dem ich spontan zu etwas zusagte, von dem ich nicht wusste, was mich erwartete. Es war aufregend und fühlte sich so gut an. Ja, schon beim Zusagen fühlte ich mich lebendig.

An diesem Tag schwor ich mir, keine Möglichkeiten mehr auszuschlagen, die mir das Leben anbietet. Dafür ist es definitiv zu kurz.

Natürlich sage ich nicht ausnahmslos ‘Ja’. Wenn etwas gegen meine Wert- oder Moralvorstellungen oder mein Bauchgefühl spricht, sage ich ganz klar ‘Nein’. Aber ich bin nicht länger bereit, ‘Nein’ zu Dingen zu sagen, nur weil ich Angst habe.

Das klappt nicht immer super gut. Aber ich werde besser darin. Und das solltest du auch.

2. Hör auf, vernünftig zu sein
Klar ist ein gewisses Maß an Vernunft in einem erwachsenen Leben durchaus angebracht. Wie so oft kann man es aber auch übertreiben. Wie sagte doch aber neulich eine Postkarte so passend: “Vernünftig ist wie tot. Nur Früher.”

Wenn du immer sehr vernünftig handelst, solltest du dich mal fragen, woran das liegt:

  • Möchtest du um jeden Preis erwachsen wirken? Warum?
  • Möchtest du unbedingt das Gefühl haben, die Kontrolle zu behalten? Warum?
  • Hast du bestimmte ‘vernünftige’ Verhaltensweisen von deinen Eltern oder anderen Personen übernommen, ohne sie zu hinterfragen? Tu das jetzt!

Vielleicht musstest du auch früh Verantwortung übernehmen. Das prägt. Allerdings solltest du dir darüber bewusst werden, dass diese Verantwortung in keinster Weise den Rest deines Lebens beeinflussen muss.

Unvernunft ist nicht das Gegenteil von Verantwortungsbewusstsein. Es bedeutet einfach nur, lockerer zu werden, das Leben nicht so ernst zu nehmen und öfter mal den Stock aus dem … naja, du weißt schon.

So viele Dinge sind nicht besonders vernünftig, aber sie machen einfach Spaß. Die Nacht durchzumachen, obwohl du morgens früh raus musst etwa. Oder nach dem Motto “Erst das Vergnügen, dann die Arbeit” leben. Oder einfach mal maßlos sein.

Zum Unvernüftigsein gehört auch, einfach mal völlig planlos zu sein. Nicht alles bis ins Detail auszuarbeiten, sondern etwas einfach auf sich zukommen zu lassen. Überraschungen in Kauf zu nehmen. Sich hinzugeben und zu vertrauen. Die Kontrolle abzugeben.

Das ist Abenteuer. Das ist Leben.

Was auch immer der Moment dir bietet: Koste ihn aus und schalte den Vernunftschalter einfach mal ab. Goodbye Vernunft, hallo Abenteuer!

3. Erforsche dich selbst
Es ist ein wahres Abenteuer, herauszufinden, wer du bist und was du vom Leben möchtest. So lange bin ich einfach vor mich hingedümpelt, hatte keinen Plan, was ich eigentlich wollte, sondern habe halt einfach gemacht, was sich so ergeben hat und logisch war.

Irgendwie nicht so eine coole Art, sein Leben zu führen.

Als ich anfing, mich mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen, änderte sich das schlagartig. Ich lernte so Vieles über mich, meine Wünsche und Sehnsüchte, über meine Werte und so viel mehr. Beinahe täglich habe ich Erkenntnisse über mich, die mich noch näher zu dem Leben führen, das zu mir passt.

Das ist wundervoll.

Natürlich bringt das auch einige Veränderungen mit sich. Manche sind schmerzhaft, andere überraschend – aber alles in allem sind all diese Erkenntnisse, all diese Änderungen etwas Wunderschönes. Ich fühle mich wohl damit, weil ich weiß, dass sie mir dienen. Sie helfen mir, der Mensch zu werden, der ich im Kern bin.

Finde heraus, wer du bist und wehre dich nicht gegen die Veränderungen, die daraus resultieren.

4. Folge deinem Herzen
Dein Herz ist weise, der Verstand beschränkt. Der Verstand ist beeinflusst von Normen, Erfahrungen, Angst. Solange du nur deinem Verstand folgst, kannst du den Himmel nicht erreichen. Es geht nicht, weil du überall ein Aber siehst.

Dein Herz ist frei davon. Nutze es!

Der Weg des Herzens kann zuweilen beängstigend sein, denn es bedeutet auch, dich Ängsten zu stellen. Dieser Weg verlangt von dir, dass du dein Herz öffnest, dich deiner Verletzlichkeit hingibst. Es bedeutet, All-In zu gehen – mit deinem ganzen Herzen dabei zu sein.

