Die 15 besten Zitate übers Glück und was du von ihnen lernen kannst

Seit Jahrtausenden wird über das Glück philosophiert. Viele weise Männer und Frauen haben sich geäußet. Das Ergebnis sind unzählige Zitate, die zum Nachdenken anregen. Zitate sind ein wunderbares Mittel, um Aha-Effekte bei uns zu erzeugen. Meistens bleibt es aber dabei. Unser Verhalten ändert sich dadurch nicht. Deswegen habe ich heute die 15 besten Glücks-Zitate niedergeschrieben und kommentiert. Damit du mehr mitnimmst als den bloßen Aha-Effekt.

 

„Das Glück hilft nur denen, die sich selbst helfen.“
Deutsches Sprichwort

Es gibt eine Sache, die das Glück ganz sicher vergrault: Nichtstun. Wer sich nur selbst bemitleidet, kann lange auf das Glück warten. Das Glück  mag Menschen, die anpacken. Wenn du beispielsweise einen Traum hast, wirst du ihn nicht erreichen, indem du auf ihn wartest. Er wird nicht plötzlich vor deiner Tür stehen und “Hallo, hier bin ich!” rufen. Du musst etwas dafür tun.

Wenn du dir selbst Wege und Lösungen überlegst, dann kommt dir das Glück garantiert zu Hilfe. Vorher nicht. Also: Fang an, geh los und kümmer sich selbst um dein Glück!

 

„Das wahre Glück ist: Gutes zu tun.“
Sokrates, 479 v. Chr. – 399 v. Chr.

An sich selbst zu denken und die eigene Person wichtig zu nehmen ist extrem wichtig. Aber wirklich glücklich werden können wir nur, wenn wir auch etwas für andere tun und eben nicht nur an uns selbst denken. Purer Egoismus hat in einem glücklichen Leben keinen Platz.

Helfen und nachhaltiges Denken machen glücklich. Vermutlich hast auch du schon mal das wohlige Gefühl gespürt, dass sich breitmacht, wenn du in ein dankbares Gesicht schaust oder dir moralisch absolut nichts vorwerfen musst.

 

„Das Glück des Lebens besteht nicht darin,
wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben,
sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden.“

Carl Hilty,  1833 – 1909

Manche denken, glückliche Menschen hätten das Glück gepachtet. Ihnen widerfährt nichts Schlimmes und alles ist immer in Butter. Ich kann dir sagen, dass das so nicht stimmt. Auch sie werden mit Schicksalsschlägen und Hindernissen konfrontiert. Warum sie trotzdem so glücklich sind? Weil sie nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, sondern in der Gewissheit aufstehen, dass alles gut wird.

Kein Leben ist ohne Hindernisse, auch wenn es so wirkt. Akzeptiere diese Tatsache und mach stets das Beste aus jeder Situation. Denn jede Schwierigkeit ist früher oder später überwunden.

 

„Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt,
sondern wer sich selbst dafür hält.“

Seneca, etwa 1 – 65

Eine etwas plattere Aussage wäre “außen hui, innen pfui”. Es wirkt sich in keinster Weise auf dein Wohlbefinden aus, wenn du nach außen deine perfekte Familie, deinen perfekten Garten und den supertollen Job präsentierst, im Innern aber eigentlich überhaupt nichts perfekt ist. Die Ehe zerbricht bald, Gartenarbeit findest du einfach nur ätzend und dein Job langweilt dich fast zu Tode.

Gesteh es dir ein und handle. Nimm dein Glück endlich selbst in die Hand und ändere, was dich stört. Hör auf, dir einzureden, das Leben sei schön, nur weil andere das denken. Jeder hat eine andere Vorstellung davon, was glücklich macht. Steh dazu und gestalte dir dein Leben so, wie du es dir wünschst.

 

„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks
und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Søren Kierkegaard, 1813 – 1855

Sobald wir anfangen, uns mit anderen zu vergleichen, haben wir verloren. Wenn wir uns vergleichen, stellen wir uns entweder schlechter als andere. Dabei sehen wir nur das Positive am anderen und das Negative an uns.

