Wie du lernst, dich selbst zu wertzuschätzen

Wertschätzung verändert alles. Wertschätzung ist ein Gefühl, so zart und rein, dass es dein ganzes Leben auf den Kopf stellen kann. Es ist eng verknüpft mit Dankbarkeit, aber auch mit Achtsamkeit. Zwei Eigenschaften, die es dir ermöglichen, dein Lebensgefühl zu verbessern und dir helfen, dauerhaft zufriedener zu werden. Dabei geht es nicht nur darum, dir selbst Wertschätzung entgegen zu bringen, sondern allem und jedem in deinem Leben.

Wertschätzung dir selbst gegenüber
Stell dir vor, du bist rund um die Uhr mit einem Menschen zusammen, den du nicht magst. Stell dir vor, diese Person verfolgt dich auf Schritt und Tritt und du musst dich 24 Stunden am Tag mit ihr auseinandersetzen. Unvorstellbar? Völlig unmöglich? Ganz recht – deine Laune würde mit der Zeit vermutlich ziemlich im Keller sein. Oder noch darunter.

Nun stell dir vor, du bist den ganzen Tag mit einer Person zusammen, die du richtig gerne magst. Die du respektierst und achtest. Kannst du dir vorstellen, wie viel Energie dir das gibt?

Mit einer dieser beiden Personen bist du täglich zusammen. Vielleicht auch mit einem Zwischending. Die Rede ist natürlich von dir selbst. Mit dir selbst bist du I M M E R zusammen. Du kannst nicht fliehen, wenn du dich nicht magst. Aber du kannst beginnen, dich wertzuschätzen.

Wenn wir uns nicht mögen (und da spreche ich aus Erfahrung), behandeln wir uns selbst nicht gut. Warum auch? Unser niedriger Selbstwert sorgt auch dafür, dass wir denken, wir hätten Besonderes nicht verdient. Das ist ein Problem. Einen größeren Selbstwert bekommen wir nicht durch ein Fingerschnipsen. Aber durch Wertschätzung uns gegenüber.

“Wie kann ich wertschätzen, was ich nicht mag?”, fragst du dich vielleicht. Zum einen, indem du dich mit dir selbst auseinandersetzt. In dich hineinspürst. Deinen Körper wahrnimmst als das, was er ist: Als Wunder (Stichwort Meditation). Zum anderen, indem du so tust als würdest du dich schon längst mögen.

Hör auf, dich wertloser zu machen als du bist
“Ich bin es nicht wert” ist ein Glaubenssatz, der dich daran hindert, dich als etwas Wertvolles zu behandeln. Du hast dir irgendwann mal eingeprägt, dass du nicht gut genug bist. Nicht gut genug für ein teures Hobby. Nicht gut genug für Bio-Lebensmittel. Nicht gut genug, es dir richtig gut gehen zu lassen.

Nein, du musst leiden. Du bist noch nicht schlank genug, um das schöne Kleid zu kaufen. Deswegen läufst du immer noch in deinen ollen Klamotten rum. Die für deine “dicken” Tage. Schöne neue Dinge kaufst du dir erst, wenn du schlanker bist.

Oder du hast diese Woche schlechte Arbeit geleistet. Deswegen hast du es nicht verdient, am Wochenende zur Massage zu gehen. Und über ein Lob von deinem Chef kannst du dich auch nicht freuen.

Ändere dein Denkmuster
Deinen eigenen Wert nicht zu erkennen, hat mehr Folgen als dir vielleicht klar ist. Es ist nicht nur, dass du dich unwohl fühlst, wenn du etwas Teures geschenkt bekommst oder dir die Pediküre auf deinem Wunschzettel verwehrst. Es hängt viel mehr daran.

Der Jobwechsel etwa. Oder die Gehaltserhöhung. Oder ganz andere Möglichkeiten, die du dir (unbewusst) verwehrst, weil du der Meinung bist, du bist es nicht wert. Dieses Muster kann sich durch dein ganzes Leben ziehen. Du kannst es aber auch ein für alle mal durchbrechen:

1. Sage dir selbst, dass du es wert bist
Zugegeben, anfangs fühlt es sich komisch an. Aber indem du dir immer wieder sagst, dass du es wert bist, änderst du dein Denken nachhaltig. Wann immer du einem Impuls nicht nachgibst, weil du denkst, du bist es nicht wert oder wann immer du dich in einer Situation wiederfindest, die dir auf Grund deines Selbstwertgefühls unangenehm ist, sage dir, dass du es wert bist.