Ich selbst lerne gerade erst (wieder) damit umzugehen. Ich lerne gerade, mein Herz zu öffnen und mir einzugestehen, dass das wahre Abenteuer darin besteht, seine Verletzlichkeit zuzulassen. Zu springen, ohne zu wissen, dass man am Ende aufgefangen wird.

Auch dies ist der Weg des Herzens. Er bringt uns zu unserer wahren Größe und heilt unsere Wunden.

Es ist beängstigend – und gleichzeitig wunderschön!

5. Tue täglich Dinge zum ersten Mal
Als Kind ist das Leben so aufregend, weil wir immer wieder etwas Neues entdecken, erleben, lernen. Und als Erwachsene? Kennen wir doch schon alles. Irgendwie.

Das ist natürlich Blödsinn.

Es gibt Millionen Dinge, die du noch nicht kennst. Noch nicht erlebt hast.

Ein Soufflé gebacken. Eine Lampe angebohrt. Auf ein Baby aufgepasst.

Ja, es sind Kleinigkeiten. Aber jedes erste Mal wird von einer Aufregung begleitet. Immer. Das ist völlig normal und birgt das Potenzial, täglich ein kleines Abenteuer zu erleben. Jeden Tag etwas Neues erzählen zu können. Jeden Tag ein Erfolgserlebnis zu haben. Jeden Tag.

Nur, indem wir Kleinigkeiten tun, die wir noch nie getan haben.

Etwa mit einem Menschen zu sprechen, mit dem wir uns eigentlich nicht unterhalten würden. Oder zum Zumba zu gehen. So viele Möglichkeiten, so viele Abenteuer.

Welches wirst du als erstes erleben?

6. Hör auf, dein Leben aufzuschieben
Dein Leben ist jetzt. Nicht am Wochenende, nicht im Urlaub und, um Gottes Willen, auch nicht erst im Ruhestand. Ernsthaft: Warum wartest du auf einen bestimmten Moment, um dein Leben zu genießen? Warum feierst du nicht diesen Tag, diesen Moment – egal ob Dienstag oder Samstag, ob im Büro oder am Strand von Palma?

Dieser Moment ist alles, was du hast. Dieser Moment wurde dir vom Leben geschenkt. Und du entscheidest, was du damit anstellst. Was du denkst. Was du machst. Was du fühlst. All das entscheidest du allein.

Du entscheidest, ob du über die Autopanne schimpfst oder lachst. Du entscheidest, ob du den Abend vor dem Fernseher verbringst oder eine schöne Zeit mit deinen Freunden verbringst. Du entscheidest, dass du den Montag hasst und den Freitag feierst. Du tust das. Niemand sonst.

7. Sei achtsam
Dies ist mein wohl wichtigster Tipp. Denn Abenteuer bedeutet nicht, von Klippen zu springen oder mit Haien zu tauchen. Abenteuer bedeutet nicht, möglichst viel zu erleben. Abenteuer bedeutet, die Dinge, die du erlebst, intensiv wahrzunehmen. Das Leben zu spüren.

Das geht im Haikäfig, aber genauso gut bei einem Lauf durch den Regen. Bei einer Umarmung. Beim Essen. Einem Gespräch. Es geht beim Backen, beim Musikhören. Dein ganzer Alltag kann ein Abenteuer sein – wenn du achtsam bist.

Intensiv zu leben, den Moment in seiner ganzen Pracht wahrzunehmen, lässt uns unglaublich lebendig fühlen. Die banalsten, die alltäglichsten Dinge werden zum Wunder. Einfach, weil du vollkommen in sie eintauchst.

Los geht’s mit dem Abenteuer Leben
Hör auf nach links und rechts zu schielen, hör auf zu gucken, was deine Freunde oder fremde Menschen machen, denen du auf den Sozialen Medien folgst. Du kannst nicht wissen, wie glücklich sie sind. Vielleicht wirkt das Leben der anderen spannend auf dich, aber du weißt nicht, ob es ihnen genauso geht. Ob sie nicht vielleicht so damit beschäftigt waren, das perfekte Foto für Facebook zu schießen, dass sie dabei das ganze Abenteuer verpasst haben.

Du kannst es nicht wissen und am Ende ist es auch egal. Alles, was zählt ist, dass dein Leben ein Abenteuer war. Dass du deine Zeit genutzt hast und dich völlig dem Moment hingegeben hast. Dass du deine Komfortzone verlassen hast. Dass du stets du selbst warst und deinen eigenen Weg gegangen bist.

Alles andere ist unwichtig. Andere Menschen. Andere Meinungen. Andere Fotos.

Dein Leben zählt. Dieser Moment, der ganz dir gehört. Es ist dein Weg. Dein Abenteuer. Dein Leben.

Nutze es.


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