Oder aber wir stellen uns besser als andere. Dann geht es uns nur darum, was andere über uns und unser Leben denken. In beiden Fällen stellen wir uns selbst ein Bein. Wir können uns nicht frei entfalten, weil wir von äußeren Faktoren beeinflusst werden. Besinne dich auf dein Inneres und mach dich frei von der Vorstellung, es käme darauf an, so zu sein oder zu leben wie andere.

 

„Nichts bringt uns mehr vom Weg zum Glück ab,
als dass wir uns nach dem Gerede der Leute richten,
statt nach unseren Überzeugungen.“

Lucius Annaeus Seneca, etwa 4 v. Chr – 65 n. Chr.

Ich finde es beachtlich und sehr interessant, dass dieses Problem seit dem ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung bis in die Moderne geblieben ist. Wir leben heute freier und selbstbestimmter als je zuvor – sollte man zumindest meinen. Tatsächlich hat sich in den Köpfen der Menschen seit dem Römischen Reich aber offenbar nicht viel verändert. Auch heute noch legen wir sehr viel Wert auf unsere Stellung und unser Ansehen in der Gesellschaft – und vergessen darüber hinaus unsere eigenen Überzeugungen.

Schluss damit! Es schmerzt, wenn du ständig entgegen deiner Überzeugungen handelst. Fang also an, nach ihnen zu handeln und du wirst merken, dass Wunderbares passiert.

 

„Glück bedeutet, keine Schmerzen im Körper
und keine Sorgen im Geist zu haben.“

Thomas Jefferson, 1743 – 1826

Wie du weißt (oder zumindest an meinen Themen erkennen kannst), bin ich der gleichen Auffassung. Sorgen schränken uns genauso ein wie Schmerzen. Ich bin daher bemüht, beides bis ins hohe Alter zu vermeiden.

Selbst geschaffene Sorgen und eigens provozierte Krankheitszustände sind deswegen für mich totaler Irrsinn. Indem wir so gut es geht für Körper und Geist sorgen, können wir uns so langfristig eine große Last von den Schultern nehmen. Wann fängst du an, gut zu dir zu sein?

 

„Kein Bösewicht kann glücklich sein.“
Decimus Iunius Juvenal, ca. 58 – 138

Indem wir anderen absichtlich schaden, nehmen wir uns selbst ein Stück Menschlichkeit. Wir kommen in einen inneren Konflikt, wenn wir Dinge tun, von deren Niedertracht wir wissen. Handeln wir hingegen immer nach bestem Wissen und Gewissen, können wir uns selbst keinen Vorwurf machen und somit friedlicher und glücklicher leben.

 

„Der Besitz macht uns nicht halb so glücklich,
wie uns der Verlust unglücklich macht.“

Jean Paul, 1763 – 1825

Dieses Zitat finde ich großartig und ich unterschreibe jedes einzelne Wort. Sobald wir etwas besitzen, gehen wir eine Bindung ein. Und genau diese Bindung macht uns verletzlich. Wir werden abhängig von dieser Sache. Verschwindet diese Bindung plötzlich, trauern wir.

Wir können uns aber davor bewahren: Erstmal natürlich, indem wir viel weniger Besitz anhäufen. Aber auch, indem wir uns frei machen von der Vorstellung, etwas zu besitzen. Besitz und sein Verlust schmerzt. Indem wir die Abhängigkeit von Dingen loslassen, kann auch unser Geist aufatmen. Eine große Last wird uns genommen, denn fortan müssen wir uns nicht mehr über unseren Besitz sorgen. Er ist, was er ist. Ein hilfreicher, unterhaltsamer oder erinnerungsreicher Teil unseres Lebens, aber nicht mehr. Sieh ihn als Freund an, der dich unterstützt. Du weißt einen guten Freund zu schätzen, aber du bist ihm nicht hörig. Übertrage dieses Denken auf deinen Besitz.

 

„Fast überall wo es Glück gibt, gibt es Freude am Unsinn.“
Friedrich Nietzsche, 1844 – 1900

Unsinn machen, das Leben nicht zu ernst nehmen, auch mal kindisch sein. Das zeichnet auch viele ältere Menschen aus, die glücklich sind. Verkniffene, ihrem Alter entsprechend handelnde Personen hingegen wirken eher unzufrieden. Es liegt daran, dass sie zu sehr darauf bedacht sind, was andere denken könnten. Sie sind nicht locker, schränken sich ein.