Die Erklärung ist ganz einfach: In deinem Gehirn hat sich die Information “Ich bin es nicht wert” festgesetzt. Für dein Gehirn (und so auch für dich) handelt es sich bei diesem Satz um die Wahrheit. Indem du dir immer wieder selbst sagst, dass du es eben doch wert bist, überschreibst du diese Information. Der Satz “Ich bin es wert” wird zur neuen Wahrheit für dich und dein Gehirn. Und mit dieser Wahrheit lebt es sich um einiges besser.

2. Behandle dich so wie einen guten Freund
Du weißt, wie du einen guten Freund behandeln würdest. Also weißt du auch, wie du dich behandeln solltest. Gewöhne dir an, für dich selbst nur das Beste zu wollen. Jeden Tag. Wenn ein guter Freund zu dir kommt und sagt, er hätte auf der Arbeit Mist gebaut, würdest du ihm dann seine Massage verwehren, weil er es nicht wert ist?

Natürlich nicht. Denn es kommt gar nicht darauf an. Wir können nicht einfach von einer Momentaufnahme des Lebens auf den Wert einer Person schließen. Das kannst du nicht bei deinem guten Freund tun und auch nicht bei dir selbst.

Und wenn du doch mal zögerst, dir etwas Gutes zu tun, denke wieder an Punkt 1.

3. Beschäftige dich mit dir und deinem Körper
Viele sind sich gar nicht im Klaren darüber, welch ein Wunder unser Körper ist. Was er täglich leistet, wie er uns rund um die Uhr unterstützt und für uns arbeitet. Das war auch mir lange nicht bewusst. Dieses Wunder aber schließlich zu erkennen, ändert die ganze Sicht auf den Körper.

Du kannst dich auf verschiedene Arten mit deinem Körper beschäftigen. Du kannst ihn genau beobachten, wenn du dich bewegst. Du kannst mit Hilfe von Meditation oder einer anderen Entspannungstechnik ganz tief in deinen Körper hineinhören und so Erkenntnisse über ihn sammeln, die vorher im Verborgenen lagen.

Du kannst dich auch informieren über deinen Körper. Wie er funktioniert. Wie er arbeitet. Was er alles tut, um dich am Leben zu halten – egal wie die Umstände sind. Es ist erstaunlich und teilweise sogar unglaublich. Diese Fakten lassen deinen Körper in einem ganz anderen Licht erstrahlen. Du wirst dankbar und möchtest deinen Körper bei seiner Arbeit unterstützen.

Ein Buch, das ich dir in diesem Zusammenhang UNBEDINGT empfehlen möchte, ist Darm mit Charme* von Giulia Enders. Ich hatte schon oft gehört, dass das Buch gut ist. Nachdem ich es nun selbst gelesen habe, kann ich sagen: Es ist grandios! Schon die ersten Seiten werden dich so in Erstaunen versetzen, dass deine Sicht auf deinen Körper ruck-zuck verändert wird. Giulia Enders vereint eine riesige Fülle an Informationen mit Witz, Charme und Unterhaltung. Wenn du wissen willst, wie dein Körper funktioniert, ist dieses Buch der perfekte Einstieg.

Fang an, dich zu mögen
Verrenne dich nicht in einem Teufelskreis, in dem du dich schlecht behandelst, weil du dich selbst nicht wertschätzen kannst und dich nicht wertschätzen kannst, weil du dich schlecht behandelst. Entrinne diesem Kreis. Es ist nicht so einfach, sich über Nacht wertschätzen zu lernen. Bedeutend einfacher ist es, sich selbst gut zu behandeln. Wir alle wissen, wie es geht. Und im Grunde wissen wir auch, dass wir unser Leben dadurch um einiges reicher machen.

Frag dich jeden Tag: “Was würde mir richtig gut tun?” Vielleicht ist es ein heißes Bad. Vielleicht auch der Matcha-Tee, um den du immer herumtigerst, ihn aber nicht kaufst, weil er zu teuer ist. Vielleicht ist es das Wochenende in Paris. Egal, was es ist, gönn es dir. Es sind Wünsche deiner Seele. Es sind Wünsche, die dir gut tun und die du genau deswegen beachtet solltest. Genau hier beginnt die Wertschätzung und damit ein Leben, das du verdienst.


Dies war der erste Teil des Artikels. Im zweiten Teil erfährst du, wie sich dein Leben durch die Wertschätzung anderen Menschen und Dingen gegenüber verändert – auch sehr spannend! Um den zweiten Teil nicht zu verpassen, trag dich hier in meinen kostenlosen Newsletter ein:

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