Sieh das Leben als große Spielwiese. Nimm es nicht ernster als es ist und vergiss die Vorstellung, das Leben würde besser, wenn andere gut von dir denken. Das Leben ist dann gut, wenn du deinen Launen auslebst, auch mal albern bist, wenn dir danach ist. Spür die Lebensfreude, die in dir hochkommt und lass sie raus. Du wirst dich lebendiger denn je fühlen.

 

„Wer ist glücklich?
Wer Gesundheit, Zufriedenheit und Bildung in sich vereinigt.“

Thales von Milet, etwa 624 v. Chr. – 547 v. Chr.

Bedeutet das, nur gebildete Menschen können glücklich sein? Nein, natürlich nicht. Allerdings müssen wir unser Gehirn ein Leben lang fordern. Es benötigt diese Herausforderung, damit wir ausgelastet sind. Deswegen ist Fernsehen als dauerhafter Zeitvertreib auch keine gute Idee.

Wichtig ist außerdem, uns stets weiter zu entwickeln, nicht stehen zu bleiben. Du musst deinen Geist in Bewegung halten. Sobald du ihn bremst, stagniert auch deine Persönlichkeit.

 

„Uns gehört nur die Stunde.
Und eine Stunde, wenn sie glücklich ist, ist viel.“

Theodor Fontane, 1819 – 1898

Unser Leben können wir nur jetzt beeinflussen. Nicht morgen, nicht gestern, jetzt! Wir entscheiden, wie die Stunde aussehen soll. Sollen wir missmutig dreinblicken und die Busgesellschaft verfluchen, wenn wir den Bus verpasst haben? Oder sollen wir das beste aus der Situation machen, die wir ja eh nicht ändern können? Würden wir auch so handeln, wenn wir wüssten, dass es unsere letzte Stunde hier auf Erden ist?

 

„Es gibt nicht wenige Menschen,
die glücklich leben, ohne es zu wissen.“

Luc de Clapiers, 1715 – 1747

Hier im Westen wollen wir immer schneller immer mehr. Und wenn wir das haben, wollen wir noch mehr. Es hört niemals auf. Wir sagen uns, wenn das und jenes passiert, dann sind wir glücklich. Wir erkennen nur selten die Reichtümer, die direkt vor unseren Nasen auf und ab tanzen. Also schau dich mal um und sieh, wie glücklich du dich genau in diesem Moment schätzen kannst.

 

„Der Weg zum Glück besteht darin,
sich um nichts zu sorgen,
was sich unserem Einfluss entzieht.“

Epiktet, um 50 – 138

Sorgen belasten das Leben immens. Viele Sorgen sind dabei unnötig. Sorgen vor der Zukunft, wegen Vergangenem, wegen anderen Menschen, wegen Situationen, die sind wie sie sind. Vieles können wir nicht ändern, erst recht nicht, indem wir uns sorgen.

Wann immer du dich sorgst, atme tief durch und beruhige dich. Lenk dich ab, wenn es nicht anders geht. Aber vor allem mach dir bewusst, dass Vieles einfach nicht in deiner Macht steht.

 

„Viele Menschen versäumen das kleine Glück,
während sie auf das Große vergebens warten.“

Pearl S. Buck, 1892 – 1973

Ein Schmetterling flattert fröhlich um die prachtvoll blühenden Blumen herum, während wir die Mittagspause in der Sonne mit einem duftenden Cappuccino verbringen. Und alles woran wir denken? Wann wir denn endlich im Lotto gewinnen, um ein schönes Leben zu haben. Oder wann wir endlich unseren Traumprinzen finden.

Wir stecken mit unseren Gedanken tief in der ungewissen Zukunft. Gleichzeitig verpassen wir jedes kleine Glück, das uns in der Gegenwart widerfährt. Die Gegenwart ist voller glücklicher Momente. Und wenn du die Augen öffnest und sie erkennst, wirst du nie wieder auf das große Glück warten müssen.

 

Welches Zitat berührt dich? Was hast du von ihm gelernt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.